Autor Thema: Erbgut der Perigord-Trüffel wurde entziffert  (Gelesen 2922 mal)

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AK_CCM

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Antw: Erbgut der Perigord-Trüffel wurde entziffert
« Antwort #5 am: 31. März 2010, 09:16 »
Hallo Trüffelianer,

Zitat von: stern.de vom 29. März 2010, 18:02 Uhr
Das Forscherteam [...] untersuchte die Stoffe, die das besondere Aroma des bei Feinschmeckern sehr beliebten Pilzes ausmachen.

die Informationsplattform biotechnologie.de wird noch etwas genauer:

Zitat
Bei den Aromastoffen handelt es sich um schwefelhaltige Verbindungen und andere kleine Kohlenwasserstoffmoleküle, die vermutlich beim Abbau von Aminosäuren entstehen", erläutert Splivallo. Bisher vermuteten Forscher, dass im Trüffel eingeschlossene fremde Organismen für das Aroma verantwortlich sind. "Um diese Frage endgültig zu klären, müssen wir aber erst noch viele weitere der potenziell beteiligten Gene experimentell untersuchen", so Splivallo.

Gruß, Andreas

AK_CCM

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Antw: Erbgut der Perigord-Trüffel wurde entziffert
« Antwort #4 am: 30. März 2010, 12:58 »
Ups - habe nur "Périgord" in der Head und "Francis" bei den Autoren gelesen und habe dann zu schnell geschlussfolgert. Danke, dass Du mich drauf aufmerksam gemacht hast, sonst hätte ich nicht reingelesen.

Gruß, Andreas

Offline Christoph

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Antw: Erbgut der Perigord-Trüffel wurde entziffert
« Antwort #3 am: 30. März 2010, 12:55 »
Hallo Andreas,

warum Französisch? Der Nature-Artikel ist doch in Englisch geschrieben...

Danke für die Zusatzlinks!

LG
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

AK_CCM

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Antw: Erbgut der Perigord-Trüffel wurde entziffert
« Antwort #2 am: 30. März 2010, 12:51 »
Hallo Christoph,

leider kann ich kein Französisch, weshalb mir der Artikel in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature, auf dem sich der Spiegel-Online-Beitrag bezieht, verschlossen bleibt. Dafür habe ich noch eine News über den Artikel auf Stern Online mit einer interessanten Info über die Aromastoffe entdeckt:

Zitat von: stern.de vom 29. März 2010, 18:02 Uhr
Das Forscherteam, darunter auch der deutsche Wissenschaftler Richard Splivallo von der Universität Göttingen, untersuchte die Stoffe, die das besondere Aroma des bei Feinschmeckern sehr beliebten Pilzes ausmachen. Nach der ersten Analyse des Erbguts der auch als schwarzen Diamanten bezeichneten Delikatessen vermuten die Wissenschaftler, dass der Trüffel die meisten Stoffe, die sein unverkennbares Aroma ausmachen, selber produziere. Bisher hatten sie angenommen, dass in dem Speisepilz lebende fremde Organismen wie Bakterien oder Hefe die Geschmacksstoffe herstellen.

Der Duft und Geschmack - hängt beim Menschen meines Wissens ohnehin zusammen - ist also 100% Pilz.

Details über das Liebesleben der Trüffeln vermeldet ein Artikel auf den Internetseiten der Financial Times Deutschland:

Zitat
Bisher galt die Trüffel als asexuell. Nun zeigt sich, dass die Knolle, die der Pilz zur Vermehrung bildet, zwei verschiedene Geschlechter annehmen kann. Für Trüffelzüchter bedeutet das: Sie sollten Sporen beider Geschlechter in die Wurzeln des Wirtsbaums einpflanzen. Paaren sich die Pilze dann untereinander, entstehen neue genetische Kombinationen - und damit neue Vielfalt.

...und noch eine gute Nachricht für alle Feinschmecker:

Zitat
Die Trüffel, so zeigt das Erbgut, enthält weder Allergene noch Pilzgifte.

Gruß, Andreas

Offline Christoph

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Erbgut der Perigord-Trüffel wurde entziffert
« Antwort #1 am: 30. März 2010, 12:16 »
Hallo zusammen,

heute las ich dies in meiner Tageszeitung und habe daraufhin mal im Internet nachgelesen. Wissenschaftler haben das komplette Genom der Perigord-Trüffel (oder heißt es des Perigord-Trüffel?) entschlüsselt. Der erste Pilz, bei dem dies geschah, ist die Bierhefe, Saccharomyces cerevisiae. Ob es Zufall ist, dass man diesen Aufwand nur bei Arten betreibt, die von wirtschaftlichem Wert sind? Bei der Bierhefe hat man die Informationen unter anderem dazu genutzt, sie gentechnisch zu variieren. Warten wir ab, ob und wann wir die ersten "Gentrüffel" auf dem Markt finden.

Ich lasse mich überraschen  8).

Ach ja, der Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,686149,00.html

LG
Christoph
« Letzte Änderung: 30. März 2010, 12:38 von Christoph »
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)