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Peziza-Frage

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abeja:
Hallo Rika,
ich glaube, bei den Porlingen ist es so, dass sich ab einem gewissen Zeitpunkt nur einige zur vollen Größe entwickeln und die restlichen etwas "mickern" . So habe ich das jedenfalls schon mal gesehen.

VG abeja

UmUlmHerum:
Hi Bernd,

die Funde von den Fotos sind alle vom Hochsträß, wie die heutigen auch  ;D. Die Hallis waren echt krass!

Und Du hast jetzt also auch (wieder?!) solche Peziza-Asci gefunden, die nicht so richtig reagieren wollen wie sie eigentlich sollten. Der Gestielte (letztes Bild der P. arv.-Serie von vorgestern) hatte immerhin sich "korrekt verhaltende" Asci, sonst wäre ich da auch ins Schleudern gekommen – siehe erstes Foto.

Aber ich kann Euch noch was Monströses zeigen – ein oder 20 Schuppige Porlinge, wie man´s nimmt. Erinnert an ein Multi-Kuheuter. Einmal am 19.5.22 fotografiert, dann am 6.6.22  – das "Ding" hat tatsächlich ungefähr 7 Hüte entwickeln können, und wurde nicht vorher von den Schnecken komplet vernichtet. Schuppige Porlinge können natürlich riesengroß werden, schon klar, aber wenn die Schnecken nicht dran gewesen wären – ein "Büschel" mit 20 Hüten?

Viele Grüße – Rika

Felli:
Servus Rika,
du solltest nicht in der Nähe von Grundremmingen Hallimasche sammeln :o ;D

Ich war ebenfalls nicht untätig und hab auch ein paar Becher entdeckt.
Da sieht man ausser der Größe (2-5 cm) auch noch die extremen Farbunterschiede.
Gewachsen sind sie auf Sägespäne und Holz.

Ansonsten war so gut wie nichts im Wald trotz teils extremer Nässe

Grüße
Felli

UmUlmHerum:
Servus Bernd,

gleich vorne weg: ich nehme das mit dem erweiteren Artkonzept an! Merci für Deine geduldige Beratung!

Zu den Zusammengeklappten noch eine Bemerkung: wenn ich aus der Umfangslänge des Größten einen Kreis ausrechne, dann hätte der auch nur um die 3,5 ... 4 cm Durchmesser.

Die Ansammlung von den rund 50 Bechern zog sich schon über 10 ... 15 m entlang der Rückegasse hin + noch um die 5 m nebendran, also nicht alle "auf einem Haufen". 

Jetzt noch ein paar Beispiele, wie Buchenwald-Becherlinge (für mich) "normal" aussehen – der Zusammengeklappte war gute 8 cm "lang", zum Schluss der Peziza-Serie noch ein Bild mit (für mich) total abweichender Form (extrem gestielt), den ich aber mikroskopisch eindeutig zuordnen konnte – ebenfalls eine Erweiterung meines Artkonzepts.

Und dann noch ein Widerspruch mit Fotobeweis zu Deiner Hallimasch-These – das war nicht nur einer ;D

Heute war ich extra in meinem "Peziza-Wald", wo ich jahrelang immer massenhaft P. arvernensis gefunden habe: Null & nix! Stellenweise war es sogar richtig bodenfeucht, auf das Totholz konnten man sich nicht draufsetzen, das hätte eine nasse Hose gegeben. Aber außer 2 angetrockneten Rettich-Helmlingen und einem frischen Rehbraunen Dachpilz war absolut nichts frisches Pilziges zu finden, nicht mal Myxos. 

Viele Grüße – Rika

Felli:
Servus Rika,
eine Größe von bis zu 6 cm und die zusammengeklappten Fruchtkörper sind doch typisch für P. arvernensis.
Selbst ein Stielchen ist nicht ungewöhnlich s. Abb. in PDS
Das kommt im übrigen bei vielen Pezizen vor, dass sie Stiele ausbilden ( obwohl sie es nicht dürften).
Die apikulate Blaufärbung ist auch vorhanden.

Also den Arbeitsnamen brauchst auf gar keinen Fall ändern und was das Artkonzept angeht 
evtl. ein kleinwenig erweitern  ;)

Nochmals zur  Größe:
Wasser allein ist nicht ausschlaggebend dafür. Es müssen auch genügend Nährstoffe vorhanden sein.
Vielleicht liegt es auch an der Wuchsgeschwindigkeit oder am Wurmbefall- wer weiß das schon- ::)

Ausserdem es ist ja oft so, dass bei einer großen Kollektion eines Mycels die einzelnen Individuen nicht die absolute Größe erreichen;
es gibt ja auch den umgekehrten Fall, dass ein Mycel nur ein Fruchtkörper hervor bringt,
der dann aber alles in den Schatten stellt, zB. beim Hallimasch

Grüße
Felli

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