Autor Thema: Lücken schließen  (Gelesen 4033 mal)

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Offline Christoph

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« Antwort #5 am: 20. März 2010, 09:42 »
Servus Jürgen,

molto bene! Hatte nur nachgefragt, weil das Thema ja schon etwas älter war. Zu Chlorociboria kann ich so aus dem Stegreif leider wenig sagen, da ich bislang mehr dem Grünton denn der Holzkonsitenz Aufmerksamkeit widmete. Ich werde aber sukzessive meine Literatur wälzen und schauen, ob sich was finden lässt (auch bezüglich der anderen Arten).

LG
Christoph
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Der Juergen

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« Antwort #4 am: 19. März 2010, 00:57 »
Hallo Christoph,

wunderbar! Ist nicht obsolet, ich hatte Deine Antwort nur jetzt erst gelesen. Was für einen Fäuletyp würdest Du Chlorociboria zuordnen - nach meinem Gefühl (Beobachtungen) könnte das  eine art "moderate" Weißfäule sein - oder ist das schon eine Moderfäule?

Grüßle
Juergen

Offline Christoph

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« Antwort #3 am: 17. März 2010, 15:32 »
Hallo Jürgen,

gehe ich richtig davon aus, dass die Anfrage mittlerweile obsolet ist? Oder macht es Sinn, dass ich hier ein bisserl weiterrecherchiere?!

LG
Christoph
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Offline Christoph

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« Antwort #2 am: 8. März 2010, 15:56 »
Hallo Jürgen,

das Posting hatte ich letztes Jahr glatt übersehen (war im Sommer im Bayerischen Wald und zumeist offline).

In den "European Polypores" von Ryvarden & Gilbertson (2 Bände) findest Du die Fäulnistypen zu allen europäischen Porlingen. Das ist dann auch entsprechend zitierfähig. So auch der "Ptychogaster", also die Nebenfruchtform von Oligoporus ptychogaster. Die ganze Gattung Oligoporus idt braunfäuleerregend während beispielsweise Tyromyces Weißfäule erzeugt.

Ansonsten erstmal kurz:
Alle Boletales sind prinzipiell Braunfäulepilze, so auch Tapinella atrotomensota (ist kein Paxillus!), nach der Du fragst.

Alle Russulales s.l. sind prinzipiell Weißfäulepilze, also auch Peniophora, Gloeocystidiellum, Hericium, Lentinellus (nach dem Du gefragt hast), Bondarzwewia usw.

Jetzt weiß ich nicht, ob der Thread überhaupt noch aktuell ist...

Ascomyzeten haben oft einen eigenen Fäulnistyp: die Moderfäule. Hierzu gehört m.W. auch Ascocoryne (jedenfalls die holzbewohnenden Arten) und Ombrophila pura. Nectria kann man sicher nicht generell sagen, da in der Gattung Pilzparasiten auftreten, die also keinen Fäulnistyp haben. Bisporella ist durchgehend(?) pilzparasitisch. Es kann also sein, dass keine holzabbauenden Enzyme vorhanden sind.

Die Überlegung mit Streuzersetzern anstatt Holz macht Sinn, aber auch hier kannst Du Braun- von Weißfäule trennen. Man kann es teils auch sehen (z.B. blasse, verklebte Blätter bei Gymnopus - Weißfäule).

Soweit erstmal in Kürze. ^^

LG
Christoph
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Offline Der Juergen

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« Antwort #1 am: 1. August 2009, 10:42 »
Hallo zusammen,

ich bin mal so dreist und stelle mal hier eine Liste mit Holzssaprobionten ein, von denen ich noch die Art der Holzzersetzung (Weiß-/Braunfäule) brauche (-für meine Datenbank). Meine Literatur gibt da nichts mehr her. Vielleicht ist auch die ein oder andere Species eher ein Bodensapriobiont, der Holz als "Matrix" nutzt (Mycena spec.).

Grüßle
Juergen

Abortiporus biennis
Aleurodiscus amorphus
Ascocoryne aggr.
Baeospora
Bisporella citrina
Bulgaria inquinans
Bulbillomyces farinosus
Camarops
Crepidotus
Cyathus
Diatrype
Diatrypella
Eichleriella
Encoelia
Eutypa maura
Exidiopsis
Galerina marginata
Gymnopilus penetrans
Gyromitra ancilis
Hypocrea
Hypoxylon
Lachnellula
Lchnum
Lentinellus
Lycoperdon pyriforme
Marasmiellus candidus
Marasmiellus foetidus
Marasmiellus ramealis
Maramius rotula
Mycena galericulata
Mycena inclinata
Mycena renati
Mycena zephirus
Nectria
Ombrophila pura
Oudemansiella mudica
Paxillus atrotomentosus
Phlebiella sulphurea
Pseudohydnum gelatinosum
Ptychogaster fuliginoides
Ramaria stricta
Rutstroemia firma
Scopuloides rimosa
Scutellinia
Tectella operculata
Volvariella bombycina
Xeromphalina campanella