Forum der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft

Allgemein => Pilzvergiftungen => Thema gestartet von: Anni am 6. Dezember 2018, 12:37

Titel: Pilzvergiftung, was tun?
Beitrag von: Anni am 6. Dezember 2018, 12:37
Hallo zusammen!
Ich bin ganz neu.
Zur nächsten Pilzsaison wollen wir auch mal Pilze sammeln. Wir kennen uns zwar so einigermaßen aus, aber falls wir doch mal einen unverträglichen Pilz erwischt haben sollten, welche Sofortmaßnahmen müssen eingeleitet werden bis man beim Arzt oder Krankenhaus ist? Bin dankbar für jeden Hinweis dazu.
Titel: Re: Pilzvergiftung, was tun?
Beitrag von: Anni am 7. Dezember 2018, 18:45
Hallooo!
Kann mir jemand helfen?
Titel: Re: Pilzvergiftung, was tun?
Beitrag von: Anni am 11. Dezember 2018, 13:14
Keine Antwort bisher...
Titel: Re: Pilzvergiftung, was tun?
Beitrag von: Christoph am 11. Dezember 2018, 19:41
Liebe Anni,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum  :).

Auf diese Anfrage zu antworten, fällt sehr schwer. Es gibt ja die unterschiedlichsten Pilzgifte, die jeweils andere Behandlungsmehtoden "verlangen". Zudem ist die Anzahl der hier aktiven Ärzte im Forum gering (aber nicht gleich Null).

Ich fürchte, dass auch meine Antwort unbefriedigend ausfallen wird, sie ist aber völlig ernst gemeint...

Solltest du oder jemand aus deinem Umfeld sich vergiftet haben bzw. den Verdacht haben, dass dies passiert ist, dann bitte keine Hausmittel probieren, sondern sofort zum Arzt / ins Krankenhaus! Es empfiehlt sich, dann den Giftnotruf einzuschalten, der dann den behandelnden Arzt unterstützen kann (meist haben die Ärzte in den Krankenhäusern nur begrenzte Erfahrung mit Pilzintoxikationen) und zudem einen Pilzsachverständigen kontaktieren kann, der dann dabei hilft, den / die verzehrte(n) Pilz(e) nachträglich zu bestimmen.

Bei manchen Pilzen kommt es (fast) auf jede Minute an - ist es eine Amanitin-Vetgiftung, so entscheidet der Behandlungsstart mit über Leben und Tod / Organtransplantation.

Daher der zweite Rat von mir:
Bitte keine Experimente eingehen... nur das essen, was man zu 100% sicher kennt (und zudem natürlich essbar ist)!

Kurzum:
Bei Vergiftung zum Arzt...
und am besten sich nicht vergiften...

(ich sagte ja schon, "tolle" Tipps).

Liebe Grüße,
Christoph
Titel: Re: Pilzvergiftung, was tun?
Beitrag von: Anni am 13. Dezember 2018, 13:22
Liebe Anni,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum  :).

Auf diese Anfrage zu antworten, fällt sehr schwer. Es gibt ja die unterschiedlichsten Pilzgifte, die jeweils andere Behandlungsmehtoden "verlangen". Zudem ist die Anzahl der hier aktiven Ärzte im Forum gering (aber nicht gleich Null).

Ich fürchte, dass auch meine Antwort unbefriedigend ausfallen wird, sie ist aber völlig ernst gemeint...

Solltest du oder jemand aus deinem Umfeld sich vergiftet haben bzw. den Verdacht haben, dass dies passiert ist, dann bitte keine Hausmittel probieren, sondern sofort zum Arzt / ins Krankenhaus! Es empfiehlt sich, dann den Giftnotruf einzuschalten, der dann den behandelnden Arzt unterstützen kann (meist haben die Ärzte in den Krankenhäusern nur begrenzte Erfahrung mit Pilzintoxikationen) und zudem einen Pilzsachverständigen kontaktieren kann, der dann dabei hilft, den / die verzehrte(n) Pilz(e) nachträglich zu bestimmen.

Bei manchen Pilzen kommt es (fast) auf jede Minute an - ist es eine Amanitin-Vetgiftung, so entscheidet der Behandlungsstart mit über Leben und Tod / Organtransplantation.

Daher der zweite Rat von mir:
Bitte keine Experimente eingehen... nur das essen, was man zu 100% sicher kennt (und zudem natürlich essbar ist)!

Kurzum:
Bei Vergiftung zum Arzt...
und am besten sich nicht vergiften...

(ich sagte ja schon, "tolle" Tipps).

Liebe Grüße,
Christoph

Hallo! Endlich habe ich meine Antwort bekommen, die ganz befriedigend finde. Danke dir! Also zum Arzt, alles klar!
Titel: Re: Pilzvergiftung, was tun?
Beitrag von: Anni am 16. Dezember 2018, 20:44
Noch eine Frage.
Ab wann können Kinder Pilze essen?
Titel: Re: Pilzvergiftung, was tun?
Beitrag von: hansecker am 17. Dezember 2018, 09:28
nur ein Wort dazu, oder auch einige: wir wollen Pilze sammeln!, kennen "wir" Pilze?
Titel: Re: Pilzvergiftung, was tun?
Beitrag von: batman am 26. Dezember 2018, 23:10
Was vielleicht als allererstes zu Annis ursprünglicher Frage zu sagen wäre:
Oberste Regel: Man vermeide es, einen unverträglichen Pilz zu "erwischen". Bitte nur essen, was Du sicher bestimmen kannst, ergo, von dem Du Dir sicher bist, dass es essbar ist.
Bei Vergiftungsverdacht im Freundeskreis/Familie etc. gelten natürlich Christophs Ausführungen, die sich auf die simple Formel "Arzt aufsuchen" komprimieren lassen.
Grüße,
Thomas

Liebe Anni,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum  :).

Auf diese Anfrage zu antworten, fällt sehr schwer. Es gibt ja die unterschiedlichsten Pilzgifte, die jeweils andere Behandlungsmehtoden "verlangen". Zudem ist die Anzahl der hier aktiven Ärzte im Forum gering (aber nicht gleich Null).

Ich fürchte, dass auch meine Antwort unbefriedigend ausfallen wird, sie ist aber völlig ernst gemeint...

Solltest du oder jemand aus deinem Umfeld sich vergiftet haben bzw. den Verdacht haben, dass dies passiert ist, dann bitte keine Hausmittel probieren, sondern sofort zum Arzt / ins Krankenhaus! Es empfiehlt sich, dann den Giftnotruf einzuschalten, der dann den behandelnden Arzt unterstützen kann (meist haben die Ärzte in den Krankenhäusern nur begrenzte Erfahrung mit Pilzintoxikationen) und zudem einen Pilzsachverständigen kontaktieren kann, der dann dabei hilft, den / die verzehrte(n) Pilz(e) nachträglich zu bestimmen.

Bei manchen Pilzen kommt es (fast) auf jede Minute an - ist es eine Amanitin-Vetgiftung, so entscheidet der Behandlungsstart mit über Leben und Tod / Organtransplantation.

Daher der zweite Rat von mir:
Bitte keine Experimente eingehen... nur das essen, was man zu 100% sicher kennt (und zudem natürlich essbar ist)!

Kurzum:
Bei Vergiftung zum Arzt...
und am besten sich nicht vergiften...

(ich sagte ja schon, "tolle" Tipps).

Liebe Grüße,
Christoph

Hallo! Endlich habe ich meine Antwort bekommen, die ganz befriedigend finde. Danke dir! Also zum Arzt, alles klar!