Autor Thema: Augustpilze 2018  (Gelesen 1636 mal)

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Offline Christoph

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #21 am: 18. August 2018, 12:32 »
Servus Helmut,

coooooool  :o

da freue ich mich schon richtig auf die Seminarwoche der ARGE Österreichischer Pilzberater (letzte Augustwoche) - wir sind in den Bergen (Windischgarsten) und auch der Dachstein ist nicht weit.

Liebe Grüße,
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
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Offline Helmut

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #20 am: 17. August 2018, 21:28 »
Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt
muss der Prophet eben zum Berg gehen ...

Offline Beorn

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #19 am: 15. August 2018, 17:23 »
Servus!

Wirklich beeindruckend, was ihr trotz Dürrekatastrophe noch so zusammenklaubt.
Tolle Bilder von famosen Pilzen, das tut wirklich gut, ab und an mal sowas sehen zu dürfen.

Für mich ist es momentan immer mit weiten bis sehr weiten Wegen verbunden, überhaupt mal was anderes als einen Schuppigen Sägeblättling zu sehen. Wird also dringend Zeit für laaaaaaaaaange anhaltenden Landregen.


LG, Pablo.

Offline Rudi

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #18 am: 15. August 2018, 14:23 »
Servus Rainer,

da wirst du wohl recht haben- auch wenn das Teil am Wasser lebte und annähernd 1 m lang war.

LG Rudi
Medicus curat, natura sanat (Während der Arzt kuriert, heilt die Natur-auch ihn)

Offline Schlesier

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #17 am: 15. August 2018, 07:37 »
Hallo Rudi,
bist du dir bei der "Ringelnatter" sicher? Das Bild kommt bei mir etwas überstrahlt rüber, dennoch sehe ich eher die Schlingnatter.
Liebe Grüße
Rainer

Offline Rudi

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #16 am: 14. August 2018, 23:21 »
Noch was von heute:

Ganoderma pfeifferi
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Offline Rudi

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #15 am: 14. August 2018, 21:39 »
Schön, dass die Monatspilze gedeihen!
Besser, als die Schwammerl im Wald.
Wenn man sich nicht verschrecken lässt, gibts dann doch noch a bisserl was weit verstreutes.
Manches ist sogar was richtig schönes. Bei dem Wetter freuen mich aber auch die Schätze aus anderen Reichen...

LG Rudi

Verbesserung zum vorletzten Bild "Wildbiene":
Das ist eine Schwebfliege aus der Gattung Eristalis, die Pflanze das Sumpfherzblatt (Parnassia palustris)
Danke, Peter Püwert!
« Letzte Änderung: 15. August 2018, 16:59 von Rudi »
Medicus curat, natura sanat (Während der Arzt kuriert, heilt die Natur-auch ihn)

Offline Hias

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #14 am: 13. August 2018, 10:08 »
Terrestrisch und an feuchten Stellen wächst ganz gerne P. nanus.
Müsste man aber auf jeden Fall mikroskopieren.

Grüße
Hias

Offline Älbler

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #13 am: 13. August 2018, 07:31 »
Hallo Rika,

stelle mal ein Mikrofoto von der Huthaut deines Dachpilzes ein. Ein Skalpschnitt reicht!
Das könnte auch ein anderer als P. phlebophorus sein.

Viele Grüße
Christian

Offline UmUlmHerum

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #12 am: 13. August 2018, 00:03 »
Hallo Gernot,

vielen Dank für Deine hilfreichen Gedanken!

Von der Nr. (2) stelle ich gleich noch ein paar Bilder in einen neuen Beitrag.

(3) Mit der Scutellinia hast Du Recht und ich nicht genau hingeschaut: die Haare sind zahlreich und relativ kurz, was in Zusammenhang mit Substrat Holz wohl zu Sc. crinita führen dürfte. Ich hab´ das schärfste Bild noch mal überarbeitet – Haarlänge eher 0,3 mm.

(4) Miladina lecithina sieht sehr gut aus – makroskopisch wie auch vom Habitat her. Mikros sind ja leider nicht möglich, weil ich nicht dran gekommen bin.

(5) Ja, ein Pluteus würde die freien + rosanen Lamellen erklären. Dass die Huthaut im Zentrum so schrumpelig/runzelig ist, habe ich erst auf der Vergrößerung gesehen – passt auch dazu. Mit diesen Zwerg-Dachpilzen hatte ich bisher keinen persönlichen Kontakt. Könnte es vielleicht der Runzelige Zwerg-Dachpilz Pluteus phlebophorus sein?

