Autor Thema: Seltsamer Hexenröhrling wieder da  (Gelesen 309 mal)

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Offline Beorn

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Re: Seltsamer Hexenröhrling wieder da
« Antwort #3 am: 22. Juli 2018, 20:17 »
Hallo, Helmut!

Was die Bodenbeschaffenheit angeht, ist der "Flocki" wohl etwas variabler, als man so gemeinhin denkt.
Ich hatte auch schon Kollektionen von ihm nahe der Schwäbischen Alb gesehen, zusammen mit Pilzen wie Boletus aereus und Leccinum crocipodium. Wobei das nun auch nciht die strengsten Kalkzeiger sind, aber der Untergrund in dem Gebiet ist schon basisch, stellenweise oberflächlichen Säureeintrag schließe ich aber nicht aus (zB dürch Düngung / Gülle auf anliegenden Feldern?).

Variabel ist der zudem, auch die Stielbeflockung, aber so "spiegelglatt" wie bei dir habe ich's auch noch nie gesehen. Sieht tatsächlich komisch aus.
In die "Neoboletus" - Gattung sollte der aber auf jeden Fall gehören, denke ich. Aber außer bei Neoboletus erythropus (sensu Hahn, non sensu Vizzini et al.) wüsste ich den nun auch nirgendwo unterzubringen.

PS.: Sehe gerade, daß CHristoph sich dem annimmt, lasse meinen Kommentar trotzdem mal stehen, und bin mal gespannt ob da noch was Anderes raus kommt.


LG, Pablo.

Offline Christoph

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Re: Seltsamer Hexenröhrling wieder da
« Antwort #2 am: 22. Juli 2018, 20:14 »
Servus Helmut,

sieht wirklich interessant aus. Ich habe ja bald Ferien - magst du mir den Beleg schicken? Dann kann ich vielleicht was klareres dazu sagen.

Liebe Grüße,
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Helmut

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Seltsamer Hexenröhrling wieder da
« Antwort #1 am: 22. Juli 2018, 10:44 »
Liebe Röhrlingsfreunde,

vor zwei Wochen war er wieder da: Der Hexenröhrling, den ich alle Jahre wieder mitten in meinem Ort finde. Er erinnert stark an den Flockenstieligen (wie auch immer der jetzt mit wissenschaftlichem Namen heißen muss), hat aber keine so deutlichen Flöckchen am Stiel, manchmal wirkt er auch praktisch glatt. Im Vergleich zu den bestimmt hunderten von Flockis, die ich schon gesehen habe, kommt mir der einfach suspekt vor. Und: Er wächst nicht auf auf deutlich saurem Boden, sondern in Gesellschaft mit Boletus radicans, Boletus appendiculatus, Boletus luridus, Russula persicina u. v. a. unter alten Eichen auf einem Grünstreifen am Straßenrand. Ich komme zu keinem anderen Bestimmungsergebnis, der Glattstielige passt auch nicht.

Gruß Helmut

P. S.: Exsikkat vorhanden