Autor Thema: Agrocybe spec.  (Gelesen 151 mal)

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Offline Schorsch

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Re: Agrocybe spec.
« Antwort #5 am: 26. Mai 2019, 23:07 »
Quatsch mit Lamellenschneide steril. Ich meinet es gab keine Cheilizystiden!
Inzwischen ist der Pilz schon in die Biotonne gewandert. Ich wollte ursprünglich nur Sporen von praecox und pediades vergleichen. War wohl nix. Trotzdem wieder viel gelernt.
Gruß Schorsch

Drei Kollektionen am Freitag - alles Agrocybe praecox agg.
Kaum zu glauben, dass das derselbe Pilz ist.
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Offline Christoph

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Re: Agrocybe spec.
« Antwort #4 am: 26. Mai 2019, 16:17 »
Servus Schorsch,

aber gerne doch!

Bist du dir aber sicher?

Zitat
Lamellenschneide steril!

Agrocybe praecox i.w.S. hat eben keine sterile Schneide, sondern Basidien mit nur untermischten Cheilocystide. Die (meist) völlig sterile Schneide hat A. elatella.

Die Cystidenform ist auch wichtig - daran kann man die beiden auch unterscheiden. Wie waren die Cheilocystiden denn geformt und welche Maße hast du für die Ch.-Cystiden ermittelt?

Liebe Grüße,
Christoph

Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Schorsch

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Re: Agrocybe spec.
« Antwort #3 am: 26. Mai 2019, 08:17 »
Servus und danke,
bin auch bei A. praecox gelandet. Lamellenschneide steril!
Konnte es bloß nicht glauben, da an dem Tag noch 2 andere Aufsammlungen komplett anders aussahen. Bilder folgen. Bin auf dem Weg zur MAMU-Wanderung
LG Schorsch
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Offline Christoph

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Re: Agrocybe spec.
« Antwort #2 am: 26. Mai 2019, 01:25 »
Servus Schorsch,

du bist hier im Agrocybe praecox-Aggregat. Darunter verbergen sich mindestens vier Arten (intersteril) - und der Habitus reicht von sehr stämmig bis hin zu sehr schlank, grazil. Die Sporen sind für Agrocybe praecox s.l. etwas zu klein und vor allem zu schmal. Aber innerhalb des Aggregats scheint da doch viel Spielraum zu sein.

Agrocybe elatella sieht habituell so aus, wie dein Fund. Da müssten die Sporen aber noch ein bisserl größer sein. Ein beringter Agrocybe pediades hätte um ein Vielfaches größere Sporen. Das passt überhaupt nicht zusammen.

Um allerdings Agrocybe elatella von Agrocybe praecox s.l. sicher zu trennen, müsstest du die Lamellenschneide genauer untersuchen. Ist sie steril und völlig mit Cheilocystiden besetzt (A. elatella) oder ist die durchmischt, also Basidien plus Cystiden?

Die Cystidenform und die Maße sind ohnehin nicht ganz unwichtig in dieser nicht so einfachen Gattung.

Liebe Grüße,
Christoph
« Letzte Änderung: 26. Mai 2019, 16:18 von Christoph »
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Offline Schorsch

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Agrocybe spec.
« Antwort #1 am: 26. Mai 2019, 00:09 »
Servus beinand,
am 24. 05.2019 habe ich auf einer Wiese in der Nähe von Laubbaum-Totholz einen Pilz gefunden.
Stiel: knapp  10 cm; Hut 3,5 cm, Lamellen relativ geradliniger Verlauf.
Meine spontane Bestimmung nach dem Habitus war Agrocybe cf pediades.
Beim genaueren Hinsehen fiel auf das ein Ring vorhanden ist.
Damit fällt laut FN A. pediades weg.
In der Flora Agaricina Neerlandica Band 6 führt Nauia allerdings A. pediades var. cinctula auf, allerdings mit deutlich größeren Sporen als meiner.
Die mikroskopische Untersuchung ergab:
Sporen: 8-9 x 4-5 µm
Keimporus mindestens unauffällig
Schnallen zahlreich
Wo liegt der Fehler?
Liebe Grüße Schorsch
« Letzte Änderung: 26. Mai 2019, 00:11 von Schorsch »
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