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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Werner E. am Heute um 22:45 »
Nochmal Servus beinand',

jetzt aber das neue Rätsel.
Ein Fund von Anfang Juni.

An liabn Gruaß,

Werner
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Werner E. am Heute um 22:36 »
Servus Rika und Christoph,

gerade an Salweide aus den Rindenritzen ausbrechend ist P. faginea sehr auffällig und schon von weitem erkennbar.
Anbei ein paar Fotos meiner Funde.
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Expertenforum Mykologie / Re: Russula ionochlora?
« Letzter Beitrag von Werner E. am Heute um 20:25 »
Servus Christoph und Hias,
geht's halt ab und zu mal auf'n  Tertiär.
Die Papageientäublinge dort sollten vom Standort her schon zu R. ionochlora gehören.
Ich hatte letztes Jahr so einen " Blaudeiberlfund" mir brüchigen Lamellen bei Allershausen, zu dem der Werner Jurkeit wegen dem Fundort schon gemeint hat es könne eigentlich nur R. ionochlora sein.
An liabn Gruaß,
Werner
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Servus an alle,
i dua mi do leichta. Bevor mi a paar Pulveruleti den Garaus macha, hod mi sicha scho wos anders dawischt.
In dem Fall ein abgewandeltes Kohl-Zitat: die Gnade der frühen Geburt.
Schönes Rest-WE Schorsch
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Expertenforum Mykologie / Re: Russula ionochlora?
« Letzter Beitrag von Hias am Heute um 17:20 »
Servus Christoph,

R. grisea war für mich immer dieser massive Pilz aus Parkanlagen (hier auf der Wiese beim BND in Pullach):


Eben mit Sporenpulver IIc. Ein ganz anderes Schwammerl, als die eher schmächtigen Papageientäublinge aus dem sauren Laubwald (hab ich schon ewig nicht mehr gesehen). Da wäre ich schon auch baff, wenn mir die irgendein Genetiker als Papageitäublinge verkaufen wollte  ;)

R. grisea aus Pullach

Liebe Grüße
Hias
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Expertenforum Mykologie / Re: Russula ionochlora?
« Letzter Beitrag von Christoph am Heute um 14:35 »
Servus Hias,

super, danke für die Infos. Mich hatten die Lamellen nämlich wirklich ein bisserl gestört. So kann ich ihn mit gutem Gewissen als R. ionochlora abhaken. Und falls mal ne ausführlichere Studie über die Griseinae rauskommt, muss man ja eh alles nochmal nachbearbeiten und nachbestimmen.

Und was die Unterscheidug zu Russula grisea angeht - dann wäre die Sporenpulverfarbe variabler als gedacht. Meine Kollektion hatte ja nur IIa, die "typische" Russula grisea hat ja gelberes Sporenpulver (wobei ich mir nicht zutraue, Russula grisea s.str. zu erkennen / zu bestimmen, was ja durch die Genetik bestätigt wird). Wobei ja bisher, wenn ich mich nicht täusche, nur die ITS angesehen wurde. Ob das bei den Griseinae reicht, wage ich zu bezweifeln.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am Heute um 14:30 »
Hi Werner,
meine Dauerstandort (nun schon seit 3 Jahren) ist auf Rotbuche, also Standard. Ein Bekannter hatte ihn letztes Jahr auch hier auf dem Hochsträß ebenfalls auf Buche. Beides Mal ein schon lang toter, stehender(!), abgebrochender Buchenstamm mit mehreren Metern Höhe. In GPBW Bd.1 habe ich gelesen, dass die Art durchaus auch auf andere Gehölze geht, einschließlich Picea! Man darf das mit dem Namen einfach nicht so eng sehen ... dem Rotrandigen Baumschwamm ist es ja auch so ergangen.
Interessant finde ich, dass Du auch die stehenden Stämme betonst! Ich glaube, das braucht er wirklich (vielleicht ist "Deine" Fichte ja erst umgefallen, als sie schon besiedelt war?) ... und das steht m.W.n. nirgends?!

Hi Christoph,
mit der zusätzlichen Beschreibung konnte man, denke ich, schon draufkommen, zumindest wenn man den Gute gerade auf dem Radar hat.  ;)

LG – Rika
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Christoph am Heute um 14:26 »
Servus Rika,

cooles Rätsel - ich hätte es noch nicht lösen können, obwohl ich Phleogena oft genug selber gefunden habe. Ich hatte den Hütchenträger auch schon an Fichte im BayerWald, meist aber wirklich an Buche. Kann aber auch sein, dass ich an Buche mehr danach schaue als z.B. an Salweide.

