Autor Thema: Fränkische Losung  (Gelesen 3807 mal)

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Offline Peter P.

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Re: Fränkische Losung
« Antwort #5 am: 2. Januar 2014, 18:16 »
Hallo Gabi und Interessierte,
das zweite Päckchen ist angekommen, mache mich erst 'mal mit der Stirnlampe zum Auspacken ins Freie.
Auf der ersten Sendung sind weitere 6 Arten dazugekommen, u. a. Sporormiella teretispora auf Hasenlosung, die eigenartigerweise hier in Südthüringen trotz Untersuchungen von 90 Aufsammlungen mit 76 Ascomycetenarten noch nie nachgewiesen werden konnte. In Sachsen ist die Art wiederum häufig.
Die Collage zeigt den in Südthüringen auf Platz 3 der "weichfleischigen" Ascomyceten liegenden Thelebolus stercoreus mit nur einem Schlauch und  1000-3000 Sporen. Auch in Nordbayern ist die Art gut verbreitet.
Gruß Peter P.
Freiheit ist, das sagen zu dürfen, was andere nicht hören wollen.
Anonymus

Offline gabikob

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Re: Fränkische Losung
« Antwort #4 am: 26. Dezember 2013, 20:19 »
Hallihallo,
Fungizide: Naja, es gibt wenig, was ich dem Forstbetrieb Nürnberg nicht zutraue...
Ich bleibe dran:
Biber trotz intensiver Suche weiter negativ, Reh alt und Wildschwein kirrungsfern liegen - zur weiteren Festigung meines Rufs in der Nachbarschaft - leicht belüftet vor meiner Haustüre.
Gruß
Gabriele

Offline Peter P.

  • Beiträge: 427
Re: Fränkische Losung
« Antwort #3 am: 26. Dezember 2013, 01:22 »
Nun ja,
da haben es manche noch einfacher, weil ihre Losungsproduzenten vor Ort sind, aber wie schon erwähnt sind Fleischfresser nichts für mich, obwohl es Mykologen gibt, die sich auch davor nicht scheuen und wenn man den wissenschaftlichen Namen einiger Arten auf das entsprechende Substrat bezieht, wie kommt man ansonsten auf z. B. Sordaria humana ?
Kurzum, die Losung von Reh, Wildschwein und Ziege hat noch nicht die Welt gebracht, 6 Arten bisher, einge sind im Kommen.
Asco-, Thele- und Trichobolusse, Ascozonus (Collage), Sporormiella minima und Coprinus (Coprinopsis) radiatus waren bisher nachzuweisen. Gegenüber gleichartiger Losung hier aus dem südthüringer Raum könnte man meinen, die Tiere in Mittelfranken hätten wohl Fungizide in ihrer Äsung. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.
Gruß Peter P.
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Anonymus

dorle

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Re: Fränkische Losung
« Antwort #2 am: 14. Dezember 2013, 11:46 »
Hallo zusammen,
vor langer Zeit hatte ich einen Artikel über "Losungen" gelesen. Leider weiß ich nicht mehr wo. Jedenfalls ging es um einen Pilzspezialisten für Losungen. Da er leider schwer krank wurde und dann im Rollstuhl sitzen musste konnte er nicht mehr in den Wald. Aber er hat nicht aufgegeben. Er ließ sich von Freunden und Jungs aus der Nachbarschaft Losungen bringen und hat nach entsprechender Behandlung die Pilze auf diesen bestimmt. Das hat mich beeindruckt und man sieht, dass die Beschäftigung mit Pilzen immer möglich ist.
Der  von Peter P. im vorherigen Artikel beigefügten Karikatur muss ich als Hundenarr das beigefügte Foto (siehe unten) entgegensetzen. Viel Freude damit.
Vielleicht können einige "Losungsspezialisten" hier im Forum einiges vorstellen. Ich denke das ist ein interessantes Gebiet, über das nicht besonders viel geschrieben wird.
Euch allen ein schönes Wochenende
Thomas

« Letzte Änderung: 14. Dezember 2013, 11:48 von Thomas »

Offline Peter P.

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Fränkische Losung
« Antwort #1 am: 12. Dezember 2013, 20:08 »
Hallo Gabi und Interessierte,
das war eine Überraschung. So verpackt hat die Tante früher die Nürnberger Lebkuchen nie ! Fuchs mußte ich leider gleich verwerfen, alles andere ist in den Feuchtkammern untergebracht und 'mal sehen, was sich da entwickelt. Solche Wildschweinlosung kennen wir hier in den Bergen überhaupt nicht, unsere besteht zu einem hohen Prozentsatz aus Sporen (meist Hirschtrüffel), die Wildschweine bei Euch scheinen ausschließlich Mais und ähnliches gefressen zu haben, so zumindest mein Eindruck nach einer ersten makroskopischen Sichtung. Der geneigte Leser wird jetzt die Nase rümpfen, aber in den fast 40 Jahren meiner PSV- Tätigkeit hatte das Sammelgut mancher "Pilzjäger" den penetranteren Geruch und auch das Aussehen mancher Ausbeute erinnerte an schon Verdautes. Und man sollte es kaum glauben: Einen Winzling auf Kuhfladen bei einer  Pilzwanderung zu zeigen gebiert garantiert (!) die Frage, ob man den essen kann, ernsthaft.
Mensch, Hund und Katz' lasse ich aber außen vor, da sind andere zuständig, siehe die Karikatur aus dem "Eulenspiegel" (Osttitanic). Vielleicht zeige ich hier 'mal ein paar Arten.
Gruß Peter P.

Hätte ich jetzt glatt vergessen: Im Internet gibt es keine Essensfreigaben !

« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 20:19 von Peter P. »
Freiheit ist, das sagen zu dürfen, was andere nicht hören wollen.
Anonymus