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Hohenbuehelia cf. auriscalpium ?

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abeja:
Hallo allerseits,
heute im Wald trotz einigen, nicht sehr ergiebigen Regenfällen gähnende Pilzleere ... trotzdem gab es einen persönlichen Erstfund, der auch noch was Selteneres sein könnte.

Ich denke, Hohenbuehelia auriscalpium gefunden zu haben.

Fundort:
Hochrhein, feuchter Taleinschnitt auf ca. 440 m Höhenlage, Buchenmischwald auf Kalk mit eingestreuten Nadelbäumen,
auf bzw. neben finalmorschem Holz (würfelige Braunfäule) - ob Laubholz oder Nadelholz kann ich nicht sagen.
3 kleine weiße spatelförmige Pilze, einer deutlich auf sichtbarem Holz, 2 eher daneben, den "größten" Pilz habe ich fotografiert: 2 cm hoch und oben 1 cm breit.
Hut leicht faserig, Lamellen dichtstehend, untergemischt, herablaufend, nicht glattschneidig,
Stiel deutlich ausgeprägt, weißes Mycel zwischen den Holzfasern.
Fleisch weiß, dickliche Schicht unter Huthaut, Geruch kaum feststellbar, eventuell minimal "frisch"-mehlig
Geschmack deutlich bitter.  (Den Fruchtkörper habe ich mitgenommen.)

Ich stelle die Fotos hier mal ein, weil ich bei der Recherche auf ältere Funde und Forenbeiträge von Hias gestoßen bin, da geht es um sehr ähnliche Pilze und auch um die Frage auriscalpium oder abietina.
Da war auch der Geschmack bitter, obwohl die Pilze als mild beschrieben werden in der Literatur.

Dann habe ich ein Dokument von Oktober 2020 gefunden (Holec und Zehnalek)
"Taxonomy of Hohenbuehelia auriscalpium, H. abietina, H. josserandii, and one record of H. tremula":

Die Funde, die man bisher  H. auriscalpium oder abietina zugeordnet hat, sind molekulargenetisch nicht zu trennen.

--- Zitat ---The recently published conclusion that H. auriscalpium and H. abietina are conspecific was confirmed. The species grows on wood of deciduous trees as well as conifers. The thickness of the gelatinous pileus layer and the presence or absence of pileocystidia proved to be taxonomically irrelevant....
M a c r o c h a r a c t e r s. There is no difference in basidiomata size and shape between collections from conifers and Fagus (Tab. 2). In both cases the basidiomata can be both pale, small, slender, spathuliform and, on the other hand, darker, larger, thicker, and flabelliform with a lobate margin. Principally, the basidiomata change during ontogeny, being pale and glabrous to finely white tomentose when young and becoming darker and more tomentose to white tomentose-squamulose at maturity
--- Ende Zitat ---

VG abeja

Bilder vom Holz (Pilze daneben, bzw. schon entnommen), am Ort war es extrem dunkel ("grünes Licht"), daher später mit LED, bzw. noch später im Sonnenlicht fotografiert.


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