Autor Thema: Augustpilze 2018  (Gelesen 649 mal)

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Offline UmUlmHerum

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #6 am: 8. August 2018, 23:52 »
Hallo Christoph,

merci für Deine Infos!

Heute war ich noch mal bei den Täublingen, echt krass – meine sämtlichen Fotomodelle sind verschwunden, während die beiden vertrockneten Gürtelfüße noch da waren. Von den spitzbuckeligen LBM kommen immer wieder frische, max. Hut-Ø 30 mm. Und dann waren da noch 2 Cortinarien, könnte der Rhabarberfüßige Raukopf Cortinarius callisteus sein, riecht jedenfalls ein wenig nach verbrannten Maschinenöl. Leider waren sie auch schon heftig vermadet. Cort. call. ist ziemlich häufig in der Gegend, aber ich kenne ihn aus oberflächensauren Fichten-Bergwäldern, nicht direkt im Torfmoos (Sphagnum)!? Ich muss erst noch die Fotos runterladen.

Ein paar Meter weiter gab es zum Glück noch einige von den gelben Täublingen. Bei einem älteren Frk. hatte der Stiel auch stellenweise einen bräunlichen Hauch. Aber alle Frk waren völlig vermadet, da wird nix mehr ggf. grauen, die brechen einfach zusammen. Ein anderes Exemplar hatte viel Grau in Stiel und Lamellen, aber ein Schimmel war gleichzeitig und bereits heftig zugange – keine Aussagekraft. Von zwei Hüten habe ich immerhin ein Stück mitgenommen, liegen schon auf weißem Papier. Morgen mehr dazu – ich vermute einen Weißsporer... Ach ja – die Begleitbäume: 90% Fichte, der Rest Birke.

Viele Grüße – Rika

Offline ChristophW

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #5 am: 8. August 2018, 13:05 »
Hallo Rika,

Beide lassen sich so wie 90% der Täubling so ca 50% häuten. Das hilft hier leider wohl kaum weiter.

Aber auf dem 2ten von Dir neueingestelltem Bild meine ich eine leichte Ockerverfätbung an der Stielbasis zu erkennen. Das hat R. Claroflava so nie und spricht schon sehr für R. ochroleuca.

Hast Du einen Fruchtkörper mitgenommen? Falls ja müsste ein Graustieltäubling nach der Zeit auch deutliche Grau—Verfärbungen an Stiel und Lamellen aufweisen.

Liebe Grüße
Christoph

Offline UmUlmHerum

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #4 am: 8. August 2018, 01:29 »
Hallo Christoph & Rudi,

herzlichen Dank für Eure Einschätzungen!

Tja, die Täublinge... wenn die Uffinger Ocker-Täublinge (mitten im Sphagnum, total sauer) gleich ausschauen wie die UmUlmHerum (Kalk!), dann sind die gelben nicht Russula ochroleuca. Und ob die Lamellen nun trockenheitsmäßig gilben/bräunen oder ob die Farbe vom SPP kommt? Und das Grau an den Lamellen – graut er oder schimmelt er? Siehe Fotos. Weiß jemand, wie weit sich die Huthaut der beiden Kandidaten (R. claroflava bzw. orcholeuca) abziehen lassen soll? Im GERHARDT steht nix drüber drin. Das Einfachste wäre, einen zu holen und ihn aussporen lassen. Mal schauen, ob ich noch dazu komme.

Ja, die Roten müssen irgendwelche Spei-Täublinge sein. Ich habe sie in den letzten beiden Jahren schon öfters in diesem Moor gesehen – sie waren immer komplett rot (ohne weiß), aber was heißt das schon bei Täublingen?

Gute Nacht – Rika
P.S.: Heute hat in Uffing es tatsächlich 1 Liter/qm geregnet  :o
« Letzte Änderung: 8. August 2018, 01:39 von UmUlmHerum »

Offline Rudi

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #3 am: 7. August 2018, 23:01 »
Hallo Rika,

sparsam gehts auch bei uns zu. Vielleicht demnächst auch ein paar Bildchen.
Dein Gelbling könnte auch gut ochroleuca sein, claraflava hat keine grünlichen Töne.
Und dein Rotling wird wohl einer der emeticas sein...

LG Rudi
Medicus curat, natura sanat (Während der Arzt kuriert, heilt die Natur-auch ihn)

Offline ChristophW

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Re: Augustpilze 2018
« Antwort #2 am: 7. August 2018, 17:25 »
Hallo Rika,

bei dem gelben Täublingen kann ich mir gut vorstellen, dass es sich um Russula claroflava, den gelben Graustieltäubling handelt. Er mag moorige Standorte und hat ockergelbes Sporenpulver.

Zum Rest kann ich leider nichts beitragen.

Viele Grüße
Christoph

Offline UmUlmHerum

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Augustpilze 2018
« Antwort #1 am: 6. August 2018, 15:54 »
Hallo miteinander!

Seit ein paar Tagen bin ich mal wieder im Bayrischen = Uffing am Staffelsee. Die Trockenheit in den "normalen" Wäldern ist auch hier verheerend, aber es gibt ja einige kleine Hochmoore und Bächlein, die noch nicht komplett ausgetrocknet sind. Da ich kein Mikro und an Pilzliteratur nur den große BLV-GERHARDT dabei habe, würde ich mich über Bestimmungstipps freuen!

Zuerst der einzige Pilz (1 Ramaria spec.) aus einem "normalen" Wald:




Und hier ein paar der Funde im Hochmoor bei Uffing-Heimgarten:

(2) Cortinarius spec. (vermtl. Raukopf)


(3) Little Brown Mushroom (Inocybe spec.)


(4) Leotia lubrica – Gallertkäppchen


(5) Amanita fulva – Rotbrauner Scheidenstreifling




(6) Gelbgrüner Täubling – mild, aber kratziger Abgang, ziemlich gelbes SPP. Hat jemand eine Idee dazu? → Russula claroflava (Edit 15.8.18)






(7) Rote Täublinge – sehr scharf, sehr weißes SPP – Tipp dazu?

Sobald ich dazu komme, gibt es eine Fortsetzung vom Bach mit braunem Moorwasser – einige Ascomyceten!
Viele Grüße – Rika
« Letzte Änderung: 15. August 2018, 22:02 von UmUlmHerum »