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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 23:49 »
Wo du recht hast, hast du recht  ;D

 ;)

An scheenan Gruass,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Werner E. am Gestern um 23:22 »
Für irgendwas muas so a Riesenzinken ja guad sei  :D
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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 19:59 »
Servus beinand,

super, dann festigt sich das Bild. Ich selber habe nämlich immer einen so großen Bogen um die Glimmerteile gemacht, dass ich noch keinen unterm Mikroskop hatte.
Andreas Melzer erwähnt mitraförmige Sporen auch in seinem Schlüssel - Ulje nennt sie auch "submitraförmig" und zeichnet das aber nur sehr angedeutet. Wenn sich das Konzept auch auf "deutlicher mitrasporig" ausgeweitet hat, dann ist das gut zu wissen. Dann ist hier die FAN nicht up to date.

Coprinellus saccharinus - und Werner, die alte Spürnase, hatte mal wieder den richtigen Riecher  :)

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: gefleckter Rübling mit Parasit
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 19:55 »
Servus Gerd,

vielen Dank für die Kommentare!

Zunächst - wenn du Texte von mir zitieren willst, geht das am einfachsten, wenn du [ quote ] und [ /quote ] (ohne die Leerzeichen) verwendest. Dann werden sie abgesetzt und man weiß, wo dein Text anfängt und wo das, was du zitierst, aufhört.

Beispiel:

Zitat
Das ist ein Zitat

Zum Inhalt:
Den Artikel - [3] J. Ginns (1986): The Genus Syzygospora; Mykologia 78(4): 619-636 - werde ich mir schnappen und durchlesen. Ich selber kannte das wirklich nur von Gymnopus - eine klare Bildungslücke.

Jetzt hoffen wir mal, dass Renate solche Deformationen da nochmal findet. Sieht wirklich verrückt aus.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: gefleckter Rübling mit Parasit
« Letzter Beitrag von Gerd am Gestern um 18:54 »
Hallo Christoph,

ich frische das Thema auf, da ich erst jetzt über diesen Beitrag gestolpert bin und ich mich seit Jahren für „missgebildete“ Pilzfruchtkörper interessiere. Ich habe deine Kommentare nummeriert schreibe meinen Senf direkt unter dein Zitat:

Zitat (1) das sieht superspannend aus.

-   Mich hat’s auch beim Anblick dieses von Renate gezeigten Bilds auch schier vom Hocker gehauen.

https://forum.pilze-bayern.de/index.php?action=dlattach;topic=1810.0;attach=19626;image

Der Befall erinnert sehr stark an eine „Tremelloide“ Missbildung des Fruchtkörpers, hervorgerufen durch den  Mykoparasit „(Syzygospora sp. =  Christiansenia sp.“). Mich stört nicht, dass die aktuelle Literatur (a) bei Agaricales –Befall nur Gallen auf Hut und/oder Stiel erwähnt, (b) auch ein derartiger Befall von „Rhodocollybia maculata“ nicht erwähnt.

- Bleibt abzuwarten, bis ein derartiger Fund sorgfältig „mikroskopiert“ wird. Das ist nicht einfach, da diese Mykoparasiten nur sehr dünne Layer auf dem Wirt bilden und intrahymenial zwischen den Hyphen des Wirts wachsen. Die bestimmungswichtige Elemente(z.B. Zygokonidien, Basidien (inkl.  Schnallen, Sporenanzahl), Haustorien) sind daher nach [4] nur schwer und eher zufällig zu finden.


-Zitat (2) An die Rüblingsgalle glaube ich nicht, zudem ich die nur von der Gattung Gymnopus, bzw. vom Waldfreundrüblingsaggregat kenne.

- Ich erweitere einmal deinen Kommentar:

Verantwortlich für eine „Tremelloide Missbildung“ (salopp, aber zu eng gesehen  "Rüblingsgalle" genannt) ist ein Mykoparasiten-Befall durch Syzygospora (= Christiansenia) spec., deren Arten nach meinen Recherchen bisher „weltweit“ nur auf folgenden Wirten nachgewiesen wurden:

- Ascocoryne sarcoides (Fleischroter Gallertbecherling)
---> Befall durch: Syzygospora sorana Hauerslev (1989)

Corticiaceae (Rindenpilzartige)

(a) Phanerochaete sordida (Cremefarbener Zystidenrindenschwamm)
---> Befall durch: Syzygospora pallida (Hauerslev) Ginns (1986)

(b) Leucogyrophana mollis
---> Befall durch: Syzygospora alba G.W. Martin (1937); Syzygospora mycophaga (M.P. Christ.) Hauerslev (1996)

(c) indet. (da wird auf zersetztes Holz hingewiesen)
---> Befall durch: Syzygospora nivalis C. J. Chen et al. (1998);

Flechten
---> Befall durch: Syzygospora bachmannii Diederich & M.S. Christ. (1996); S. parmeliicola Diederich & M.S. Christ. (1996); Syzygospora physciacearum Diederich,(1996)

