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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Rudi am 19. Juli 2019, 14:57 »
Vielleicht Aleuria aurantia?

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Renate am 19. Juli 2019, 14:40 »
Servus Christoph,

Die Abteilung (Danke schön) stimmt schon mal, auch bis zur Ordnung hinunter passt alles, aber ab der Familie leider nicht.

Ich persönlich habe sie noch nie im selben Wald gesehen, aber in benachbarten Wäldern (Innauen und im Gegenzug Innleiten und Seitentäler) schon - wenn auch nicht zur gleichen Zeit (noch nicht mal annähernd)

Und es ist nicht die Außenseite eines Bechers.

Pfiat Di
Renate
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Christoph am 19. Juli 2019, 14:32 »
Servus Renate,

dann vermute ich mal, dass es sich um einen Vertreter der Abteilung Ascomycota - Unterabteilung Pezizomycotina - Klasse Pezizomycetes - Ordnung Pezizales - Familie Sarcoscyphaceae - Gattung Sarcoscypha ist. Und wenn man an ihm kabbern kann, dann sage ich mal Sarcoscypha austriaca - wir haben wohl einen Blick auf die Außenseite eines Bechers vorgesetzt bekommen?!

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Kartierungsexkursion am 6. Juli 2019 nach Penzberg
« Letzter Beitrag von Christoph am 19. Juli 2019, 14:24 »
Servus Felli,

vielen Dank für die wirklich schöne Dokumentation! Schade, dass die Scutellinien nicht richtig reif waren. Darf man fragen, warum die beiden Pyrenopezizen als "cf." laufen?

So, jetzt werde ich einen weiteren Fund vorstellen, der zwar völlig banal ist, aber doch recht hübsch anzuschauen ist. Die Gattung Crepidotus (Stummelfüße) ist ja mittlerweile ziemlich gut bearbeitet worden - angefangen mit der Monographie von Beatrice Senn-Irlet, der Dissertation von Catherine Aime und auch dank der Bearbeitung der Gattung z.B. durch Consiglio & Letti.

Man muss also nicht vor weißen, kleinen Stummelfüßchen Reißaus nehmen! Und genau so ein Stummelfüßchen hatten wir gefunden - das Substrat war der Gemeine Schneeball, Viburnum opulus.







So kleine, mehr oder weniger weißhütige, etwas konisch- bis glockig-hängende Fruchtkörper mit auffallend haarigem Hut (vor allem an der Anwuchsstelle stehen viele senkrechte Hyphen / Haare ab und mit relativ entfernt stehenden, früh rosalich, bald ockerfarbenen Lamellen sind oft bzw. meist Crepidotus cesatii. Man hofft aber immer, dass es doch etwas anderes sein könnte.

Hier war es aber wie fast immer - die Sporen sind breit ellipsoid (man muss beim Messen aufpassen, dass man wirklich den Apiculus sieht, sonst hat man zu runde Sporen - ein breites Ellipsoid von hinten betrachtet sieht aus wie eine Kugel), 6,0-7,2-8,25 x 4,75-5,5-6,25 µm; Q = 1,18-1,30-1,5

Der Neotypus von Crepidotus cesatii hat (nach Consigilio & Letti) etwas breitere Sporen:
6,5-8,5 x 5,4-7,2 µm, Q = 1,09-1,21-1,34

Der Holotypus von Crepidotus kubickae (nach Consiglio & Letti - und nach beiden ein Synonym) hat folgende Sporenmaße:
6,7-7,9 x 5,1-5,9 µm, Q = 1,22-1,33-1,44

Hier ist der Quotient also wieder etwas größer.

Der Holotypus von Crepidotus subepibryus (ebenfalls ein Synonym laut Consigilo & Letti) wiederum hat diese Maße:
5,7-6,8 x 4,4-5,5 µm; Q = 1,16-1,26-1,36

Und dann gibt es noch Crepidotus cesatii var. subsphaerosporus (da sollte man erwarten, dass die Sporen fast kugelig sind, aber hier sind sie etwas länger als bei Cr. cesatii var. cesatii):
6,7-8,1 x 5,1-6,2 µm; Q = 1,19-1,31-1,43

All diese Taxa werden von Consiglio & Letti synonymisiert. Da passen dann die Maße der Penzberger Kollektion gut hinein.

Was an Crepidotus cesatii auch typisch ist, sind die Cheilocystiden. Diese sind am Ende auffallend oft einmal gegabelt, oftmal auch in sich verdreht bis leicht bizarr geformt. Die Gabelungen sieht man aber immer wieder - hier ein paar Beispielfotos:







Ich sehe daher insgesamt in der Aufsammlung einen klassischen Crepidotus cesatii, der früher wegen der teils etwas verlängerten Sporen wohl als var. subsphaerosporus gelaufen wäre.

Liebe Grüße,
Christoph

(Fortsetzung folgt nach und nach)

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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Renate am 19. Juli 2019, 14:06 »
Griaß Eich,

Also da muss man jetzt genau definieren. Heute morgen habe ich Wikipedia zu Rate gezogen und bin in die Abteilung geraten. Gerade habe ich jetzt in Rita Lüder nachgeschaut, da wär es schon die Klasse. Ich werde das auf alle Fälle nochmal genau recherchieren. Aber der Werner hat auf alle Fälle den Absprung geschafft, leider noch nicht getroffen.

