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Rhizopogon roseolus-Aggregat

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Christoph:
Servus Doris,

bist du sicher, dass die Sporen wirklich mayloide Flecken zeigen? Durch das Reagens kollabiert das Zellplasma und verdichtet sich. Hast du nicht eventuell nur solch zusammengefallene Plasmabereiche als dunkler erkannt? Ich sehe keine blauschwarzen Flecken auf dem Foto... Kann aber am Foto liegen – du hattest ja den Eindruck live am Mikroskop.

Solle im Rh.-roseolus-Aggregat tatsächlich Amyloidie an den Sporenauftreten, wäre es ja noch komplizierter, als es eh schon ist.

Liebe Grüße,
Christoph

Pudelchen:
Hallo in die Runde.

eine weitere Rhizopogon kann ich hier vorstellen.
Zu Beginn war ich erst einmal davon überzeugt, dass es eine Rh. roseolus ist, weshalb ich Fundort und Fruchtkörper vor Ort nicht weiter dokumentiert hatte. Es war ein Mischwald bei Bamberg / Oberhaid bestehend aus Buchen, Fichten und Kiefern in der Nähe eines Bachlaufs. Der Fruchtkörper saß im Buchenlaub in unmittelbarer Nähe einer Kiefer.
Beim aufschneiden des sich auflösenden FK fiel ein kleiner weinroter Fleck auf.
Bei den Sporen meinte ich eine Abflaching zu erkennen, weshalb ich ein Präparat mit Melzers anfertigte. - Die Sporen bekamen deutliche dunkle Flecken.

Aufgrund dessen hätte ich diesen Fund nie als Rh. roseolus bestimmt.
Wegen der Ungewissheit hatte ich auch diesen Fund habe bei ALVALAB  sequenzieren lassen.
Ergebnis: 99.83% Rhizopogon roseolus DQ068964, R. graveolens f. pomaceus NR119470

Dies bedeutet: Auch bei frischen Sporen des Rh. roseolus-Aggregat können dunkle Flecken mit Melzers angezeigt werden.

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