Autor Thema: Der ultimative Rätsel-Fred  (Gelesen 2081782 mal)

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Offline abeja

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14805 am: 13. Januar 2020, 20:36 »
Noch ein paar Bildchen, vom letzten Bild ist der rätselhafte Ausschnitt (7b). Bild 7a ist die gleiche Gruppe, nur im Gegenlicht (da kommen die "Füße" aber nicht schön...)

FG, abeja

Offline abeja

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14804 am: 13. Januar 2020, 20:32 »
Guten Abend,
und schon wieder liegt Werner richtig und hat wieder die ehrenvolle Aufgabe, ein schönes Rätsel zu ersinnen.

 ... es ist Marasmiellus candidus, der Weiße Zwergschwindling.
Bei Pilze Deutschland ist kein einziger Fund in Bayern kartiert.
http://www.pilze-deutschland.de/organismen/marasmiellus-candidus-fr-singer-1948

Er ist auch nicht im Laux oder Gerhardt, sondern im Bon. In FTE ist er auch nicht enthalten, im Gröger natürlich verschlüsselt ohne Bilder. (In den anderen mehrbändigen Werken vermutlich enthalten, das habe ich nicht überprüft.) Die Verbreitung ist eher im "atlantisch geprägten Klima" steht im Bon, ich kann bisher nur sagen: er mag es warm und feucht. Allerdings ist ein Fund auch aus Oktober, nicht nur vom Sommer.

Den ersten Fund davon hatte ich 2008, als ich ... eigentlich ... noch gar keine Pilze beachtet, bzw. fotografiert habe.
Mal kommt er eher einzeln vor, mal in größeren Gruppen, mal auf dickem Substrat, meist auf "mittlerem", aber auch auf dünnsten Ästchen.
Nicht immer ist er so schön (fotogen) wie auf dem letzten Foto, von dem die Ausschnitte sind.
Die etwas dunklere Stielbasis (gräulich) ist typisch, aber das ist trotzdem unterschiedlich stark ausgeprägt.
Schwach ausgeprägte weit auseinander stehende Lamellen mit Queraderung hat er auch, die Hutoberseite kann auch ein bisschen nicht-mehr-ganz-so-weiß sein, vor allem in der Mitte und mit dem Alter kann der Hut etwas riefig werden.

FG, abeja
« Letzte Änderung: 13. Januar 2020, 20:38 von abeja »

Offline Werner E.

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14803 am: 13. Januar 2020, 14:42 »
Servus beinand',

dann sag ich mal Marasmiellus candidus.
Die Lamellen, Stielbasis, Wachstum auf Holz.
Könnte passen, ja.

An liabn Gruaß,
Werner

Offline hansecker

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14802 am: 13. Januar 2020, 09:43 »
Hallo abeja,
dann muß ich mich mal von "H m"= Hemimycena mairei verabschieden und zu "M. e." wechseln!
Da ich das Blatt nicht so eindeutig ist sag ich mal Efeublattschwindling.
Schöne Grüße
Hans

Offline abeja

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14801 am: 13. Januar 2020, 00:53 »
Hmmmmmm,
da muss ich den Ausschnitt wohl etwas größer machen ...

Besser so?  :D

FG, abeja


Offline hansecker

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14800 am: 12. Januar 2020, 11:28 »
Hallo abeja,
Wortspiel! Solangs`kein "Hm" fall ist, ist die Welt noch in Ordnung.
Schöne Grüße
Hans

Offline abeja

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14799 am: 12. Januar 2020, 08:58 »
Guten Morgen!
Zweimal M: MM sozusagen ... das eine M ist heiß, das andere M ist kalt ...

Es ist ein Pilz, den ich bei mir (ist BAWÜ-Land) nur in feucht-warmen Sommern finde und die meisten deutschen Fundstellen sind in der Rheinebene.

Jetzt seid ihr wieder "dran" (... nur ein - für mich naheliegendes - Wortspiel, ich konnte nicht widerstehen  ;))

FG, abeja
« Letzte Änderung: 12. Januar 2020, 09:07 von abeja »

Offline hansecker

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14798 am: 12. Januar 2020, 08:18 »
Hallo abeja,
Werner nennt es annähern, ich auch! Marasmiellus?
Schöne Grüße
Hans

Offline Werner E.

