Neueste Beiträge

Seiten: 1 ... 3 4 5 6 7 [8] 9 10
71
Plattform für Pilzfreunde / Pilzschutzgebiet
« Letzter Beitrag von Schorsch am 13. Juli 2019, 09:51 »
Da hat doch sicher unser Rudi seine Hände im Spiel.
Schönes Wochenende
Schorsch

Pressemeldung von gestern:
Irtenberger Forst: Bayerns erstes Pilzschutzgebiet wird eröffnet

Im Irtenberger Forst bei Kist ist Bayerns erstes Pilzschutzgebiet eingerichtet worden. Das rund ein Hektar große Areal dient der Erforschung des Pilzbestandes und des Ökosystems "Wald". Die Pilzfreunde Mainfranken kümmern sich ehrenamtlich darum.

Das Pilzschutzgebiet liegt nördlich des kleinen Naturschutzgebietes "Blutsee-Moor" bei Kist im Landkreis Würzburg. Der Eichen-Hainbuchenwald ist bekannt für seine hohe Dichte an Pilzen. Einige seltene Exemplare wachsen bundesweit nur in dieser Region, wie etwa der "Boletus legaliae", auch bekannt als Falscher Satans-Röhrling oder Purpur-Röhrling.
Pilze können an toten Baumstämmen wachsen

Die Pilzfreunde Mainfranken haben die etwa ein Hektar umfassende Fläche ausgewählt. Die Bayerischen Staatsforsten haben das Gebiet aus der Holz-Bewirtschaftung herausgenommen, umzäunt und mehrere Stämme Totholz eingebracht. "Stärkeres Totholz ist wertvoll – für Pilze, aber auch für Insekten, wie etwa den Hirschkäfer", erklärt Christoph Riegert, Leiter des Staatsforstbetriebs Arnstein. Er ist für das Waldgebiet verantwortlich.

Die Pilzfreunde Mainfranken, rund um den Pilzexperten Rudolf Markones, werden mehrmals in der Woche die Pilze in dem Schutzgebiet kartieren und unbekannte Pilze bestimmen. Die Informationen werden dann an die Bayerischen Staatsforsten weitergegeben. Rudolf Markones plant darüber hinaus Führungen im Pilzschutzgebiet: "Schulklassen, Kindergärten aber auch Studenten werde ich einladen sich hier anzuschauen, was die Pilze für den Wald und für uns machen."
Pilze sollen helfen, den Wald besser kennenzulernen

Nach Forstbetrieb-Leiter Christoph Riegert soll das Pilzschutzgebiet zwei Funktionen erfüllen: Einerseits wollen die Bayerischen Staatsforsten mehr über den Wald lernen, zum Beispiel über Naturschutzstrategien bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung, wie etwa der Totholzzersetzung. "Ferner wollen wir diese Erkenntnisse auch weitervermitteln: Interessierte Waldbesucher und Pilzkundler soll weitergegeben werden, was in diesem Wald für Pilze wachsen und was das über den Zustand des Waldes und der Waldbewirtschaftung aussagt", sagt Christoph Riegert.

Das Projekt "Pilzschutzgebiet im Irtenberger Forst" ist zunächst für zehn Jahre ausgelegt. "Solange die Pilzfreunde Mainfranken bereit sind, dieses Gebiet mit uns gemeinsam zu betreuen, kann das gerne eine dauerhafte Kooperation werden", saft Riegert.
72
Expertenforum Mykologie / Re: Kartierungsexkursion am 6. Juli 2019 nach Penzberg
« Letzter Beitrag von Felli am 12. Juli 2019, 22:47 »
Servus,
jetzt kommt der Rest meiner Bestimmungen.
Auf Himbeerstängel gab´s noch 2 Pilzchen

1. Pyrenopeziza escharodes cf

a) feucht

b trocken


2. Pyrenopeziza dilutella

a) Apothecien:


b) Schnitt:


c) Hymeniumausschnitt


d) Sporen


e) Asci in Lugol


Und weitere 2 Arten bleiben unbestimmt
1 ( weiß scheibenförmig)
Keine Mikromerkmale für eine Zuordnung gesehen.


2) Tintlingsartig, wobei ich keine Lamellen oder Sporen gefunden habe .
Velum "Hut"rundlich warzig



Grüße
Felli


73
Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Christoph am 12. Juli 2019, 20:49 »
Servus Helmut,

gut, dass es noch keine Geruchsübertragung bei Fotos gibt  :D

Dann werfe ich mal die nächste Beute in die Runde der Löwen - was könnte denn das hier sein?



