Autor Thema: Ramaria cf flavoides  (Gelesen 1560 mal)

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Offline Josef

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #8 am: 14. Januar 2018, 07:13 »
gut so machne wir es, josef

Offline Beorn

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #7 am: 11. Januar 2018, 19:41 »
Hallo, Josef.

Das geht sicherlich, die großen "Ramaria - Ramarien" auch ohne Rhizomorphen zu bestimmen. Aber vermutlich nicht mit so geringer Erfahrung auf dem Bereich, wie bei mir.
Aber so ist es ja in den meisten Gattungen: Man muss sich ein wenig reinarbeiten und damit befassen.
Dann akzeptiere ich auch lieber mal einen unbestimmten Fund, als mir nachher was Falsches einzuprägen.

Ich melde mich wieder, wenn wir diesen Kandidaten nochmals aufstöbern konnten.
Oder sich andere, hübsche Korallen dazwischendrängeln.


LG, Pablo.

Offline Josef

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #6 am: 5. Januar 2018, 08:28 »
Hallo Pablo,

zu deiner Frage mit dem Mycelfilz. Am besten ist es, wenn eine Probe von der untersten Basis, also sehr Substrat nah entnommen wird. Natürlich geht das nicht immer und manchmal ist so gut wie nichts zu finden.
In der Regel sollte aber eine Ramaria der Untergattung Ramaria - also die großen Mykorrhiza bildenden Arten - auch ohne Basalmycel bestimmbar sein. Das Mycel und die Rhizomorphen sind dabei ein gutes weiteres Merkmal, dass hinzugenommen werden kann.
Anders ist das z. B. bei der Untergattung Lentoramaria, wie R. strichta, R. gracilis, R. suecica und andere, da sind die Rhizomophen sehr wichtig und nicht verzichtbar.

Warten wir also ab, ob ihr die Ramaria nochmal findet um neue Bilder und etwas Substrat mit Rhizomorphen zur erhalten.

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

herzliche Grüße, Josef

Offline Beorn

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #5 am: 1. Januar 2018, 16:37 »
Hallo, Josef!

Ein frohes Neues Jahr zunächst Mal!
Für deine Einschätzung schon jetzt ein Dankeschön, dieser Fund scheint ja nicht so ganz einfach einzuordnen zu sein. Mir fehlt freilich viel erfahrung, nicht nur in der mikroskopischen, sondern auch in der makroskopischen Betrachtung der Merkmale bei der Gattung. Einfacher wird's auch nicht, wenn man die Fruchtkörper dann nicht am Standort sehen und untersuchen konnte.

Die Frage ist halt, wie verlässlich die Untersuchung des Mycelfilzes außen an der Strunkbasis gegenüber "richtigen" Rhizomorphen ist, oder ob ich die gelifizierten Bereiche in der Trama einfach nicht gefunden hatte.

Insofern ist das Exsikat, was ich habe, vielleicht auch nicht das Beste zum Untersuchen, verschicken kann ich es natürlich trotzdem.
Ideal wäre es wirklich, den Pilz im kommenden Jahr nochmal beobachten zu können. Ich werde mal zusehen, mit meinem Vereinskameraden mal der Stelle einen Besuch zum richtigen zeitpunkt abzustatten.


Liebe Grüße,
Pablo.

Offline Josef

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #4 am: 24. Dezember 2017, 08:47 »
Hallo Pablo,

nun hatte ich etwas Zeit deine Ramaria etwas anzusehen, vielen Dank für deine gute Darstellung.
Ein Problem ist, dass die Frk. etwas überaltert sind, du schreibst dass sie etwas mehr zitronengelb waren als auf dem Bild. In Kombination mit den Sporen und den Schnallenbildungen ist deine vorläufige Bestimmung zu R. flavoides gut möglich. Dass die Hyphen im Basalmycel nicht gelatinös sind, sondern eher dickwandig lässt an R. flavoides zweifeln wie du auch das richtig beschrieben hast.

