Autor Thema: Nationalpark Bayerischer Wald - Wiederfund des Flaumhaartrichterlings  (Gelesen 257 mal)

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Offline Rudi

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Servus Christoph,

ist ja schon 6 Jahre her. Ich nehme an, dass ichs gemeldet hab, bin mir aber nicht ganz sicher...
Ich war übrigens gestern abend nochmal an der damaligen Fundstelle, aber leider nix da.
Jetzt, wieder zuhause- kann ich ein paar Buiderl zeigen.

Servus Felli, schöner Fund. Dein Foto zeigt mMn typischere Pilze als das Foto von PK.

LG Rudi
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Offline Christoph

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Servus Rudi,

du hast den Fund doch sicher der NP-Verwaltung gemeldet?

Falls ja, dann war dein Fund aber wohl kein Teil des Interreg-Projektes?! Es klingt besser, wenn als Pressemitteilung verlautbart wird, dass im Rahmen eines finanzierten Projektes ein Wiederfund gelingt, als wenn das anlässlich deines Nachweises passiert wäre.  8) Ist ja keine wissenschaftliche Publikation, sondern eine Werbeaktion (auch wenn ich es schade finde, denn das demotiviert ja diejeingen, die solche tollen Arten finden und kein Echo erhalten).

Servus Felli,

danke für's Vorzeigen! Dann hat sich der Thread ohnehin gelohnt - jetzt kann man von dieser seltenen Art Fotos hier Fotos finden und vielleicht wird es dann noch weitere Funde geben.

Liebe Grüße,
Christoph

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Offline Felli

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Servus,
ich denke den hab ich dieses Jahr auch hier im Münchner-Groß-Raum gefunden. an einem moderigen Baumstumpf.
Dank Hias konnte ich ihn auch bennennen.

Grüße
Felli
« Letzte Änderung: 20. Juni 2019, 12:09 von Felli »

Offline Rudi

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Servus Christoph,

Da habe ich doch noch eine Ergänzung.
am 24. Juni 2013 hab ich die haarigen gesellen im watzlikhain gefunden. Am 2. Juli hatte ich dann im Rätsel Fred was davon gezeigt. Mehr dazu kann ich dann ab Freitag vorstellen. LG Rudi
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Offline Christoph

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Servus beinand,

der Nationalpark Bayerischer Wald hat als Pressemitteilung über einen Wiederfund des Flaumhaartrichterlings berichtet. Ich gehe davon aus, dass damit Trichocybe puberula gemeint ist. Es handelt sich um eine vergleichsweise seltene Art, die ich einmal in Raitenhaslach auf einem großen Sägespänhaufen gefunden habe. Hias hat sie an Baumstümpfen meine ich zweimal gefunden, wenn ich mich recht erinnere. Es ist eine ausgesprochen seltene Art. Es ist gut zu wissen, dass der Pilz im Nationalpark beheimatet ist und sich dort halten kann - schließlich ist er dort mit am besten geschützt.

Liebe Grüße,
Christoph

Hier die Pressemitteilung:

Zwieslerwaldhaus.
Was eine naturnahe Landschaft ist und was nicht, darüber gehen die Meinungen oft auseinander. Dabei kann man sich in dieser Frage ganz auf die Natur selbst verlassen, denn ein naturnahes Ökosystem zeichnet sich meist durch ihre Naturnähezeiger aus: Das sind Tiere, Pflanzen oder Pilze, deren Existenz auf eine besonders ursprüngliche und unberührte Umgebung angewiesen ist. Zur letzteren Kategorie gehört nach Expertenmeinung auch der Flaumhaar-Trichterling, der in Bayern mittlerweile kaum noch anzutreffen ist.


Dieser unscheinbare Pilz wurde 34 Jahre lang nicht im Gebiet des Nationalparks gesichtet: Der Flaumhaar-Trichterling. Nun gab’s einen Wiederfund bei Zwieslerwaldhaus. (Foto: Peter Karasch/Nationalpark Bayerischer Wald)

Ein solcher Trichterling wurde nun nach 34 Jahren erstmals wieder im Nationalpark entdeckt. Im Rahmen des Interreg-Projektes Funga des Böhmerwaldes fand jüngst ein Workshop mit Pilzexperten aus Bayern, Österreich und Tschechien statt. In der Nähe von Zwieslerwaldhaus stieß man dabei an einem morschen Buchenstumpf zufällig auf die extrem rar gewordene Art. Der kleine, beige gefärbte Pilz wirkt unscheinbar, ist aber eine der selteneren Pilzarten in Deutschland. Mit dem aktuellen Nachweis sind insgesamt nur fünf Fundorte in Bayern bekannt, drei davon im Bayerischen Wald.

Zuletzt wurde der Pilz am 8. Oktober 1985 auf dem Hochschachten gesichtet. Umso erfreuter ist man im Nationalpark nun, dass durch diesen aktuellen Fund des Flaumhaar-Trichterlings ein weiterer Beweis für hohen Naturschutzwert des wilden und unberührten Schutzgebietes erbracht ist.


Quelle: https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/aktuelles/pressemitteilung/detailansicht.htm?ID=A%2Bs3RgSTi2R8OUspgXRtTQ%3D%3D
« Letzte Änderung: 19. Juni 2019, 13:40 von Christoph »
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