(6) Cortinarien: Bei den vertrockneten Teilen (1. Beitrag, Nr. 2) kann ich mir (inzwischen) einen Spitzgebuckelten Raukopf gut vorstellen. Ich hatte zuvor Cortinarius casimiri im Kopf wg. dem kräftigen Buckel und genatterten Stiel, aber wenn der eintrocknet, müsste er viel kleiner/zierlicher werden. Das muss schon was Stabileres gewesen sein. Bei den fast frischen vom neuen Beitrag (6) fehlt mir eigentlich der Buckel – oder haben den die Maden eingeebnet (siehe das Loch im Hut)? Ich hatte vor Ort einen intensiven Geruchstest gemacht, weil ich eigentlich an C. callisteus oder C. limonius gedacht hatte. Heiße Lokomotive = C. callisteus?! Ein Stück vom Hut habe ich getrocknet – kann ich damit was eindeutig verifizieren?

Viele Grüße – Rika

Offline Gernot

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #11 am: 12. August 2018, 20:13 »
Servus, Rika,

schöne Ascofotos, gerne mehr davon. :D Ein paar Gedanken dazu:

(1) Die Reichhaltigkeit des Velums kann sehr variabel sein, insofern hat dieses Merkmal wohl keinen taxonomischen Wert. Genetische Untersuchungen sind mir aber nicht bekannt…

(2) Bin auf die weiteren Fotos gespannt.

(3) Ich sehe keine langen Randhaare auf deinen Aufnahmen, weshalb ich S. scutellata ausschließen würde (S. crinita ist übrigens deutlich häufiger).

(4) Wahrscheinlich Miladina lecithina.

(5) Wohl ein Dachpilz.

(6) Ich vermute ja, dass dein "Gürtelfuß spec." aus dem ersten Beitrag Cortinarius rubellus ist, und es würde mich nicht wundern, wenn du uns hier wieder einen solchen zeigst.

Schöne Grüße
Gernot

Offline UmUlmHerum

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Re: Augustpilze 2018 – im Bachbett
« Antwort #10 am: 12. August 2018, 18:29 »
Hallo miteinander!

Wie versprochen, hier der zweite Teil meiner Uffinger Funde vom 5.8.18. Auch dort war/ist es sehr trocken, so dass dieses moorwasserführende Bächlein fast ausgetrocknet war. Das hatte den unschlagbaren Vorteil, dass ich es stellenweise mit normalem Schuhwerk betreten konnte – sonst hätte ich diese Pilze (fast) alle nicht gesehen.

Habitat:


Ich habe 5 verschiedene Arten im durchfeuchteten Bachbett fotografiert (einen Rädchen-Tintling links liegen gelassen), von denen ich nur 1 halbwegs benennen kann, der Schildborstling auf Holz sollte sich auch eingrenzen lassen – 4 Ascomyceten und einen Lamellenpilz. Hier zeige ich nur einen Überblick und werde die drei Fraglichen in gesonderten Beiträgen im Expertenforum Mykologie anfragen, sonst ufert das hier aus.

Fangen wir mit dem (für mich) einfachsten Pilz an:
(1) Tarzetta cupularis bzw. velata (der Unterschied, wenn es wirklich einen gibt, ist mir nicht klar)


(2) An verschiedenen Stellen wuchsen gesellig diese borstigen Becherlinge, die aber m.E.n. nicht Humaria hemisphaerica sind. Sie sind extrem fest, wie ein dünnerer Fingernagel, und können reif völlig ausgebreitet sein. Weitere Bilder kommen in einen gesonderten Thread, es gibt davon Exsikkate.




(3) Dieser Baumstamm lag mit einem Ende im Wasser, also immer gut vollgesogen, und ließ sich zum Fotografieren herausziehen. Selbstredend habe ich ihn danach wieder sauber an Ort und Stelle legt. Bei der leuchtenden Scutellinia mit dunklen, langen Randhaaren auf Holz vermute ich S. scutellata, den Holz-Schildborstling.




(4) Ein Stück weiter lag der nächste bepilzte Baumstamm einseitig im Wasser, aber ein anderer großer Stamm so oben drauf, dass ich ihn nicht bewegen konnte. Zusätzlich war dort das Wasser so tief, dass man Fischerstiefel gebraucht hätte. Die Fotos machte ich am Ufer knieend mit ausgestreckten Armen und Blitz. Um an die Frk. zu gelangen, hätte ich jemand gebraucht, der mich an den Füßen festgehalten hätte – dann wäre ich event. bäuchlings gerade so drangekommen. Diese orangen, haarlosen(?), gerandeten Dinger kommen auch in einen gesonderten Thread.




(5) Jetzt zum einzigen Lamellenpilz: Alle paar Meter sah man einen oder zwei davon in der feuchten Bachbett-Böschung stehen. Vom mittleren Frk. habe ich einen Sporenabdruck versucht – erfolglos, aber als Exsikkat vorhanden. Hut-Ø des "Großen" gut 2 cm – ein Helmling? LBM... soll ich den auch noch gesondert einstellen? Oder lieber vergessen...




(6) Noch ein Nachtrag zum Moor: am 8.8.18 war ich zur Täublingsnachlese ja noch mal in diesem kleinen Moor. Da standen nun zwei neue, aber auch schon angetrocknete + vermadete Rauköpfe. Dem Geruch nach verbranntem Maschinenöl nach, könnte es Cortinaius (cf.) callisteus sein? Ein Stück vom Hut habe ich mitgenommen und getrocknet – falls das weiterhelfen könnte.


