Autor Thema: Cortinarius camptoros  (Gelesen 126 mal)

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Offline Älbler

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Re: Cortinarius camptoros
« Antwort #4 am: 29. Oktober 2020, 20:17 »
Hallo Günter,

ein Exsikkat liegt schon bereit!

Ich habe den Pilz mit der FN 1st Edition bestimmt und dort sind die Sporen deutlich breiter angegeben. Nämlch 6 - 7 µm. Die von mir gemessenen Sporen brachten es grob nur auf 5 - 6 µm. Laut FN sollen sie auch etwas länger sein: 9,5 - 11,5 µm. Das hat mich etwas irritiert.

Kannst du mir noch deine Kontaktdaten zukommen lassen für die Postsendung? An eurem Artikel wäre ich natürlich auch sehr interessiert.

Liebe Grüße
Christian

Offline Der_Günter

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Re: Cortinarius camptoros
« Antwort #3 am: 29. Oktober 2020, 09:14 »
Hallo Christian,
ja da gibt es noch weitere Arten um Camptoros. Wir bereiten gerade einen Artikel über diese Sektion vor, der nächstes Jahr erscheinen soll.
Ich darf natürlich noch nicht zu viel verraten, aber es gibt mehrere Arten in diesem Komplex, C. camptorios ist die NW-Art, du hast wahrscheinlich den Tilia-Begleiter gefunden, der noch einen Namen braucht.
Kannst Du mir das Exsikkat zukommen lassen?
l.G. Günter
PS: wieso sollen die Sporen zu klein sein?

Offline Christoph

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Re: Cortinarius camptoros
« Antwort #2 am: 28. Oktober 2020, 21:35 »
Servus Christian,

ich halte mich da etwas zurück - Schleierlinge sind schleierhaft. Vielleicht können Werner und Hias (oder andere Cortinarienkenner) weiterhelfen?!

Liebe Grüße,
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Älbler

  • Beiträge: 88
Cortinarius camptoros
« Antwort #1 am: 28. Oktober 2020, 18:53 »
Liebe Pilzfreunde,

ich glaube ich habe Cortinarius camptoros gefunden! Weil es von ihm und seiner Schwesterart C. viridocoeruleus in der DGfM-Kartierung nicht besonders viele Fundnachweise gibt, möchte ich meinen Fund gerne hier besser absichern. Vielleicht ist es auch Cortinarius viridocoeruleus!

Auffallend war der hygrophane Hut mit verschiedenen Brauntönen ohne Olivstich (Fotos 3 und 4), der trocken leicht radialrunzelig wird und kleine weiße Velumreste im Zentrum hat. Die Lamellen sind schön blauviolett (Foto 2). Ebenfalls die Stielspitze (Foto 1). Das Fleisch ist im Stiel blauviolett, im Hut weiß und in der Knolle ockerlich, so wie bei C. luhmannii. KOH-Reaktion war überall negativ und die Sporen schön zitriform mit groben Warzen (Foto 5). Nur die Sporenmaße passen nicht! Mit 9,0-9,7-10,4 x 5,2-5,6-6,0 µm sind sie einfach zu klein.

Gefunden habe ich ihn unter einer Linde in einem Jungbuchen-Dickicht auf Kalk.

Gibt es gar eine weitere Art, die das sein könnte?

Viele Grüße
Christian
« Letzte Änderung: 28. Oktober 2020, 18:57 von Älbler »