Autor Thema: Resupinater Porling  (Gelesen 10266 mal)

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AK_CCM

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #28 am: 6. März 2009, 14:48 »
Hallo Rudi,

danke für die Aufklärung - spannend wie ein Krimi.

Gruß, Andreas

Offline Rudi

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #27 am: 6. März 2009, 14:40 »
Hallo hefori,

die Trennlinie gibts tatsächlich!
Ich sollte demnächst mal darauf achten ::)

LG Rudi
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Offline hefori

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #26 am: 6. März 2009, 09:52 »
Guten Morgen!
Ein gutes Merkmal fürs unbewaffnete Auge ist nicht erwähnt worden: die dunkle Trennlinie zwischen Context und Röhrenschicht. Das hätte das Ratespiel leicht gemacht. Ist die vorhanden? Bei H. Jahn: Mitteleuropäische Porlinge; Westf. Pilzbriefe Bd. IV, 1963 in Bild 53, Seite 131 schön zu sehen. Bei Porlingen ist ja der Schnitt durch den Fruchtkörper unerläßlich.
Beste Grüße, Hefori
Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man läßt. W.Busch

Offline Ingo W

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #25 am: 6. März 2009, 00:39 »
Hallo!

Zitat
Spät kommt die Auflösung, dafür ist sie überraschend, zumindest für mich:
Dankenswerterweise hat Harald Ostrow das Schwammerl seziert und ist zu folgendem Schluß gekommen:
Bjaerkandera fumosa, Graugelber Rauchporling...

Ei, ist das nicht der Wahnsinn? Da wäre doch nie einer draufgekommen!
Rudi, das nächste Mal suchst du dir aber typischere Fruchtkörper, ja?

VG Ingo W
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Offline Rudi

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #24 am: 5. März 2009, 20:37 »
Spät kommt die Auflösung, dafür ist sie überraschend, zumindest für mich:
Dankenswerterweise hat Harald Ostrow das Schwammerl seziert und ist zu folgendem Schluß gekommen:
Bjaerkandera fumosa, Graugelber Rauchporling...

Gut, daß Ingo skeptisch geblieben ist!
Danke allen für die Diskussion!

LG Rudi
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Offline Christoph

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #23 am: 3. Februar 2009, 20:00 »
Servus Rudi,

hm... Hutkanten bei Ceriporiopsis wären mir neu. Insofern gebe ich Ingo Recht und relativiere das Ergebnis ein bisserl, wobei mir im Moment nicht viel einfällt. Schizopora hätte einerseits die typischen Hyphodontia-Sporen (breitelliptisch mit Tropfen) und sollte auch Skeletthyphen haben (gut, Schizopora radula hat nur skelettisierte Hyphen), welche Du nicht finden konntest. Eventuell muss man nochmal von vorne beginnen und die Mikromerkmale erst komplett herausarbeiten... Oder es ist ne Ceriporiopsis, die das Bestimmungsbuch nicht kennt und sich nicht geniert, mal ganz abgehoben zu sein (hutkantentechnisch).

LG
Christoph
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Offline Rudi

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #22 am: 3. Februar 2009, 16:22 »
hier ein suboptimales Bild vom Hütchen- war etwa 2-3cm breit
LG Rudi
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Offline Rudi

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #21 am: 3. Februar 2009, 16:14 »
http://www.pilzepilze.de/cgi-bin/webbbs/pconfig.pl?noframes;read=152724

Hallo Ingo,

da hast du mich gleich doppelt erwischt.
Ich hatte damals irgendwie deine Schizopora f. überlesen und nicht zur eigentlichen Junghuhnia nitida korrigiert- Fund war an Schwarzkiefer.
S.f. habe ich wohl schon öfter gesehen, vermute ich mal, aber noch nie sicher bestimmt...
Vielleicht komme ich Dank deiner Hinweise auch mal zu dieser Art.
Die Sporen von S.f. sollen aber wohl anders aussehen nicht ellipsoid, sondern subglobos bis breit elliptisch und kleiner sein (unter 5y).
Aber ich schick bald noch ein Bild vom Hütchenspiel...

LG Rudi
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Offline Ingo W

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #20 am: 3. Februar 2009, 00:21 »
Hallo Christoph!

Auf dem Bild sehe ich´s auch nicht, aber Rudi schreibt´s.

...... Mein Schwammerl ist ziemlich knubbelig und hat teilweise gar kleine Hütchen( da hammers jetzt) bis 2,5cm.

LG Rudi

VG Ingo W
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Offline Christoph

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #19 am: 2. Februar 2009, 23:09 »
Hallo Ingo...

Zitat
Gut, bleibt immer noch die Hutbildung (können das die Ceriporia sl.-Arten?) und das, was ich auf dem Mikrobild als kopfige Hyphenenden interpretiere.

Hm, Hutbildung konnte ich ehrlich gesagt an den Fotos nicht ersehen. Hutkanten bei Ceriporiopsis kenne ich nicht (Ceriporia ist ne andere Baustelle als Ceriporiopsis - letztere Gattung ist müsste eher mit Skeletocutis verwandt sein, während Ceriporia eigentlich was cyphelloides mit Sammelfruchtkörpern ist), sehe ich aber auch nicht unbedingt.