Wer meine Funde von vorgestern – wieder UmUlmHerum – anschauen möchte: http://www.pilzepilze.de/cgi-bin/webbbs/pconfig.pl?read=336876

Viele Grüße – Rika
 
 
« Letzte Änderung: 12. August 2018, 18:43 von UmUlmHerum »

Offline UmUlmHerum

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Re: Augustpilze 2018 – Moor-Täubling
« Antwort #9 am: 11. August 2018, 20:23 »
Liebe Leute,

jetzt bin ich wieder zuhause mit Mikro und etwas mehr Literatur. Aus WIKIPEDIA, GERHARDT, LAUX und GPBW habe ich eine Tabelle zu den Sporenangaben von Russula claroflava und Russula ochroleuca zusammengestellt. Erspart mir, die Tabelle abzutippen, nur soviel als Zusammenfassung aller Angaben:
Russula claroflava    7,0...12,0 x 6,0...10,0
Russula ochroleuca  6,8...11,0 x 6,1...8,0

Über Verfärbungen von Stiel, Lamellen, Fleisch gibt es keine richtige klaren Angaben, beide Arten können gelblich-ocker-bräunlich werden, ebenso wie beide im Alter/beim Trocken grauen – Ru.cla. halt etwas "mehr" als Ru.och.

Aber alle sind sich einig, dass
  • das SPP bei Ru.cla. blass-ocker bis gelblich (GPBW "rahmgelblich" – finde ich sehr treffend) sein soll, während es bei Ru.och. weiß sei (1a bis 1b).
  • der Q-Wert von Ru.cla. (ellipsoid nicht unter 1,1, auch größer 1,2) größer ist als von Ru.och. (rundlich 1 - 1,1).
  • die stacheligen Warzen von Ru.cla. allenfalls durch feine Linien verbunden sein sollen, bei Ru.och. gratige teilw. netzartige Verbindungen bestehen.
  • Ru.cla. komplett mild ist, dagegen Ru. och. schärfliche Lamellen hat.

Meine Entscheidungsargumente:
  • Standort im Moor mit Birken
  • Die UmUlmHerum-Ocker-Täublinge sind für mich ungenießbar scharf, während der Uffinger Moorfund überhaut nicht scharf ist.
  • UL-Ru.och. hat dunklere Hutfarben, deren Ocker ist ocker (zitronengelb kenne ich sie nicht), das Grün ist ein dunkles Olivgrün. Beim UFF-Ru.cla. geht das leuchtende Gelb zuweilen in ein helles Lindgrün über.
  • SPP siehe oben (rahmgelblich = wenn sich der Rahm bei Zimmertemperatur auf der frischen Kuhmilch absetzt).
  • Q-Werte vom Uffinger Fund: 1,13...1,26...1,35 aus 20 Messungen
  • Sporen und -ornament siehe Fotos.

Insofern habe ich ein ganz guten Gefühl, wenn ich diesen Uffinger Fund unter Russula claroflava ablege. Oder gibt es Widerspruch?
Christoph W. & Rudi herzlichen Dank für die Kommentare und Eingrenzungen ... sonst hätte ich lange suchen müssen.
 
Viele Grüße – Rika

Offline UmUlmHerum

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #8 am: 11. August 2018, 00:14 »
Hallo Hias,

ah – wie schade, dass ich keinen mitgenommen habe! Inocybe hatte ich vor Ort auch auf dem Radar, aber gedacht ojeoje, das will ich gar nicht erst versuchen... Aber ein Höckersporiger hätte mich schon lange interessiert. Vielleicht das nächste Mal, die waren schon öfter dort zu sehen.

So, jetzt noch was zu dem Gelben Täubling: man kann den Sporenabdruck auch dem weißen Papier gut erkennen, also nicht weiß. Nach der ROMAGNESI-Farbtafel würde ich 2a oder 2b sagen, aber zu 3a ist es auch nicht weit. Ich muss mir mal die R. ochroleuca UmUlmHerum genauer anschauen und vergleichen.

Zitat Wikipedia zu Russula claroflava, Artabgrenzung:
"Der ebenfalls essbare Zitronentäubling kann dem Gelben Graustiel-Täubling sehr ähnlich sehen, so ähnlich, dass der Gelbe Graustiel-Täubling lange Zeit nur als Varietät des Zitronentäublings galt. Er ist aber blasser, die Lamellen sind weißlich und schmecken meist schärflich."
... und die Sporen von R. cl. sind erkennbar größer und etwas länglicher als die von R. och. – also doch noch unters Mikro, wenn die Maden noch was übrig gelassen ahben ... morgen.

Danke & gute Nacht – Rika

 

Offline Hias

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #7 am: 10. August 2018, 09:34 »
Servus Rika,

die LBMs (3) im Sphagnum könnten höckersporige Risspilze sein (Napipes-Gruppe).

Grüße
Hias