Autor Thema: Poren  (Gelesen 4589 mal)

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dorle

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Antw: Poren
« Antwort #9 am: 1. März 2010, 20:00 »
Zitatnachreichung
Zitat
Aber wer hört schon auf mich, Hans (heul...............)


dorle

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Antw: Poren
« Antwort #8 am: 1. März 2010, 19:59 »
Zitat
ICH!!!!!!!!!!
Gruß Thomas.

Offline hans

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Antw: Poren
« Antwort #7 am: 1. März 2010, 16:47 »
Hatte ich auch gedacht Thomas, dass es vielleicht eine Übersetzungsunschärfe ist. Im französischen Original heißt es aber "composé", was im vorliegenden Zusammenhang eindeutig "zusammengesetzt" bedeutet. Christophs Interpretation ist sicher nichts entgegen zu setzen, auch wenn ich den Bon'schen Begriff unglücklich finde.

Aber wer hört schon auf mich, Hans (heul...............)



dorle

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Antw: Poren
« Antwort #6 am: 1. März 2010, 14:05 »
Hallo Christoph,
besten Dank. Das scheint`s zu sein. Ich hatte auch noch daran gedacht, dass im französischen Originaltext (der mir nicht vorliegt) ein Wort Verwendung gefunden hat, zu dem es kein identisches im Deutschen gibt. Kommt zwar extrem selten vor, ist aber nicht ausgeschlossen. Ist hier sicher nicht der Fall.
Übrigens habe ich genau darauf geachtet, was Marcel Bon beschreibt, nämlich die Poren, nicht die Röhren( beschreibt er natürlich auch, aber was meine Frage betraf ging`s um die Poren).
Dein Hinweis ist aber wichtig, zumindest erwische ich mich immer wieder, dass ich zu schnell oder zu unkonzentriert lese -bei mir besonders gefährlich bei Schlüsseln- und dann ist es schon passiert. Bei mir hilft da nur eiserne Disziplin, denn damit ich zum richtigen Ergebnis komme, muss ich jedes beschriebene Merkmal genau aufnehmen, vor allem weil die Beschreibungen notwendigerweise oft sehr komprimiert dargestellt sind.
bis dann
Thomas.


Offline Christoph

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Antw: Poren
« Antwort #5 am: 1. März 2010, 12:20 »
P.S.:
Bei Boletinus cavipes ist es ja wie folgt: Man erkennt mehr oder weniger durchgehende Längswände (wie Lamellen). Durch quer dazu etwas tiefer liegende Querwände werden eckige Röhren und damit auch Poren gebildet, wobei die Poren nicht auf einer Höhe begrenzt sind (unterschiedlich hohe Wände, die ein Loche von oben gesehen ergeben). Vielleicht ist das bereits "zusammengesetzt", weil nicht auf gleicher Höhe endend, sondern durch unterschiedliche Wände gebildet...

LG 
Christoph
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Christoph

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Antw: Poren
« Antwort #4 am: 1. März 2010, 12:17 »
Hallo Thomas und Hans,

man muss erstmal zwischen Poren und Röhren unterscheiden (@Hans). Poren sind nur die Öffnungen der Röhren, die Röhren hingegen das "längliche". Ist zwar selbstredend, aber der Sprachgebrauch ist ein wenig schlampig. So haben z.B. die Röhrlinge auch Poren und die Porlinge natürlich auch Röhren.

Früher hat man das halt so unterschieden: Bei "Röhrlingen" ist es eine Röhrenschicht, die ablösbar ist. Bei Porlingen hingegen sieht es aus, als würden die Röhren einfach ins feste Fleisch eingestanzt sein (Röhren nicht ablösbar)...

Der Begriffsfehler oder die Begriffsunschärfe ist bei den Röhrlingen heute noch zu finden. Manchmal liest man, dass Hexenröhrlinge rote Röhren haben, dabei sind die Röhren gelb und nur die Poren orange oder rot. Bei Chalciporus s.l. hingegen sind wirklich die Röhren rot (ja nach Art) und die Poren natürlich auch.

Aber zurück zu Thomas Frage...

Man sieht ja nur die Poren von außen, da man in die Röhre schlecht hineinsehen kann. Sind die Röhren polyedrisch (vieleckig), so sind es auch die Poren (normalerweise). Die Rlhre bedingt also meist die Pore.
Bei manchen Arten sind die Röhren etwas "unordentlich". Manchmal normal und abgeschlossen, manchmal doch geschlitzt geöffnet... Bis hin zu einer labyrinthartigen Struktur, bei der man eigentlich nicht mehr von Röhren sprechen kann (Schizopora als Beispiel).
Unter "zusammengestzt" würde ich mir allerdings ein anderes Phänomen vorstellen: Relativ große Poren, deren zugehörige Röhre aber dann wieder durch Längswände unterteilt ist. Also außen eine Pore, die dann wieder mehrere kleinere Poren enthält. Ich vermute, dass das gemeint ist.

Analog:
Schau dir mal den Stiel des Grubigen Weißtannenmilchlings (Lactarius intermedius) an (es gibt ja mittlerweile genügend Fotos online). Der hat die typischen wassergruben/-flecken. In diesen flachen Vertiefungen findest Du dann wieder weitere Vertiefungen (man könnte sagen, Krater in Kratern). Sprich: die Wassergruben / -flecken sind zusammengesetzt.

LG
Christoph
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dorle

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Antw: Poren
« Antwort #3 am: 1. März 2010, 12:01 »
Hallo Hans,
z.B. gleich auf Seite 32 "Gattung Boletinus, oder Seite 42 oben unter "Unterfamilie Xerocomoideae.....P meist weit oder zusammengesetzt...."
Grüsse
Thomas.
 

Offline hans

  • Beiträge: 248
Antw: Poren
« Antwort #2 am: 1. März 2010, 11:48 »
Grüß Dich Thomas,
offen gestanden, den Begriff habe ich noch nie gehört. Wo steht denn das im Bon? Meine Pilzlexika geben da auch nix her. Es gibt allerdings die Begriffe poroid und polyporoid, die jedoch de facto synonym gebraucht werden, zumindest im Englischen.
Vielleicht sollen zusammengesetzte Poren die Schichtstruktur mehrjähriger Porlinge bedeuten. Christoph hilf!
Rätselnd, Hans

dorle

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Poren
« Antwort #1 am: 1. März 2010, 10:45 »
Hallo zusammen,
was gibt es bei den Pilzen alles für Poren. Grob, rhombisch, unregelmäßig, eckig, rundlich, länglich, mittelgross, winzig, klein, gross, regelmäßig, in vielen Farben, bei Druck zum Teil verfärbend etc.
Jetzt bin ich bei: Bon Marcel, Pareys Buch der Pilze, Kosmos, 2005, auf den Begriff zusammengesetzte Poren -habe ich bisher immer so überlesen- gestossen. Trotz intensiver Überlegungen will mir mein Gehirn nicht mitteilen, wie das eigentlich aussieht. Ich kann mir zwar viele Arten von Poren vorstellen, ebenso viele zusammengesetzte Dinge, aber bei zusammengesetzten Poren "beißt`s" irgendwie aus.
Eventuell denke ich da auch zu sehr verwinkelt, aber was hilft`s. Ich brauche Eure Hilfe.
Wer kann mir die zusammengesetzten Poren näherbringen?
Beste Grüsse
Thomas.