Kopfige Enden? War nicht so deutlich zu sehen, aber ich schaue mir die Mikrobilder bei Gelegenheit nochmal genauer an (stecke nur gerade zu tief in meiner Arbeit...)

______________________

Hallo Heinz,

schön, Dich hier virtuell zu treffen und danke für dieses ganz typische Foto! Ich hoffe, wir sehen uns wieder in St. Oswald  :)


LG (an die ganze Runde)
Christoph
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Offline Ingo W

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #18 am: 2. Februar 2009, 19:37 »
Hallo Rudi!

[/quote]
Da kann ich mich jetzt grad nicht erinnern- vielleicht liegts an meinem Alter...
LG Rudi
[/quote]

Vielleicht.
Geht mir aber auch nicht anders. Wenn ich alles das behalten würde, was mir schon mal jemand erklärt hat, wäre ich womöglich richtig schlau.

http://www.pilzepilze.de/cgi-bin/webbbs/pconfig.pl?noframes;read=152724

VG Ingo W
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Offline Rudi

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #17 am: 2. Februar 2009, 19:10 »
Eigentlich glaube ich mich zu erinnern, dass du mal ein Rätsel eingestellt hast, bei dem du genau diese Schizopoa-Art als Lösung hast gelten lassen.

Hallo Ingo

Da kann ich mich jetzt grad nicht erinnern- vielleicht liegts an meinem Alter...

LG Rudi
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Offline Ingo W

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #16 am: 2. Februar 2009, 17:06 »
Hallo Rudi!

Auf dem neuen Bild sind ja die großporigen Bereiche, die ich für Ceriporia/Ceriporiopsis vermisst habe!
Gut, bleibt immer noch die Hutbildung (können das die Ceriporia sl.-Arten?) und das, was ich auf dem Mikrobild als kopfige Hyphenenden interpretiere.

Eigentlich glaube ich mich zu erinnern, dass du mal ein Rätsel eingestellt hast, bei dem du genau diese Schizopoa-Art als Lösung hast gelten lassen.

VG Ingo W

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Offline Rudi

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #15 am: 2. Februar 2009, 15:26 »
Hallo zusammen!

Christoph hat neulich im pilzepilze-Forum eingeladen, hier vorbeizuschauen, und da ich überall, wo man was über Pilze lernen kann, meinen Rüssel reinhänge, bin ich jetzt da.
wunderbar!
Allerdings müsst ihr mit halbwegs hochdeutscher Schreibweise zurechtkommen, das bayerische liegt mir nicht ganz so.
Ich galub, ich kanns so notdürftig übersetzen;=))
Und weil ich bekennender Skeptiker bin, mich aber gleichzeitig leidenschaftlich gern mit den makroskopischen Eigenschaften von Pilzen beschäftige, mal noch folgende Gedanken:

@Rudi: schade, dass man den Pilz nicht größer sehen kann!

ich versuch, nachzubessern

Nachdem Rudi mit LG grüßt, denke ich mal,  dass Rindenpilze nicht sein Haupthema sind. Vielleicht hat er ja mit der Beurteilung der mono- und dimitischen Struturen die gleichen Probleme wie ich?

Ich vermute mal, daß meine Probleme eher größer sind...

LG Rudi
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Offline Ingo W

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Re: Resupinater Porling
« Antwort #14 am: 2. Februar 2009, 13:29 »
Hallo zusammen!

Christoph hat neulich im pilzepilze-Forum eingeladen, hier vorbeizuschauen, und da ich überall, wo man was über Pilze lernen kann, meinen Rüssel reinhänge, bin ich jetzt da.
Allerdings müsst ihr mit halbwegs hochdeutscher Schreibweise zurechtkommen, das bayerische liegt mir nicht ganz so.

Und weil ich bekennender Skeptiker bin, mich aber gleichzeitig leidenschaftlich gern mit den makroskopischen Eigenschaften von Pilzen beschäftige, mal noch folgende Gedanken:

@Rudi: schade, dass man den Pilz nicht größer sehen kann!

Nachdem, was man sieht, fällt mir zuerst die Junghuhnia ein, weil auf recht großer Fläche recht gleichmäßig feinporig, ohne das man die für Ceriporia/Ceriporiopsis üblichen "großwabigen" Bereiche sieht. Außerdem in der Größe immer noch orange?

Da die Junghuhnia aber aufgrund der nicht vorhandenen, gut sichtbaren Zystiden ausgeschlossen werden kann, würde ich also erst mal an den Doppelgänger denken: Schizopora flavida. Feinporigkeit passt, Farbe passt, Hütchenbildung passt, Sporenform passt, auffällig kopfige Hyphenenden der generativen Hyphen passt (Mikrobild), Sporengröße müsste man aber wahrscheinlich genauso dehnbar auslegen wie bei resinascens.

Substrat ist eher suboptimal, aber möglich.

Nachdem Rudi mit LG grüßt, denke ich mal, dass ich ihn aus anderen Foren kenne und weiß aus seinen Einstellungen, dass Rindenpilze nicht sein Haupthema sind. Vielleicht hat er ja mit der Beurteilung der mono- und dimitischen Struturen die gleichen Probleme wie ich?

So, jetzt überzeugt mich vom Gegenteil!

VG Ingo W
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