Autor Thema: Frühjahrs-Rötling  (Gelesen 3352 mal)

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Offline Rudi

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Antw: Frühjahrs-Rötling
« Antwort #7 am: 18. Mai 2010, 07:44 »
Hallo Christoph,

letzte Woche war er noch nicht da, werde nochmal nachschauen.
Danke für die Erinnerung!

LG Rudi
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Offline Christoph

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Antw: Frühjahrs-Rötling
« Antwort #6 am: 17. Mai 2010, 22:56 »
Servus Rudi,

ich hole diesen alten Thread wieder aus der Versenkung hervor, um zu fragen, ob der Rötling erneut fruktifizierte. Den deutlichen Spermageruch finde ich noch immer ungewöhnlich. Falls ihr ihn wieder gefunden habt, riecht er dann heuer genauso?

Falls ihr noch nicht draußen wart, um nachzusehen, dann wird's Zeit  ;D

Liebe Grüße
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Rudi

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Re: Frühjahrs-Rötling
« Antwort #5 am: 12. Mai 2009, 21:59 »
Hallo Andreas,

Hallo Rudi,

wirklich ein sehr gelungenes Portrait.

Danke   ::)
Der Geruch ist - wenn mich nicht alles täuscht - innerhalb der Gattung gar nicht so häufig.
Ich kenne bisher keinen anderen Rötling, der so unverschämt ist ;)
 Lässt sich die Art ohne HDS-Mikroskopie bestimmen?
Da hast du mich etwas kalt erwischt. :-\
Meine Versuche am scharfen Glas ergaben zwar die vorgeschriebenen inkrustierten Pigmente, aber etwas breitere Hyphen als bei PdS- ich hoffe, ich muss nicht revidieren...

Zu Deiner Frage: Bislang habe ich leider noch keinen Fund in der Augsburger Ecke machen können. Muss aber nichts heißen.
Na, jetzt wirds aber sicher nicht mehr lang dauern ;)


LG Rudi
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Offline Rudi

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Re: Frühjahrs-Rötling
« Antwort #4 am: 12. Mai 2009, 21:52 »
Servus Peter,

Hallo Rudi,

besten Dank für deine Fundmeldung. Ich kenne E. vernum von der Goaslweide (wo ja fast alle bayrischen Pilzarten wachsen 8))
der Rest steht am Blutsee ;D

Deutlich häufiger finden wir E. hirtipes. Bei deiner Geruchsbeschreibung hast du eine für mich bei dieser Art neue Komponente entdeckt.
In der Originalbeschreibung steht odore nullo=nix, Noordellos schreibt von undeutlichen, schwachen Gerüchen.
Ich habs bei PdS gefunden: Geruch schwach spermatisch, nicht nach Mehl.
Außerdem hat Thomas das Schwammerl für einen komischen Risspilz gehalten- wenns nur nach Geruch ginge, hätte er Recht behalten
:-*

Deutlich ranzig (für mich persönlich original Fensterkitt) riecht E. hirtipes. Gibt es die bei euch auch?

Leider nicht. Ich hab den in den Alpen gekidnappt und auf meine Seite verschleppt ;D


LG Rudi
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Offline Peter

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Re: Frühjahrs-Rötling
« Antwort #3 am: 12. Mai 2009, 15:54 »
Hallo Rudi,

besten Dank für deine Fundmeldung. Ich kenne E. vernum von der Goaslweide (wo ja fast alle bayrischen Pilzarten wachsen 8))

Hier die aktuellen Funde aus Bayern:
http://brd.pilzkartierung.de/bwsqlart.php?csuchsatz=jrb

Deutlich häufiger finden wir E. hirtipes. Bei deiner Geruchsbeschreibung hast du eine für mich bei dieser Art neue Komponente entdeckt.
In der Originalbeschreibung steht odore nullo=nix, Noordellos schreibt von undeutlichen, schwachen Gerüchen.

Deutlich ranzig (für mich persönlich original Fensterkitt) riecht E. hirtipes. Gibt es die bei euch auch?

Viele Grüße, Peter

"Seit Millionen Jahren haben unzählige Organismen auf unserer Erde gelernt, im Einklang mit der Natur zu leben. Es gibt nur eine Ausnahme: Der Mensch."

AK_CCM

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Re: Frühjahrs-Rötling
« Antwort #2 am: 12. Mai 2009, 14:34 »
Hallo Rudi,

wirklich ein sehr gelungenes Portrait. Der Geruch ist - wenn mich nicht alles täuscht - innerhalb der Gattung gar nicht so häufig. Lässt sich die Art ohne HDS-Mikroskopie bestimmen?

Zu Deiner Frage: Bislang habe ich leider noch keinen Fund in der Augsburger Ecke machen können. Muss aber nichts heißen.

Gruß, Andreas

Offline Rudi

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Frühjahrs-Rötling
« Antwort #1 am: 12. Mai 2009, 13:23 »
Am Wochenende hatte Thomas Wallner mit mir wieder mal exkursiert.
Dabei fielen uns auf einem leeren Holzlagerplatz Rötlinge in die Hände, die auffällig spermatisch rochen.
Nach einigen Blicken durchs scharfe Glas wars klar:
http://www.pilzseite.de/Pilzgalerie/Entoloma/vernum/FrameSet.htm
Entoloma vernum, in Mainfranken nur einmal berichtet von Abe 1923 (in Lothar Krieglsteiners Diplomarbeit).
Im Atlas steht noch ein Fundpunkt aus dem südlichen Spessart,  natürlich auch viele um die Zentren Coburg und Müchen.
Fichten stehen dort keine, nur einige Kiefern- auch Fichtenholz hat ziemlich sicher nicht gelagert.
Wie häufig ist die Art bei euch?

LG Rudi
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