Autor Thema: Bestimmungshilfe: Spongiporus?  (Gelesen 2134 mal)

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Offline Fredy

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Re: Bestimmungshilfe: Spongiporus?
« Antwort #4 am: 7. Oktober 2010, 21:59 »
Hallo Christoph!

Tja, da sitzt er nun auf seinem Buchenstamm... ganz alleine... weit und breit ist kein Artgenosse in Sicht...!
Er scheint ein Einzelgänger und sehr individuell in seinen Angewohnheiten... Ich werde ihn im Auge behalten ;) !

Viele Grüße,

Fredy

Offline Christoph

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Re: Bestimmungshilfe: Spongiporus?
« Antwort #3 am: 7. Oktober 2010, 19:15 »
Hallo Fredy,

ich denke, Du hast Recht mit Deiner Vermutung. Das sieht sehr nach einem jungen Rotrandporling aus. Er müsste auch säuerlich riechen.  ;)

LG
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Fredy

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Re: Bestimmungshilfe: Spongiporus?
« Antwort #2 am: 7. Oktober 2010, 10:01 »
Guten Morgen liebe Pilzfreunde!

Die Anzahl der Antworten zeigt mir, dass sich mein "Camembert-Pilz" wohl noch besser getarnt hat, als ich befürchtet habe  :D !

Der Arbeitstitel "Spongiporus" ist natürlich längst vom Tisch: Nachdem ich in der Zwischenzeit selbst ein paar Saftporlinge in Händen hatte ist mir der Bestimmungsversuch eigentlich eher peinlich, denn die Konsistenz des gezeigten Pilzes ist zwar nicht knochenhart, aber von der Schwammigkeit eines Saftporlings meilenweit entfernt...

Erste Überlegungen nach einem Post an anderer Stelle gingen (für mich durchaus nachvollziehbar) in Richtung eines mit allen Tricks arbeitenden Rotrandigen Baumschwammes (Fomitopsis pinicola).

Nachdem nun schon wieder 2 Monate vergangen sind, habe ich mich nochmals zu meinem "Camembert-Pilz" begeben, um neue Fotos zu machen und um etwaige Veränderungen zu dokumentieren.

Leider (?) hat sich nicht allzu viel getan (siehe Foto):

Es sind lediglich besonders auf der Oberfläche wesentlich mehr durchschimmernde gelb-ockerliche Töne zu erkennen, aber ob das nun ein weiterer Hinweis beispielsweise in Richtung Fomitopsis pinicola sein mag?

Die restlichen Ansichten waren sozusagen unverändert, die Schnittstelle ist bereits wieder weiß zugewachsen.

Kommt Ihr damit ein Stück weiter?

Gruß,

Fredy


Offline Fredy

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Bestimmungshilfe: Spongiporus?
« Antwort #1 am: 13. August 2010, 02:01 »
Guten Tag liebe Pilzfreunde!

In einem Mischwald (in diesem Teilstück bestehend aus Buche, Fichte, Tanne und Kiefer, Höhe 550 m ü. M.) habe ich auf einem liegenden, relativ schlanken Buchenstamm (Totholz) in 12-Uhr-Position einen solitären weissen Pilz gefunden.
Meine Vermutungen bewegen sich in Richtung Spongiporus, obwohl mir die Kombination der Merkmale und auch das etwas "klotzige" Aussehen nicht ganz passend zu den mir vorliegenden Arten zu sein scheinen.

Ich habe ihn bereits am Tag bevor diese Bilder entstanden entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt waren noch viele Guttationstropfen auf ihm zu sehen, die am Tag danach (leider) wieder verschwunden waren.

Seine Form erinnert an ein Rechteck mit einer Länge von 11 cm, einer Breite zwischen 3 und 4 cm und einer Höhe von 4 bis 6 cm.

Der Pilz ist reinweiss, an den Zuwachskanten etwas dunkler. Deutlich sind gelbe Tönen besonders im Bereich der Poren zu erkennen, aber auch an kleineren Stellen der Oberseite, wobei der Pilz auf Druck an keiner Stelle gilbt!
Seine Konsistenz ist wie Hartgummi, eine Kostprobe war nicht zu zerbeissen.
Der Geschmack erwies sich nach einiger Zeit als leicht aber langanhaltend bitter.
Sein Geruch ist sehr angenehm, doch lässt sich keine besondere Richtung erkennen.

Die Bilder zeigen Gesamtansichten des Fruchtkörpers, eine größere Ansicht der Frontseite, eine Détailaufnahme der Poren, eine Aufnahme der "Rückseite" (gibt es bei Pilzen "Rückseiten"?) sowie eine Seitenansicht mit einem dort angebrachten Schnitt.                       

Wer weiß, um was für eine Art es sich handelt?

Viele Grüße aus Südbaden,

Fredy