Autor Thema: Jahresrückblick 2018 - das erste Quartal (Januar bis März)  (Gelesen 240 mal)

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Offline Christoph

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Servus Thomas,

danke dir!  :)

Liebe Grüße,
Christoph
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline blacky

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Christoph servus,
interessante Pilze und schöne aussagekräftige Fotos.
Viele Grüße
Thomas
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Offline Christoph

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Jahresrückblick 2018 - das erste Quartal (Januar bis März)
« Antwort #1 am: 5. Mai 2019, 17:47 »
Servus beinand,

2018 ist ja das Jahr der Trockenheit schlechthin gewesen. Nicht aber im Winter (o.k., welcher Winter? Also im dauerhaften Spätherbst vor dem Frühling)... Ich fange mal mit dem Rückblick am 5. Januar 2018 an - da habe ich eine Vorexkursion für die dort geplante Wanderung des VfP München gemacht. Viel gab es nicht auf den ersten Blick, aber natürlich hat der Haselkleiebecherling (Encoelia furfuracea) das Jahr eingeläutet.





Während der späteren Exkursion gab es natürlich wie fast immer in den Auen die wunderschöne Sarcoscypha austriaca (brav mit Kräuselhaaren im Mikroskop).



Und in der pilzarmen Zeit fotografiert man ja alles, auch häufige Arten - so z.B. den Warzigen Drüsling, Exidia nigricans, wie er heute bzw. im Moment heißt.



Und dann findet man Pilze, die sich nicht sauber bestimmen lassen - ich tippe auf Dacrymyces minor, aber die Sporen waren aberrant - ich vermute wegen des Fröste vorher.



In Rothschwaig fand ich dann mit Amphinema byssoides sogar einen Mykorrhizapilz der Kiefer.



Im Februar ging ich fremd - ich war in Österreich nahe des Klosters Melk an der Donau und musste automatisch an "der Name der Rose" denken - Adson, einer der Protagonisten, kommt in dem Roman aus Melk, heißt daher dort Adson von Melk.

Allerdings ging ich nicht ins Koster, sondern in den Auwald... und fand als Belohnung neben Sarcoscypha austriaca (siehe oben) auch so tolle Sachen wie...

... Biscogniauxia granmoi (gut, an Traubenkirsche im Auwald häufig, aber ich freue mich irgendwie immer wieder über diese nette, schwarze Art):



Oder Heteroradulum kmetii - für mich war das ein Erstfund.




Und Stamnaria americana an Winterschachtelhalm finde ich auch nicht alle Tage.




Der März war dann erstaunlich arm (oder ich war nicht so oft im Wald). In Rothschwaig habe ich mich da auf Kleinzeugs gestürzt...

wie z.B. Lophiostoma, hier eine nicht bestimmte an Clematis, die ich nur aks Lophiostoma aff. caulium ansprechen kann





Dafür habe ich dann auch noch "Lophiostoma caulium var. a" gefunden (das Aggregat wird irgendwann endgültig aufgedröselt sein, vermute ich). Da die Fruchtkörper nicht sooo viel hermachen, zeige ich nur die Sporen, die dich deutlich anders aussehen als bei der an Clematis.



Soweit erstmal diese Auswahl an Winter-/Frühjahrsschwamerln aus dem Jahr 2018.

Liebe Grüße,
Christoph



« Letzte Änderung: 5. Mai 2019, 17:50 von Christoph »
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