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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 4. November 2020, 00:13 »
Hallo Abeja,

die Farben erinnern mich spontan an eine Herkuleskeule, vielleicht Clavariadelphus, noch vielleichter ligula – wenn´s ein Erstfund für Dich ist.

Gute Nacht – Rika
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Rudi am 4. November 2020, 00:06 »
Crepidotus?

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von abeja am 3. November 2020, 23:43 »
Hallo allerseits,

da kommt "mein Neuer"  ;D  -  "Erstfung" von letzter Woche.

FG, abeja

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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Rudi am 3. November 2020, 23:10 »
Bilder:

LG Rudi
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Expertenforum Mykologie / Re: Omphalina ?
« Letzter Beitrag von Felli am 3. November 2020, 20:46 »
Servus Rudi,
ja, zu O. obscurata bin ich nach Moser-Schlüssel und Vergleich bei Ludwig auch gekommen,
aber die die Vergleichsbilder im Netz sind alles andere als ähnlich - deshalb meine Unsicherheit.
Leider waren die Schwammerl auch nicht mehr ganz fit - konnte sie nicht zeitnah anschauen :-[
Die Stiele waren schon sehr mitgenommen
 

Grüße
Felli
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Expertenforum Mykologie / Re: Omphalina ?
« Letzter Beitrag von Rudi am 3. November 2020, 19:38 »
Hallo Felli,

vergleich mal mit Omphalina obscurata

LG Rudi
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Expertenforum Mykologie / Schwer bestimmbare, weiße Leccinum-Art
« Letzter Beitrag von Bernd Miggel am 3. November 2020, 12:52 »


Bild 1 - Standort: Saurer Nadelmischwald bei Birke, Rotbuche, Weißtanne, Fichte, Traubeneiche und Salweide


Übersicht
Eine Gruppe von fünf Fruchtkörpern eines Raustielröhrlings mit weißem Hut, weißem Stiel und hellen Stielschuppen, gewachsen auf "normal feuchtem" Boden in Wegnähe.

Eckdaten zum Fund
Funddatum – 31.10. 2020
Belegnummer – div20007,Schelmenbusch
Fundort (Bild 1) – Walddistrikt Schelmenbusch, Baden-Württemberg, Enzkreis, Gemeinde Straubenhardt
MTB - 7117/32, Höhe 550 m
Boden, Geologie – Buntsandstein-Fließerden über Plattensandstein
Standort – Boden frisch, Halbschatten
Begleitbäume Betula pendula, Fagus sylvatica, Abies alba, Picea abies, Quercus petraea, Salix caprea
Krautige Begleitpflanzen - Brombeere
leg – Mykol. AK Hornberg (Monatsexkursion)

Makroskopische Merkmale des Fundes
Hutfarbe – weißlich bis creme, später mit grünlichen Zonen.
Hut bis 100 mm Durchmesser, weißlich, cremefarben, ganz hell bräunlich, klebrig, feucht gummiartig schleimig, Hutrand die Röhren überragend.
Röhren – hell bräunlichgrau, bis 14 mm lang
Poren – ca. 1 Pore pro mm
Stiel – bis 130 mm lang, schlank, oben bis 11 mm, unten bis 18 mm dick, creme bis sehr hell bräunlich, Stieloberfläche weder rosa noch grünlich verfärbend,
Schuppen zuerst wollig-weiß über weißer Stieloberfläche, später Schuppen hell bräunlich, dann rötend, klein, apikal sehr klein
Fleisch im Hut weiß, weiß bleibend, weder rosa noch grünlich verfärbend
Fleisch im Stiel weißlich bis hell holzfarben, über Stunden allmählich hellbräunlich; weder rosa noch grünlich verfärbend, über den Röhren bis ca. 10 mm dick
Myzel weiß

Makrochemische Farbreaktionen
FeSO4 (Hutfleisch) – spontan graugrün
Formal (Hutfleisch) – spontan null, nach 10 Min rosa

Mikroskopische Merkmale des Fundes
Sporen – schlank spindelförmig, dickwandig, mit supraapikaler Depression. 95 % Erwartungswerte der Mittelwerte aufgrund einer Probe von 40 repräsentativen, zufällig gewählten Sporen (L Länge, B Breite, Q Schlankheitsgrad Q = L/B, Volumen V:
L x B: 15,5-16,1 x 5,2-5,3 µm, Q: 2,9-3,1, V: 220-238 µm3
Hutdeckschicht – mit max. 20 µm breiten Zylindrozysten sowie schlanken, etwa 5 µm breiten, teilweise inkrustierten Hyphen
Kaulozystiden der Stielschuppen – bis 20 µm breit, zylindrisch, keulenförmig, ballonförmig, vielfach mit kurzen oder langen, auch mehrfachen Auswüchsen.


Um welche Art handelt es sich?