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14797 am: 11. Januar 2020, 23:53 »
GriasDi abeja,
Du hast natürlich nichts verbrochen :)
Du bist dran...hört sich das so streng an?
Alles gut...schön, dass Du so fleißig miträtselst :)
Ich hab B. marginata bisher bis auf einen Fund an einer gepflanzten Mehlbeerenkreuzung? immer an S. aucuparia gefunden. Ich finde sie eigentlich regelmäßig an absterbenden Vogelbeeren an Waldrändern oder in Sukkzessionsflächen, in denen sie von höheren Bäumen überwachsen werden.
Zu Deinem Rätsel versuch ich mich mal mit Mycena anzunähern.
An liabn Gruaß,
Werner

Offline abeja

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14796 am: 11. Januar 2020, 00:42 »
Zitat
Du bist dran abeja!

Je suis "dran" ... das klingt comme une menace   ??? ... mon dieu! Was habe ich nun schon wieder verbrochen?   Welche Obrigkeiten habe ich womit erzürnt und gestört in ihrem inneren Behagen, mit welchen Worten importuné  :-X - und wo und wann und wie ist la défense erlaubt?  Ne jamais ...?!?!?! 
Dans quel siècle vivons nous?  >:(

Ah, pardon, excusez moi, s'il vous plait ... falscher Film ... falsches Land, falsches Jahrhundert, falsches F...  hier  :-[

Alors, une petite attaque ... fongique ...  :-*   ("attaque fongique" = Pilzbefall)

Qu'est-ce que c'est ?

« Letzte Änderung: 16. Januar 2020, 21:31 von abeja »

Offline abeja

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14795 am: 10. Januar 2020, 23:54 »
Hallo,

das ist ja eine Überraschung  :)

Ich habe mal meine Bilder von Biscogniauxia marginata hervorgesucht.
Bisher habe ich die Art zweimal "richtig" gefunden und einmal ein Holz mit Resten, die ich aber der Art zuordne.
Alle Funde waren in wärmebegünstigter Steilhanglage an Totholzästen mittlerer Dicke, die ich damals alle für Buche gehalten habe.

Das "Problem" dabei ist, dass ich nie den ganz frischen Zustand erwischt habe wie Werner, wo die Fruchtkörper so gerade eben die noch intakte Rinde durchbrechen. Bei mir war immer schon die alleräußerste Rindenschicht abgelöst (wie abgeschält) und die Lage darunter erschien deutlich heller, irgendwie silbriger.
Teilweise war die Rinde auch schon komplett weggebrochen, daher haben meine Bilder nicht diese typischen aufgeworfenen Rindenränder, die Schorsch vermisst hat.
Hauptsächlich wachsen in dem Gebiet Buchen, hin und wieder aber auch Mehlbeeren (Sorbus aria) und Elsbeeren (Sorbus torminalis), jedoch keine Ebereschen (Sorbus aucuparia). Hundertprozentig kann ich diese Arten jedoch nicht ausschließen, ich habe davon aber bisher bewusst noch kein Totholz gesehen und weiß gar nicht genau, wie die Rinde bei mitteldicken Ästen aussieht. Als intakte Rinde ist die äußerste Schicht wahrscheinlich etwas heller als Buche und mit Lentizellen (?).

FG, abeja

Offline Werner E.

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14794 am: 10. Januar 2020, 21:11 »
Servus beinand',

aus den Augen, aus dem Sinn....
War ein paar Tage ned im Forum und so viele Antworten auf den ersten Schnipsel!
Und die richtige Antwort ist auch dabei!
Abeja hat Recht, es ist Biscogniauxia marginata, die ich bisher nur auf Sorbus gefunden hab, und die bei gezielter Suche gar ned selten ist.
Du bist dran abeja!

An liabn Gruaß,
Werner

Offline Renate

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14793 am: 8. Januar 2020, 19:07 »
Griaß Eich,

Ich tippe auf Bulgaria inquinans, den Schmutzbecherling.

Pfiat Eich
Renate

Offline abeja

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14792 am: 6. Januar 2020, 18:44 »
Uih,
mir fällt gerade auf, dass ich bei der Biscogniauxia ja die "runde" meinte. Darf ich das noch ändern, bevor hier gesagt wird ... nee, das war nicht richtig?
Also auf Biscogniauxia marginata?

Offline hansecker

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Re: Der ultimative Rätsel-Fred
« Antwort #14791 am: 6. Januar 2020, 17:33 »
Hallo Werner,
dann sag ich mal Diatrype bullata, weil mit der hab ich eben selbst eine raterei! Die ist übersäht mit irgend einer Nectria, das werden meine Oldtimer Mikroskope ohne Messeinrichtung nicht hergeben für eine Bestimmung von mir.
Schöne Grüße
Hans