- Gymnopus dryophilus s.l. (Waldfreund-Rübling),    
---> Befall durch: Syzygospora effibulata (Ginns & Sunhede) Ginns, (1986); S. mycetophila (Peck) Ginns (1986); S. tumefaciens (Ginns & Sunhede) Ginns (1986)

-Marasmius pallidocephalus, 3 Syzygospora-Arten
---> Befall durch: Syzygospora marasmoidea Ginns (1986); S. solida (Berthier) Ginns (1986); S. subsolida Ginns (1986)

- Polyporales (Androdia infirma)
---> Befall durch Syzygospora lapponica Miettinen & Kotiranta (2006)

- Rhodocollybia butyracea (Butter-Rübling), 2 Syzygospora-Arten
---> Befall durch: Syzygospora norvegica Ginns (1986); Syzygospora tumefaciens (Ginns & Sunhede) Ginns (1986)

- Veluticeps abietina = Columnocystis abietina (Blaugrauer Fichten-Schichtpilz
leg/det. LUSCHKA, N. (1993)
---> Befall durch: Syzygospora sp.; gleicht A. pallida. Es ist noch unklar, ob es sich um S. pallida oder eine unbeschriebene Syzygospora handelt.


Zitat (3) Hier ist der Wirt, wie du richtig schreibst, Rhodocollybia maculata.

- Richtig, ein Befall an „Rhodocollybia maculata“ wurde m.E. noch nicht beschrieben. Aber immerhin wurde ein Befall durch zwei Syzygospora sp. an „Rhodocollybia butyracea“ nachgewiesen. Und das stimmt mich optimistisch.

Zitat (4) Es kann vieles sein – sogar(4.1) ein Virus wäre möglich oder (4.2) ein genetischer Defekt. Falls es (4.3) ein parasitischer Pilz ist, sollte dieser ja irgendwann in den Verwachsungen, die er auslösen würde, Sporen produzieren. Falls es (4.2) ein genetischer Defekt wäre, müssten die Fruchtkörper des Myzels immer diese Verwachsungen zeigen.

- Wir sind uns einig, dass es sich bei diesem Fund eindeutig einen völlig untypischen Fruchtkörper (salopp „Missbildung“) handelt. Und „Pilz-Teratologen“ (die beschäftigen sich mit derartigen Missbildungen), wenn sie sich unsicher sind nennen die von dir genannten Ursachen (erweitere ich noch durch Bakterien-Befall).

Ich bewerte die Ursache etwas anders als du:

Zu 4.1: Na klar kann auch ein Virus (ich ergänze „Bakterium“) die Ursache sein. Ich kann mich damit allerdings nicht so recht anfreunden. Denn Mykoviren erzeugen nach [2] keine oder völlig andere Fruchtkörper-Deformierungen.

Zu (4.2): Dein Kommentar (zu Mutation) ist nicht vollständig und stimmt nur, wenn das Myzel befallen ist. Und das konnte man unter kontrollierten „Laborbedingungen“ auch zeigen. In der freien Natur sieht das etwas anders aus: Denn da sind meist nur einzelne Fruchtkörper geschädigt und im nächsten Jahr findet man meist an dieser Stelle keine geschädigte Fruchtkörper mehr.

Zu 4.3: Genau das favorisiere ich. Und ich wäre mehr als überrascht, wenn dies nicht die Ursache (Syzygospora-Befall) dieser „Missbildung“ wäre.
 

(5) Ich habe sowas jedenfalls noch nicht bei Gefleckten Rüblingen gesehen.  :o

- Es bleibt spannend:  Meine Literatur bringt keinen Hinweis auf eine derartige Deformierung  der Lamellen.
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-Zum Abschluss noch einen kleinen Überblick über Schadbilder an Hymenophoren:

(1) Abweichende Hymenophore: Hier werden Gabelungen, Anastomosen, Lamellen, Röhren gebildet, die man bei dieser Art nicht erwartet. Als Ursache werden Mutationen vermutet.

(2) Verhärtete, reduzierte Lamellen bei diversen Russulales, die durch den Befall eines Mykoparasiten (ein Ascomycet) "Hypomyces sp. = Peckiella sp." hervorgerufen wird. Auch als "Stein-Reizker s.l." bekannt

(3)  Zersetzung des Fruchtkörpers inkl. Hymenophor durch Befall von Hypomyces sp. wird salopp "Goldschimmel" bezeichnet.

(4) Gallenbildungen durch Insekten. Am bekanntesten sind die durch die Pilzfliege Agathomyia wankowiczi hervorgerufensn Zitzengallen an Ganoderma applanatum.

(5) Auch  Pleuroide oder Morchelloide Prolilifikationen  (Wucherungen) können zu ungewöhnlichen Hymenophor-Ausprägungen führen.

(6) Nicht zu vergessen: Wachstum unter Lichtabschluss zeigen u.A. ungewöhnliche Hymenophore.

(7) Fast hätte ich die Gattung "Tremella" vergessen, die allerdings das Hymenophor des Wirts auch nicht so verändert.

