Autor Thema: Agrocybe vervacti - wirklich so selten?  (Gelesen 2214 mal)

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AK_CCM

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Re: Agrocybe vervacti - wirklich so selten?
« Antwort #2 am: 4. Juni 2010, 16:43 »
Servus Werner,

schene Buidln!

Habe die Art bis dato noch nicht gefunden, werde aber die Augen weiter offen halten.

Gruß, Andi

Offline Werner E.

  • Beiträge: 852
Agrocybe vervacti - wirklich so selten?
« Antwort #1 am: 4. Juni 2010, 15:29 »
Servus beinand',

ich möchte hier einen Ackerling vorstellen, der bei mir vor der Haustür in mehreren gleichgearteten Grünanlagen wächst.
Die Rasen werden regelmäßig gemäht (ab Mitte Mai sicher alle 2 Wochen), wobei das Mähgut liegen bleibt.
Es handelt sich sicher nicht um Trockenrasen, als Fettwiesen würd' ich sie aber auch nicht bezeichnen.
Die rel. kleinen Grünflächen zwischen Gehweg und Wohnblöcken sind rel. schattig, weil wg. der Häuser nur zeitweise sonnenbeschienen.
In denselben Rasen wachsen noch andere Ackerlinge und Wiesenpilze, wie z.B. A. semiorbicularis (= A. pediades?), A. dura, Hygrocybe conica , Stropharia coronilla, Marasmius oreades u. M. currei.
Agrocybe vervacti ist durch seine bis ca. 4cm großen orange-ockeren bis orange-braunen kaum hygrophanen Hüte ziemlich auffällig, und durch das Fehlen eines Ringes auch kaum mit ähnlichen Arten zu verwechseln.
Andere Ackerlinge haben andere Hutfarben und/oder einen beringten Stiel, auch Stropharia coronilla viel dunklere Lamellen + beringten Stiel.
Mikroskopisch sind die rel. kleinen Sporen mit kaum erkennbarem Keimporus und die leicht kopfigen Zystiden bestimmend.

Von A. vervacti wird so gut wie nie berichtet, ist sie echt so selten ?

Auffallend ist die frühe Erscheinungszeit.
A. vervacti fruktifiziert bei mir nur im Juni und Juli, da allerdings sehr gesellig in vielen Fruchtkörpern.

Gruaß aus München, Werner