Autor Thema: Pilzbestimmung für Frischling  (Gelesen 2979 mal)

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Offline Christoph

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Re: Pilzbestimmung für Frischling
« Antwort #6 am: 4. Oktober 2010, 21:31 »
Hi Dieselwiesel,

Birkenporlinge werden übrigen von Einigen als Magenheilmittel geschätzt. Sie nehmen frische Borkenporlinge und brühen sich den als Tee auf. Ich finde den Tee zwar scheußlich bitter (habe ihn mal aus Neugierde probiert), aber wenn's helfen soll... Soll gut gegen Magengeschwüre sein. Ötzi hatte den Pilz auch schon mit dabei gehabt.

LG
Christoph
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Dieselwiesel

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Re: Pilzbestimmung für Frischling
« Antwort #5 am: 21. September 2010, 12:05 »
ich hab gestern noch was ganz schönes gefunden-
einen riesigen birkenporling der eine tote birke verzehrt.-
sieht man auch nicht alle tage.

Offline Christoph

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Re: Pilzbestimmung für Frischling
« Antwort #4 am: 20. September 2010, 22:14 »
Der Gallentäubling fällt weg, da dieser nicht so deutlich zum Hut kontrasierende, weiße Lamellen besitzt. Hier ist alles mehr oder weniger Ton in Ton.

Und ja, der Ockertäubling schmeckt ungefähr so gut oder schlecht wie der Fichtenreizker. Jedenfalls meiner Meinung nach...

LG
Christoph
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Offline Dieselwiesel

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Re: Pilzbestimmung für Frischling
« Antwort #3 am: 20. September 2010, 15:31 »
Aha, ja dann mal herzlichen Dank!
den Stil hatte ich natürlich mit rausgedreht, aber der ist so spröde das er mir schon beim hochheben abgebrochen ist.
Jetzt hab ich weiter gesucht- demnach könnte es auch ein Gallentäubling sein- ok, das findet man heraus wenn man ein kleines Stück probiert.
Aber wenn ich das richtig lese wäre auch der Ockertäubling kein wirklich guter Speisepilz.
Also lasse ich sie im Wald  :)

Offline Christoph

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Re: Pilzbestimmung für Frischling
« Antwort #2 am: 20. September 2010, 11:25 »
Na dann erstmal herzlich willkommen bei uns im Forum  :)

Bei dem abgebildeten Pilz handelt es sich um einen Täubling. Insofern ist die Umschreibung "Milchling ohne Milch" gar nicht unpassend. Die Lamellen müssten auch leicht brechen.

Leider fehlt die Stielbasis. Unbekannte Arten sollten immer komplett mitgenommen werden, da auch und insbesondere die Stielbasis einige wertvolle Merkmale liefert.

Der Pilz sieht wie ein Ockertäubling aus (Russula ochroleuca). Die weißen Lamellen, der weiße Stiel im Kontrast zu dem ockergelben Hut passt sehr gut dafür. An der Stielbasis müsste der Ockerton desd Hutes wieder auftauchen, was man hier natürlich nicht sehen kann. Bei alten Exemplaren wird der Stiel gerne verwässert schmutzig grau. Der Ockertäubling kommt zurzeit in großen Mengen aus dem Boden geschossen.

Liebe Grüße
Christoph
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Offline Dieselwiesel

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Pilzbestimmung für Frischling
« Antwort #1 am: 18. September 2010, 10:12 »
Hallo, ich möchte mich mal kurz vorstellen weil ich neu hier im Forum bin-
also ich bin 28, komme aus Ingolstadt und laufe in meiner freizeit sehr gerne und sehr oft durch den Wald.
An sich kenne ich mich in der Natur schon gut aus, wären da nicht diese netten kleinen Gewächste die es jetzt geradezu aus dem Boden schießt :-)
Mein Gebiet ist ein leicht sumpfiger, feuchter Mischwald, kalkhaltige Böden.
Seit Tagen Blättere ich im Netz und in Büchern, aber ich finde keine passende Besschreibung über diesen Pilz.
Ich dachte es wäre ein echter Reizker, aber er hat keinen Saft an bruchstellen.
Der Stil ist sehr Fleischig (wie ein Apfel) und bricht sehr leicht.
Sie wachsen immer in größeren Gruppen.
Mein Bild ist von einem Jungen exemplar, wenn sie alt werden, biegen sie sich stark hoch- also höchstwahrscheinlich ein Trichterling. Er riecht sehr frisch und angenehm. Man möchte direkt reinbeißen  :)
Was ist es genau??