- Na ja, da habe ich sicher noch etwas vergessen. Sei's drum, da ich die gerade aufgezählten Möglichkeiten eh als unwahrscheinlich halte, da deren Befallsbilder einfach nicht zu der gezeigten Missbildung an Rhodocollybia maculata passen.
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- Ich lass mich jetzt überraschen und vermute, da wir bisher im Gruselforum
( https://www.pilzfotopage.de/Pilzforum/viewforum.php?f=34 ) keinen auch nur annähernd ähnlichen Befall hatten und auch meine Literatur sich dazu nicht äußert.

- Also schön abwarten, bis derartige Fruchtkörper erneut auftauchen.


Grüße Gerd

Literatur:
[1]Jülich (1984): Die Nichtblätterpilze, Gallertpilze und Bauchpilze; Kleine Kryptogamenflora Bd. IIb/1
[2] Michael - Hennig - Kreisel (1983): Handbuch der Pilzfreunde Bd. V: 56
[3] J. Ginns (1986): The Genus Syzygospora; Mykologia 78(4): 619-636
[4] T. Rödel (2006): Über zwei Funde  mykoparasitischer  Syzygospora-Arten  in Sachsen; Boletus Bd. 29, Heftb1:49-55
[5] E. Ulbrich (): Morchelloide und tremelloide Formen von Agaricaceen; Notizblatt des königl. bot. Gartens und Museums zu Berlin, Bd. 9: 999-1026
[6] G.W. MARTIN (1937): A new type of heterobasidiomycete; Journal of the Washington academy of sciences vol. 27, No. 3: 112- 114
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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Hias am Gestern um 17:55 »
Servus beinand,

die Glimmertintlinge habe ich in den letzten Jahren seltsamerweise gemieden ;D
So fehlen mir C. saccharinus und truncorum beide noch  >:(
Ich hab aber etliche micaceus-Aufsammlungen und deren Kaulozystiden sind sehr auffällig und stehen auch ordentlich dicht. Diese Art kann man ausschließen.

Von der Sporenform her würde ich bei Bernds Kollektion auch eher zu C. saccharinus tendieren.

Liebe Grüße
Hias
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Plattform für Pilzfreunde / Russularum Icones CD bzw. USB-Stick
« Letzter Beitrag von anatis am Gestern um 17:06 »
Liebe Pilzfreunde,

inzwischen ist für meine CD „Russularum Icones“ die Zeit der Suskription zu Ende gegangen. Nachdem alle Vorbesteller beliefert wurden, gibt es noch einige Restexemplare zum Preis von nun 35.- Euro. Auf Wunsch einiger Interessenten haben wir auch einen USB-Stick, Modell „Disc“ mit gleichem Inhalt in kleiner Auflage anfertigen lassen, der allerdings wegen der höheren Herstellungskosten etwas teurer ist (45.- Euro).

Für die Russula-Bestimmung in der nahenden Pilzsaison wünsche ich euch viel Spaß mit der CD bzw. dem USB-Stick. Solltet ihr den einen oder anderen Fehler in der Verlinkung finden, so wäre ich euch dankbar, wenn ihr uns diesen mitteilen würdet.

Mit freundlichen Mykogrüßen
Helga Marxmüller

P.S: Bestellung über anatis.verlag@gmail.com
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Expertenforum Mykologie / Re: Ophiocordyceps larvicola- neu für Bayern
« Letzter Beitrag von Rudi am Gestern um 12:46 »
Hier noch Mikrobildchen:
das erst zeigt die Eruption der Asci...

LG Rudi
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Expertenforum Mykologie / Ophiocordyceps larvicola- neu für Bayern
« Letzter Beitrag von Rudi am Gestern um 12:44 »
Servus miteinander,

Letzte Woche hat Christoph Wamser mit mir eine Kernkeule auf Raupe entdeckt (vgl. auch in der Plattform für Pilzfreunde unter Maipilze die Bilder).
Ich hab sie dann bestimmt als O.l.
Vorgestern waren wir nochmal an der Stelle beim Kloster Triefenstein südl. von Marktheidenfeld.
Tatsächlich hat Christoph wieder noch so ein Ding entdeckt, wie gewünscht auch mit 2 Stielen- einer davon war leider schon abgeknappert.
Was mir aufgefallen ist:
Nicht nur der Stiel ist außen rosa, wie in der Beschreibung steht, sondern auch das Stielfleisch ist genauso gefärbt.
Die sporen sind moniliform, auch schon in den Asci.
Wegen der Seltenheit bringe ich jetzt viele Fotos.
Nach pilze-deutschland und der Auskunft von Till ist es wohl ein Neufund für Bayern.

LG Rudi
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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Rudi am Gestern um 12:12 »
Servus Felli,

schau dir mal die sacharinus-Sporen bei Ludwig an. Der zeigt zumindest "submitriforme" Sporen.
Die schauen ziemlich ähnlich aus wie deine.

LG Rudi
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