Ich bin ganz deiner Meinung, dass es nicht R. flavoides ist und die ähnliche, gelatinöse R. primulina kommt somit auch nicht in Betracht. Es gibt Frk. von R. flavescens die sehr lange eine rein gelbes Aussehen haben können, um dann erst im Alter rosa gefärbte Ästen zu bekommen, aber diese hat auch keine dickwandigen Hyphen im Basalmycel.

Der Vergleich mit meiner internationalen Literatur bringt uns da momentan auch nicht weiter, da ich gerne erst die frischen Farben sehen möchte.

Daher nun meine Frage kann diese interessante Ramaria nochmal frisch gefunden und mit guten Farbfotos und Beschreibungen (z.B. Farbe der Äste und Astspitzen, Astwinkel) versehen werden. Inzwischen kann ich gerne den hier dokumentierten Fund ansehen und schon mal mit meinen Unterlagen vergleichen.

Beste Grüße, Josef

Offline Beorn

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #3 am: 10. Dezember 2017, 21:11 »
Hallo, Christoph!

Rhizomorphen hatte ich ja leider keine. Darum konnte ich nur den Filz an der Stielbasis untersuchen, ohne gelifizierte Hyphen zu finden. Was jetzt nicht heißen muss, daß zB in den Rhizomorphen keine da gewesen wären. Das ist also ein Unsicherheitsfaktor in der Untersuchung.

Ansonsten - was ich oben nicht geschrieben hatte - keine Auffälligkeiten: Verfärbung mit KOH fehlt, keine Verfärbung im Schnitt / Verletzung, Geruch & Geschmack unauffällig.

Danke schon mal für deinen beitrag und die Nachricht an Josef Christan!


LG; Pablo.

Offline Christoph

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #2 am: 10. Dezember 2017, 20:17 »
Servus Pablo,

ich habe Josef schon angeschrieben, aber er war (oder ist noch?) im Urlaub. Er wird sich sicher noch melden. Wenn die Hyphen an der Strunkbasis bzw. die Rhizomorphen (ich schaue lieber die an, das finde ich klarer) nicht gelifiziert sind, dann wäre Ramaria flavoides auszuschließen. Aber ich lasse lieber Josef was dazu sagen...

Liebe Grüße,
Christoph
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Beorn

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Ramaria cf flavoides
« Antwort #1 am: 6. Dezember 2017, 20:09 »
Hallo in die Runde!

Ich probiers jetzt mal direkt hier mit dem Pilz, weil zumindest ein guter Ramaria - Kenner wird ja voraussichtlich einen Blich drauf werfen.

Gefunden habe ich den Pilz nicht selbst, sonst gäb's auch Standortbilder, sondern den brachte ein Pilzvereinskollege Ende Oktober zum Fachtreffen mit. Darum auch noch schwieriger zu beurteilen, insbesondere, wenn man in der Gattung wie ich kaum Kenntnisse und Erfahrung hat. Jedenfalls war mir irgendwie nicht so nach "Bestimmung" per Bildvergleich in Pilze der Schweiz, ein Versuch nach Christan - Monografie war's mir schon wert.

Mikros sind vom Frischmaterial, Farben vom mitgebrachten Fruchtkörper passen so halbwegs, frisch waren sie eigentlich noch etwas zitronengelber, auf den Bildern kommen die ockerlicher rüber, als es tatsächlich der Fall war.

Fundort war im südöstlichen Pfälzer Wald, wobei ich die genaue Stelle nicht kenne, aber jedenfalls charakterisiert durch Laubwald (vorwiegend Rotbuche) auf tendenziell eher saurem Boden, aber unweit des Wegrandes konnte auch ein künstlicher Kalkeinfluss nicht ausgeschlossen werden

Beim Schlüsseln kam ich so etwas schwankend bei Ramaria flavoides raus. Allerdings mit gewisser Unsicherheit, vor allem was Farbspiele betrifft und weil ich doch keine wirklich gelifizierten Hyphen fand. Käme diese Bestimmungsidee hin oder ist das total abwegig?
Ein Beleg ist getrocknet, falls es was Ausgefallenes wäre und nachgeprüft werden müsste.


LG, Pablo.