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Expertenforum Mykologie / Re: Der Gyromitra-Fred
« Letzter Beitrag von Christoph am 7. Mai 2019, 22:34 »
Servus beinand,

ich möchte einfach noch ein paar schöne Fotos von Frühjahrslorcheln zeigen - in dem Fall aus dem Bayerischen Wald - genauer: aus dem Ablegwald bei Rabenstein - aus dem Jahr 2014.









Mikroskopiert wurden die Lorcheln nicht, denn damals dachte ich, die Sachlage sei klar. Ich habe leider auch keinen Beleg, aber an der Fundstelle wachsne jedes Jahr Lorcheln in großer Menge - ich kann bei Gelegenheit nachsammeln. (Heinz hat die Lorcheln getrocknet, aber wo der Beleg ist, weiß ich eben nicht.)

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Lophium mytilinum (vermutlich) an Kiefer
« Letzter Beitrag von Christoph am 7. Mai 2019, 22:24 »
Servus beinand,

bei meinem Ausflug nach Tennenlohe fand ich noch einen netten, kleinen Pilz, der ein bisserl wie eine auf der Kante stehende, schwarze Muschel aussieht:




Man findet Lophium mytilinum sehr häufig an Kiefernzapfen und an Kiefernästen / Zweigen.

Hier war es ein zufälliger Beifang, da ich eigentlich Trimmatostroma scutellare aufgesammelt hatte (und das im Gelände schon vermutete). Dass da auch noch diese winzigen Muscheln drauf waren, ist mir erst im Bino aufgefallen. Das Trimmatostroma ist das schwarze Gegriesel im Hintergrund. Man kann die Konidien hier schon einzeln auflösen und erkennen. Der "schwarze Staub" sind die Konidien.

Leider muss ich sagen, dass es cf. Lophium ist, da die Fruchtkörper noch völlig unreif waren. Vielleicht wird Werner ja in Franken fündig - ich finde die Muschln deutlich seltener als z.B. Diplodia sapinea oder Trimmatostroma scutellare, aber wirklich selten sind sie wohl nicht. Dafür aber irgendwie hübsch, finde ich zumindest.

Viel Spaß beim Suchen und Finden,

liebe Grüße,
Christoph
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Seass Weana,

ja, die Zeit vergeht, des is a Wahnsinn! Ich kann mich noch ganz genau an die Aufnahmen erinnern, die ich im Bayerwald gemacht habe. Damals war ich mit Heinz unterwegs. Er war damals noch äußerlich kerngesund und wir sind den ganzen Tag im Wald herumgelaufen, haben auf dem Ablegschachten (Zwiesel-Rabenstein) die Aussicht genossen. Mir kommt es so vor, als sei das gestern gewesen.

Ja, ich weiß, damals konntest du mit dem Kleinzeugs noch nicht so viel anfangen. Doch die Zeiten ändern sich. Deine Fundquote wird sehr hoch sein, wenn du nach dem Pilz suchst.  ;)

Liebe Grüße,
Christoph
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GriasDi Christoph,
2010...Des is a Zeitl her, ja :)
Da haben mich solche Pilzchen noch nicht sonderlich interessiert ghabt.
Ich werd aber jetzt danach Ausschau halten.
Danke für die Erinnerung.
An liabn Gruaß,
Werner
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Servus beinand,

der Thread hat jetzt lange Zeit geschlummert. Ich vermute, dass all diejenigen, die nach Phaeobotryosphaeria visci (= Botryosphaeria visci = Sphaeropsis visci) Auschau gehalten haben, diesen Pilz recht bald finden konnten. Mein Eindruck: wo alte Misteln am Baum sind, findet man den "Mistelkugelpilz" auch am Boden.

Hier eine aktuelle Kollektion an Viscum album ssp. austriaca (Mistel an Waldkiefer) aus Franken, genauer aus dem Tennenloher Forst vom 26. März 2019:







Die riesigen Konidien sind im Mikroskop eine Schau, finde ich. Das Foto hier habe ich mit dem 10er-Objektiv gemacht. Leider hat's ein bisserl was beim Präparieren verhauen, aber man sieht das Größenverhältnis Konidien zu Pycnidiengröße gut. Später werden die Konidien tief gelb - hier sind sie noch jung.



Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Thomas,

danke dir!  :)

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Werner,

ich habe eben bei Solheim et al. (2013) ein bisserl nachgelesen. Demzufolge kommt Therrya pini meist an Ästen von unter einem Zentimeter Durchmesser vor, währen Therrya fuckelii Astdicken zwischen einem und drei Zentimeter bevorzugt. Allerdings ist das eben nicht hundertprozentig, aber mal ein Anhaltspunkt. Und es kam - musste ja so sein - vor, dass beide Arten am selben Kiefernast wachsen.

Dass man unreife Kollektionen nicht kartieren sollte, ist ja ohnehin selbstredend. Leider haben Solheim et al. (2013) die untersuchten Kollektionen (es waren knapp über 100) nicht aufgelistet bzw. nichts zur Phänologie ausgesagt.

Vielleicht sollte man in ein paar Wochen nochmal schauen, ob man reife Teerflecken mit weißem Inneren findet  ;)

Liebe Grüße,
Christoph
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GriasDi Christoph,

ich hab grad drei verschiedene Kollektionen mikroskopiert.
Leider auch nur Paraphysen und junge Asci, die sich gerade dazwischen entwickeln.
Weil ja noch die seltene T. pini existiert, kann man die so unreif leider nicht kartieren.

An liabn Gruaß,
Werner
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Christoph servus,
interessante Pilze und schöne aussagekräftige Fotos.
Viele Grüße
Thomas
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Servus beinand,

2018 ist ja das Jahr der Trockenheit schlechthin gewesen. Nicht aber im Winter (o.k., welcher Winter? Also im dauerhaften Spätherbst vor dem Frühling)... Ich fange mal mit dem Rückblick am 5. Januar 2018 an - da habe ich eine Vorexkursion für die dort geplante Wanderung des VfP München gemacht. Viel gab es nicht auf den ersten Blick, aber natürlich hat der Haselkleiebecherling (Encoelia furfuracea) das Jahr eingeläutet.





Während der späteren Exkursion gab es natürlich wie fast immer in den Auen die wunderschöne Sarcoscypha austriaca (brav mit Kräuselhaaren im Mikroskop).



Und in der pilzarmen Zeit fotografiert man ja alles, auch häufige Arten - so z.B. den Warzigen Drüsling, Exidia nigricans, wie er heute bzw. im Moment heißt.



Und dann findet man Pilze, die sich nicht sauber bestimmen lassen - ich tippe auf Dacrymyces minor, aber die Sporen waren aberrant - ich vermute wegen des Fröste vorher.



In Rothschwaig fand ich dann mit Amphinema byssoides sogar einen Mykorrhizapilz der Kiefer.



Im Februar ging ich fremd - ich war in Österreich nahe des Klosters Melk an der Donau und musste automatisch an "der Name der Rose" denken - Adson, einer der Protagonisten, kommt in dem Roman aus Melk, heißt daher dort Adson von Melk.

Allerdings ging ich nicht ins Koster, sondern in den Auwald... und fand als Belohnung neben Sarcoscypha austriaca (siehe oben) auch so tolle Sachen wie...

... Biscogniauxia granmoi (gut, an Traubenkirsche im Auwald häufig, aber ich freue mich irgendwie immer wieder über diese nette, schwarze Art):



Oder Heteroradulum kmetii - für mich war das ein Erstfund.




Und Stamnaria americana an Winterschachtelhalm finde ich auch nicht alle Tage.




Der März war dann erstaunlich arm (oder ich war nicht so oft im Wald). In Rothschwaig habe ich mich da auf Kleinzeugs gestürzt...

wie z.B. Lophiostoma, hier eine nicht bestimmte an Clematis, die ich nur aks Lophiostoma aff. caulium ansprechen kann





Dafür habe ich dann auch noch "Lophiostoma caulium var. a" gefunden (das Aggregat wird irgendwann endgültig aufgedröselt sein, vermute ich). Da die Fruchtkörper nicht sooo viel hermachen, zeige ich nur die Sporen, die dich deutlich anders aussehen als bei der an Clematis.



Soweit erstmal diese Auswahl an Winter-/Frühjahrsschwamerln aus dem Jahr 2018.

Liebe Grüße,
Christoph



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