Eigener Bestimmungsversuch
Wenn man nach dem analytischen Schlüssel der europäischen Leccinum-Arten von Lannoy & Estade vorgeht, gelangt aufgrund der zahlreichen Zylindrozysten in der Huthaut und des dauerhaft weißen Hutes unweigerlich zu Leccinum cyaneobasileucum. Doch es stimmt das im Schlüssel verlangte Habitat "unter Moorbirke im Sphagnum" nicht. Der Fundort befand sich nicht im Nassen und schon gar nicht im Sphagnum.


Herzliche Grüße

Bernd



Literatur
GRÖGER F., BRESENSKY, A. und BESL, H. (Herausg.) (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa Teil I, Regensburger Mykologische Schriften Band 13, Regensburg.
KIBBY G (2017) – Mushrooms and Toadstools of Britain & Europe, Vol. 1. Eigenverlag.
KORNERUP A & WANSCHER JH (1981) – Taschenlexikon der Farben. Göttingen
KUYPER TW, VELLINGA EC, NOORDELOOS ME (2018) Boletales E.J. Gilb.  – In: Flora Agaricina Neerlandica. Volume 7. Candusso Editrice, Origgio (VA).
WELT P & HAHN C  (2005): Studien zur Gattung Leccinum 2.  Leccinum schistophilum, Schiefer Raustielröhrling (Boletales, Boletaceae) in Sachsen. Erstfund für Deutschland. – In: Zeitschrift für Mykologie. Band 71/1, 2005.
DEN BAKKER HC & NOORDELOOS ME (2005): A Revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species. In: Persoonia, Vol. 18, Part 4.
DEN BAKKER HC & NOORDELOOS ME (2018): Leccinum S. F. Gray. In: Flora Agaticina Neerlandica, Vol. 7.
HAHN C (1997): Studien zur Gattung Leccinum 1. Vergleich von Leccinum oxydabile und L. variicolor. - In: Österr. Z. Pilzk. 6 (1997).
LANNOY G & ESTADES A (1995): Monographie des Leccinum d'Europe.
SUTARA J (1989): The delimitation of the genus Leccinum. In: Ceska Mykologie 43:1-12, Plates I-IV (1989).



Bilder



Bild 2 - Überreifer Fruchtkörper: weißer Hut mit grünlichem Anflug, unteres Stieldrittel weiß, Schuppen wollig-weiß




Bild 3 - Überreifer Fruchtkörper: Huthaut überstehend, mit grünlicher Zone, Stiel-Mittelbereich hellbräunlich, apikal weißlich




Bild 4 - Überreifer Fruchtkörper: Leichtes Grünen des Hutes deutlich erkennbar




Bild 5 - Normal reifer Fruchtkörper




Bild 6 - Normal reifer Fruchtkörper. Die Stiebschuppen beginnen zu bräunen, später zu röten




Bild 7 - Normal reifer Fruchtkörper. Stiel- und Hutfleisch weiß, weißbleibend




Bild 8 - Farbreaktionen nach 10 Minuten: links FeSO4 graugrün, rechts Formol rosa




Bild 9 - Sporen in H2O: spindelf. bis ellipsoid, dickwandig, mit supraapikaler Depression, hyalin, glattrandig




Bild 10 - Hutdeckschicht vom Exsikkat in GSM: Zylindrozysten und inkrustierte, dünne Hyphen




Bild 11 - Hutdeckschicht in SDS-Kongorot: Zylindrozysten und dünne Hyphen




Bild 12 - Hutdeckschicht in SDS-Kongorot: Zylindrozysten und dünne Hyphen




Bild 13 - Kaulozystiden der Stielschuppen: ballonförmig, keulig, z.T. mit Auswüchsen




Bild 14 - Kaulozystiden der Stielschuppen (bemaßt): zylindrisch, keulig, z.T. mit Auswüchsen




Bild 15 - Ein Huthautschnitt liefert eine sehr dicke, verschleimte Epikutis (Tannin-Eisen-Färbung)
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Expertenforum Mykologie / Omphalina ?
« Letzter Beitrag von Felli am 3. November 2020, 00:16 »
Servus,
War ein wenig unterwegs, hab viele Schleierlinge und noch mehr anderes gefunden!
auf einer 2jahre alten Brandstelle ( fast nicht mehr als solche zu erkennen)
wuchsen diese kleinen Kerlchen.

Kennt die jemand?

Grüße
Felli
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Rudi am 3. November 2020, 00:07 »
Prima. Du bist wieder drin. Bilder kommen später. LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von abeja am 2. November 2020, 23:58 »
Hallo Rudi,
... mach ich hier auf "one-woman-show" ... ist nicht meine Absicht.  ::)

Jetzt habe ich mir die Entolomataceae im "dicken Buch" angeschaut, demnach sieht Entoloma prunuloides ziemlich passend aus (bei den Ehingern auch, bei 123 sieht die Art nicht so ähnlich aus.)

FG, abeja
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