Und @Werner: wow, sehr gut erkannt. Reschpeggd!

Liebe Grüße,
Christoph
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Pilzberater und PSV / Re: Fraßstellen an Pilzfruchtkörpern
« Letzter Beitrag von Christoph am Heute um 14:23 »
Liebe Brigitte,

vielen Dank für diese interessante Info. Ganz ehrlich - an sowas wie Hanta-Viren durch Nagetierfraßstellen habe ich noch gar nicht gedacht. Eine wirklich wichtige Information!

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus beinand,

da die Aussage, man die Tintenmaroni / die Schwarzblauenden Röhrlinge seien cancerogen, in einem anderen Pilzforum kontrovers gesehen wird, möchte ich für diejenigen, die nicht die gesamte Studie lesen wollen, die entsprechenden Aussagen aus dem Paper hier zitieren:

"Hyperaccumulation of arsenic in C. pulverulentus raises a serious question on the mushroom’s edibility. DMA is considered to be much less toxic than inorganic arsenic, at least concerning the acute toxicity. However, DMA is a probable human carcinogen according to the United States Environmental Protection Agency (US EPA) and definitely carcinogenic according to the International Agency for Research on Cancer (IARC) (IARC, 2012; US EPA, 2016). Therefore, the US EPA derived a benchmark dose lower limit (BMDL10 – for a 10% increase in risk) of 430 μg per kg body weight per day for DMA (US EPA, 2006). According to the European Food Safety Agency (EFSA), risk assessment of genotoxic and carcinogenic substances should be carried out by calculating the margin of exposure (MoE) (EFSA, 2005). The MoE is calculated by dividing the BMDL by the daily exposure. When using a BMDL10 that is derived from animal studies, an MoE of 10,000 or higher can be considered safe (EFSA, 2005)." Braeuer et al. (2018: 8)

und

"When calculating the MoE for an average person of about 70 kg body weight and using the median DMA concentration in fungal biomass (115 mg As kg−1 dry weight, which is roughly 12 mg As kg−1 fresh weight; N.B., concentrations only refer to the arsenic, not to the whole molecule), it becomes apparent that no more than 90 g fresh C. pulverulentus can be consumed per year (on a regular basis) without increasing one’s health risk (Table 3). For the highest DMA concentration (86 mg As kg−1 fresh mass), 12 g per year can increase risk of developing cancer." Braeuer et al. (2018: 8)

und schließlich:

"C. pulverulentus is considered a good edible mushroom but in view of our results it should not be further recommended for consumption. Because of the carcinogenic potential of DMA, we advise against the regular consumption of more than 90 g of fresh mushrooms per year." Braeuer et al. (2018: 8-9)

Nebenbei angemerkt: Ich bin nur der Überbringer dieser Aussagen, nicht die Quelle der Aussagen. Natürlich kann, darf und soll man diese Aussagen hinterfragen, aber sie stammen aus einer Fachpublikation aus einem peer reviewd journal (impact factor 4.946). Man sollte daher auf gleicher, wissenschaftlicher Basis gegenargumentieren.

Dass Cancerogenität kontrovers gesehen wird, ist ja eh bekannt. Im Fall von Glyphosat kommt die WHO zum Schluss, dass es krebserregend sei. Dem folgen im Moment auch U.S.-amerikanische Gerichte, die Bayer/Monsanto entsprechend mit hohen Geldstrafen belegen. Nicht folgt dem das hiesige EU-Parlament und auch Bayer widerspricht der Aussage.

Nur wer hat recht?

Ehrlich: ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich, bis das Gegenteil klar belegt ist, kein Glyphosat in meiner Nahrung haben will. Ebenso möchte ich, bis das Gegenteil nicht klar belegt ist, keine größeren Mengen an DMA mit der Nahrung aufnehmen. Und deshalb habe ich die Tintenmaroni für mich gestrichen.

Und unabhängig von meiner eigenen Entscheidung empfehle ich jedem Pilzberater, die Information über DMA in Tintenmaroni auch an die zu Beratenden weiterzugeben. Wenn man gewarnt hat, kann jeder Sammler selbst entscheiden, ob er dennoch das Risiko eingehen will, ob die Studie stimmt.

So bin ich auch davon überzeugt, dass Rauchen das Krebsrisiko erhöht. Rauche ich an Silvester eine Zigarre, dann nehme ich das Risiko bewusst in Kauf. Das ist Eigenverantwortung. Gibt es aber Hinweise (und hier sind es ja ganz konkrete Aussagen), dann fände ich ein Verschweigen des Risikos als verantwortungslos.

Liebe Grüße,
Christoph

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