Liebe Grüße,
Christoph
74
Expertenforum Mykologie / Re: Kartierungsexkursion am 6. Juli 2019 nach Penzberg
« Letzter Beitrag von Christoph am 12. Juli 2019, 20:43 »
Servus Schorsch,

dein Röhrling ist ein "echter" Xerocomus, also ein Vertreter der Ziegenlippen. Schau mal das Fleisch an - es ist rein weiß, verfärbt sich nicht. Bei Hortiboletus hast du gelbes Fleisch, der Stiel ist nicht bis zur Basis gerippt (also noch viel streifiger / rippiger, gröber als bei Hortiboletus) und die Stieloberfläche zeigt Rottöne. Die Karottenflecken fehlen auch.
Ich vermute, dass du hier Xerocomus ferrugineus hast, weil das Fleisch doch sehr weiß ist.

Liebe Grüße,
Christoph
75
Expertenforum Mykologie / Re: Kartierungsexkursion am 6. Juli 2019 nach Penzberg
« Letzter Beitrag von Schorsch am 12. Juli 2019, 15:53 »
Servus Christoph,
das mit dem Hortiboletus engelii hat mich beschäftigt.
Den nachfolgenden Pilz hatte ich im E-Garten an Eiche gefunden und mir damals schon das knallgelbe Hymenium und die tollen Farben aufgefallen. Ich habe in dann 2017 als Xerocomus cf subtomentosus abgelegt. Das muss ich wohl revidieren.
Liebe Früße Schorsch

Ich hab jetzt zu dem Thema einen eigenen Thread aufgemacht, um hier kein Durcheinander reinzubringen.
Vielleicht verschiebt Christoph ja beides ( auch seine Antwort ) dorthin.
https://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1933.msg26162.html#new
76
Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Helmut am 12. Juli 2019, 11:28 »
Gut erkannt, Christoph!

Die Stinkmorchel ist es. Schnell mal beim Waldlauf abgelichtet, weil sie so schön da stand. Du bist dran.

Gruß Helmut
77
Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Christoph am 12. Juli 2019, 10:43 »
Servus Helmut,

da liege ich sicher weit daneben, aber ich sage mal Phallus impudicus (pilzlich gemeint, natürlich).

Liebe Grüße,
Christoph
78
Expertenforum Mykologie / Re: Kartierungsexkursion am 6. Juli 2019 nach Penzberg
« Letzter Beitrag von Felli am 12. Juli 2019, 01:11 »
Servus,
Nach unserer kurzen Dschungeltour pausierten wir ja an einer Rückegasse auf der jede Menge roter Tupfen zu sehen waren.
Ich dachte erst an drei verschiedene Scutellinia Arten.
Inzwischen glaube ich das es nur 2 sind. Scutellinia crucipila cf und Scutellinia umbrorum cf, für S. subhirtella war mir die Ornamentation zu stark.
Da beginnt aber schon das erste Problem, diese Teile waren alle nicht reif >:(, ich schätze mal das lag an der Trockenheit der vergangenen Tage.
Die Sporenform schwankte bei den ersten beiden Aufsammlungen von breitelliptisch-rundlich bis ellipsoid in der Größe 17-22 x13-15µ, bei der Dritten(S. crucipila cf.) mehr spindelig ellipsoid und ohne Guttulen
Dennoch glaube ich, dass man sie auf Grund der Haare und des +/-ausgebildeten Ornaments einigermassen zuordnen kann,
natürlich mit CF am Ende.

Kol. 1: Apothecien 2mm orange - beinahe ziegelrot.


Haare bis 350µ lang, mit einfach bis 3-fach wurzelnder Basis


Im Ascus  oft nur 4 normal ausgebildete und 4 unterentwickelte Sporen
Ornament nur bis 1µ hoch und 1.2µ breit


Färbung der Paraphysen mit IKI erst weinrot dann grünlich und schließlich bräunlich
( Das machen aber fast alle Scutellinias!)


Ornament in Baumwollblau



Kol.2
Wie Kol. 1 nur Apothecium fast 4 mm und hell-orange, hier wren die Haare bis fast 400µ lang


Randbereich


Haare

Sporen

Paraphysen in IKI

Sporen in IKI mit Schleimhülle - wo die herkommt weiß ich nicht


Ornament in Baumwollblau


Kol 3
ziemlich sicher Scutellinia crucipila
Fruchtkörper orange, mit hyalinen-leicht bräunlichen Haaren


Basis-Kreuzhaare


Sporen 16 x 8µ


So jetzt gehts ins Bett
Grüße
Felli
79
Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Felli am 12. Juli 2019, 00:55 »
Servus Helmut,
Womöglich ein Schnittbild von Lycoperdon ?
Grüße
Felli
80
Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Helmut am 12. Juli 2019, 00:50 »
Servus beinand,

diesmal nix mit Lamellen. Noch ein Tip: Handyfoto mit Blitz (ganz gegen meine Gewohnheit).

An Grouß aus da Obapfalz
Seiten: 1 ... 3 4 5 6 7 [8] 9 10