Autor Thema: Kultivierung der Perigord-Trüffel (T. melanosporum) in der nördl. Oberpfalz ?!  (Gelesen 2727 mal)

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Offline Christoph

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Hi Norbi,

ein Novum wäre es nicht, da es relativ leicht ist, Tuber anzuzüchten und an sterile Baumwurzeln als Mykorrhizabildner anzuimpfen. Meines Wissens klappte das bereits an Hasel. Prinzipiell macht man das ja schon lange im mediterranen Raum. Nur hatte man die Pilze nicht auf Agar angezüchtet, sondern einfach Trüffelfruchtkörper in der Nähe von Eiche vergraben.

Ich bin allerdings kein Hypogäenexperte, daher habe ich keine Primärliteratur, die ich zitieren könnte. Ob der technische Aufwand lohnt, der in dem von Dir geschilderten Beitrag ersichtlich ist?

LG
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Norbi

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Hallo TUBER-FANS

in der seriösen Bayer. Staatszeitung vom 13.01.2009 fand sich ein ausführlicher Artikel über einen sensationellen erfolgreichen Kultivierungsversuch der begehrten "Perigord-Trüffel" (Tuber melanosporum).
Ort: Wurz (Nähe Weiden i.d.OPf.) auf einem 4500 qm großen mit 20 t Kalk gedüngten Grundstück. Als Frostschutz wurden über 40 Ballen Stroh und angeblich sogar eine elektr. Bodenheizung eingebaut.
Nach Angaben des Züchters (im Hauptberuf bildender Künstler) liegt sein Geheimnis im "Impfen" der Baumwurzeln.
Nach 5jähriger Experimentierung erntet er seither mtl. ca. 100 - 200 g des "schwarzen Goldes"!

Fragen an die Biologen:

Handelt es sich hier tatsächlich um ein globales Novum ?

Mit mykollegialem Gruß
Norbi