Autor Thema: Ein Fälbling  (Gelesen 147 mal)

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Offline Helmut

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Re: Ein Fälbling
« Antwort #3 am: 15. Oktober 2020, 21:31 »
Servus Bernd und Hias,
das ist aber schon was Seltenes, zumindest im Bereich Oberpfalz/Niederbayern. Ich kenne bisher nur einen Standort, auf einer stickstoffreicheren Wiese an nasser Stelle am Rand eines Gebüschs mit Weide und Pappel, in den Donau-Auen bei Wörth an der Donau.
Gruß Helmut

Offline Hias

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Re: Ein Fälbling
« Antwort #2 am: 15. Oktober 2020, 18:03 »
Servus Bernd,

damit liegst du völlig richtig, nur dass die Art mittlerweile H. odoratissimum (Britzelmayersche Art!) heißt, vgl. FE14, S. 524.

Der felderig-schuppig aufreißende Hut ist eine Artmerkmal:
aus der Originaldiagnose: "die Oberfläche des Hutes sich nach und nach in kleine Fasern und Schüppchen auflösend ..."

Mit dem Schlüssel in FE14 kommt man aufgrund der im Mittel über 7 µm breiten Sporen sofort zum Schlüsselpaar odoratissimum/nauseosum. Letzteres hat einen leicht bis deutlich schmierigen, glatten Hut.

Grüße
Hias

Offline Felli

  • Beiträge: 138
Ein Fälbling
« Antwort #1 am: 15. Oktober 2020, 11:00 »
Servus,
Ich hab da so einen süßriechennden Fälbling gefunden, der Geruch fast wie Entoloma ameides;
stand alleine unter einer Erle,
daneben waren noch Weide und Eiche.

Die Huthaut war recht untypisch felderig-schuppig aufgebrochen ( trotz der Feuchte).







Sporen (11) 13-15 x 7,5-9µ fein warzig, an etwa der Hälfte der Sporen löste sich das Perispor,





mi Melzers Reagenz dextrinoid


Cheilozystiden waren relativ kurz 20-40µ, keulig. Basis mit Schnallen








Ich komme da auf H. hetieri
Was meint ihr?

Grüße
Felli
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2020, 11:09 von Felli »