Autor Thema: Saftlinge 2018  (Gelesen 293 mal)

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Offline Christoph

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Re: Saftlinge 2018
« Antwort #5 am: 4. Mai 2019, 14:12 »
Seass Hias,

dei Rasierwasser wui I aba ned hom...  :P

Ich finde den Geruch des Juchtenellerlings anstrengend und nicht sehr angenehm. Gut, dass ich mich nicht rasiere, sondern nur den Bart stutze. Wäre ja schrecklich, wenn ich nach sowas G'stingadem riechen würde  :D

An scheenan Gruaß,
Christoph
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Offline Hias

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Re: Saftlinge 2018
« Antwort #4 am: 4. Mai 2019, 13:42 »
Servus Christoph,

keine Sorge, ich fühle mich gar nicht autorisiert, Gattungen anzuerkennen oder nicht. Ich habe kein Problem mit Cuphophyllus. Beim Hochladen des Beitrags hab ich mich selbst gewundert, warum der Rasierwasserellerling bei mir noch Hygrocybe heißt. Wahrscheinlich war ich schlichtweg zu faul, die ganzen bisherigen Funde umzubenennen ;D

Liebe Grüße
Hias

Offline Christoph

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Re: Saftlinge 2018
« Antwort #3 am: 3. Mai 2019, 23:23 »
Servus Hias...

Zitat
Da wird der Christoph wieder schimpfen, dass ich den Rasierwasserellering nicht Cuphophyllus getauft habe. Ich weiß auch nicht, was da los ist ...

Vor allem, wenn du Porpolomopsis anerkennst (was ich wiederum gutheiße) *grins* - aber nicht Cuphophyllus... *hihi
Ich konnte mich nie damit anfreunden, die Ellerlinge mit den Saftlingen zusammenzuwerfen, aber das weiß du ja.  :D

Da deine Hygrocybe splendidissima so zierlich ist, zeige ich (auch aus dem Jahr 2018) die Gruppe, die ich am Fellhorn anlässlich der BMG-Tagung im Allgäu gefunden habe.





Und wie die später nach Honig geduftet haben, obwohl teils schon überständig.

Liebe Grüße (und danke für's Vorzeigen),
Christoph

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Offline Werner E.

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Re: Saftlinge 2018
« Antwort #2 am: 2. Mai 2019, 23:12 »
GriasDi Hias,
einfach geile Buidln von tollen Schwammerln.
An liabn Gruaß,
Werner

Offline Hias

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Saftlinge 2018
« Antwort #1 am: 1. Mai 2019, 17:56 »
Servus beinand,

die Magerwiesen im Werdenfelser Land zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald, etwa entlang der Bahnlinie, sind schon lange für ihre reichen Saftlingsvorkommen bekannt. Schon Michael Beisenherz hat die meisten Kollektionen für seine Arbeit über die Ökologie und Taxonomie der Saftlinge (Regensburger Mykologische Schriften, Band 10, 2002) dort gefunden.

Hier ein paar Aufsammlungen aus dieser Gegend vom Herbst vergangenen Jahres von über 1000 m hoch gelegenen Mähwiesen westlich von Klais.

Hygrocybe splendidissima (P.D. Orton) M. M. Moser, Prächtiger Saftling:



Diese Art, die Michael Beisenherz treffend als "Leitart der Garmischer Hygrocybenwiesen" bezeichnete, war mit Abstand der häufigste Saftling und wuchs fast immer vergesellschaftet mit H. punicea, dem Größen Saftling.

Hygrocybe chlorophana (Fr.: Fr.) Wünsche, Stumpfer Saftling:



Hygrocybe irrigata (Pers.: Fr.) Bon, Grauer Saftling:



Hygrocybe nitrata (Pers.) Wünsche, Nichtrötender Nitratsaftling:



Porpolomopsis calyptriformis (Berk.) Bresinsky, Rosenroter Saftling:



Der sehr seltene Rotenrote Saftling wurde inzwischen in die Gattung Porpolomopsis transferiert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der kartierten Funde. Im Grunde wächst dort immer noch dasselbe Artenspektrum, das Michael Beisenherz dokumentiert hat. Dies ist sicher dem Umstand zu verdanken, dass in dem Gebiet nach wie vor kaum intensive Landwirtschaft stattfindet und die Wiesen maximal beweidet, zum Großteil aber nur einmal jährlich gemäht werden.

Zum Schluss noch drei Saftlinge aus dem Eurasburger Wald, wo es im Bereich von Tischberg und Impbühl noch ein paar Moorrelikte gibt. Die drei Arten sind absolut typisch für nasse Wiesen und Moore.

Hygrocybe coccineocrenata (P. D. Orton) M. M. Moser, Schwarzschuppiger Filzsaftling:



Hygrocybe helobia (Arnolds) Bon, Sumpf-Saftling:



Hygrocybe russocoriacea (Berk. & Jos.K. Miller) P.D. Orton & Watling, Juchtenellerling:



Da wird der Christoph wieder schimpfen, dass ich den Rasierwasserellering nicht Cuphophyllus getauft habe. Ich weiß auch nicht, was da los ist ...

Mehr Fotos und Beschreibungen zu den Kollektionen findet ihr hier.

Beste Grüße
Hias