Autor Thema: Pilze als Steineknacker  (Gelesen 1649 mal)

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AK_CCM

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Pilze als Steineknacker
« Antwort #1 am: 6. Dezember 2009, 13:21 »
Zitat von: Welt Online (Axel Springer)
Leeds - Felsen verwittern nicht nur durch physikalische, sondern auch durch biologische Einflüsse. Mit welchen Methoden lebende Organismen Mineralien zersetzen, beschreiben Forscher der Universität im englischen Leeds im Fachmagazin "Geology". Es sind vorwiegend sogenannte Mykorrhizapilze, Pilze, die in enger Symbiose auf den feinen Wurzeln von Bäumen leben, die Minerale angreifen. Am Beispiel von Biotit, einem dunklen Glimmermineral, das häufig in Urgesteinen vorkommt, beobachteten Studienleiterin Liane Benning und ihr Team, wie die Pilze vorgehen.

Die Forscher benutzten junge Kiefern und den Pilz Paxillus involutus, eine Kombination, die in der Natur häufig in Symbiose zu finden ist. Stößt eine Wurzel mit dem sie umgebenden Pilzgeflecht auf einen Biotitkristall, dann schmiegt sich ein Pilzfaden eng an den Kristall und übt auf ihn einen Druck aus, der dem eines Autoreifens entspricht. Nach dieser physikalischen Attacke, die den Kristall unter Spannung setzt, erfolgt ein chemischer Angriff. Der Pilz gibt Verdauungssäfte ab, die aus dem Kristall lebenswichtige Elemente wie Natrium herauslösen. Diese chemische Zersetzung ist der Beginn des endgültigen Zerfalls, in dessen Verlauf aus Steinen und Felsen fruchtbarer Boden wird.

Quelle: http://www.welt.de/die-welt/wissen/article5432275/Wie-Pilze-Steine-und-Felsen-in-fruchtbaren-Boden-verwandeln.html