Es ist ein bekannter Schwammerl, aber nicht immer und überall anzutreffen. Ich habe ihn makroskopisch bestimmt.

Und lt. Literatur - sofern er gut durchgegart ist, könnte man an ihm knabbern wenn einen das schlechte Gewissen nicht plagt. (Mittagspause halt)

Pfiat Eich
Renate
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Expertenforum Mykologie / Re: Myzel Mikroskopie-Anfängerfragen
« Letzter Beitrag von Christoph am 19. Juli 2019, 13:51 »
Lieber Grummel,

sorry für die späte Antwort - der Thread ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Leider muss ich dich dahingehend enttäuschen, dass man Pilze nur anhand des Myzels nicht bzw. nur in Ausnahmefällen bestimmen kann. Pilze sind ja ohnehin merkmalsarme Lebewesen - sie haben (qwieder bis auf sehr wenige Ausnahmen) keine Gewebe (sondern nur Geflechte), also nicht einmal echte Organe.

Im Prinzip sind es nur Zellfäden. Die meisten Merkmale für eine Bestimmung fndet man daher in den Fruchtkörpern (also z.B. Basidien - das sind die Meisosporangien der Pilze - Sporen, die Deckschichten, also wie die Huthaut, die Stielhaut etc. aufgebaut sind).

Pilzmyzel zu mikroskopieren kann dennoch interessant sein. Meist wirst du aber nur lange Fäden sehen, die aus vielen Zellen aufgebaut sind - die sog. Hyphen. Die Zellen selbst sehen meist irgendwie leer aus - Pflanzenzellen bieten da mehr sichtbare Merkmale (Chloroplasten, große Zellkerne, auffällige Vakuolen, Stärkekörner, die man anfärben kann).

Solltest du Pilzmyzel anzüchten, reicht es, dass du für die Mikroskopie mit einer Pinzette das Myzel zerzupfst und in Wasser mikeorkopierst. Du wirst, wenn du das des Öfteren machst, überrascht sein, dass es dann doch eine Vielfalt an Ausprägungen gibt - manche Hyphen sind sehr dickwandig, manche haben pigmentierte Zellwände, manche kristalline Auflagerungen, manche sind hingegen sehr empfindlich, dünnwandig, durchsichtig.
Vielleicht wächst auch ein "Schimmel" - dann wirst du viele Sporen sehen, die asexuell durch Klonierung erzeugt werden. Manche Pilze entwickeln auch besondere, ausdifferenzierte Zellen im Myzel - z.B. Fangapparate für Nematoden (Austernpilz, Harpunenschwämme etc.), andere auch "nur" normale Cystiden (differnezierte, sterile Endzellen).

Was du mit Körnerbrut meinst, weiß ich jetzt natürlich nicht. Falls es um Zuchtsubstrat geht - also z.B. Getreidekörner mit Pilzmyzel, dann kannst du einfach mal - wie oben beschrieben - Myzel abzupfen und mikroskopieren. Manche Arten haben Schnallen (doppeltes Septum mit einem Winkel zwischen den beiden Septen und dazu meist einen Schnallenbogen. Bei Wikipedia ist zwar (wie bei den Pilzen in Wiki leider oft) die Definition der Schnalle falsch, dafür aber die Skizze, die zeigt, wie sich Schnallen bilden, sehr schön: https://de.wikipedia.org/wiki/Schnalle_(Mykologie)

Meist reicht Wasser als Medium, um alles schön zu sehen (dann hast du auch lebendige Strukturen). Wenn man anfärbt, dann sollte das nur passieren, um eine Besonderheit erkennen zu können - z.B. Stärkenachweis mit Jodreagenzien (was bei Körnersubstrat schwer sein kann, da du vom Substrat vermutlich viel Stärke mitbringst). Als Einstieg würde ich beim Wasser bleiben.

Liebe Grüße,
Christoph
 
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Werner E. am 19. Juli 2019, 11:46 »
Vllt is's ja einfach nur ein Blutmilchpilz. Lycogala epidendron.
An liabn Gruaß,
Werner
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von hansecker am 19. Juli 2019, 09:41 »
Hallo Renate,
Craterocolla cerasi macht auch solche Lachsrosa Phase durch, aber auch noch zwei auf Laubholz die nur im Reifen zustand mikroskopisch zu trennen sind. Mehr Ideen hab ich nicht.
Viele Grüße
Hans
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Renate am 19. Juli 2019, 08:32 »
Griaß Eich,

Alles super Ideen. Aber Ihr satz‘ da irgendwie foisch g‘gwickelt, auf’m vakehrdn Dampfa unterwegs, in der vakehrdn Abteilung drin.

Pfiat Eich
Renate

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Plattform für Pilzfreunde / Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Letzter Beitrag von Helmut am 19. Juli 2019, 02:02 »
Ein Schneckling? Vielleicht Hygrophorus erubescens / persicolor?

Gruß Helmut
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