Autor Thema: Abholzung  (Gelesen 1871 mal)

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Offline Christoph

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Re: Abholzung
« Antwort #6 am: 12. Mai 2017, 00:21 »
Gern geschehen, Thomas. So, jetzt muss ich ins Bett - muss morgen in 5 Uhr Früh wieder raus - das Abitur steht an und ich muss/darf die Aufgaben für meine Schüler raussuchen und vorher selbst durchgehen und lösen.  8)

LG
Christoph  :)
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline blacky

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Re: Abholzung
« Antwort #5 am: 12. Mai 2017, 00:07 »
Danke Christoph,
ich merkte schon, dass meine Erinnerung lückenhaft war. Aber jetzt hat es sich hoffentlich ins Gedächtnis "geschrieben".
Dir und allen morgen noch einen angenehmen letzten Arbeitstag.
LG.
Thomas
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Offline Christoph

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Re: Abholzung
« Antwort #4 am: 10. Mai 2017, 23:21 »
Servus Thomas...

Zitat
Ich glaube mich richtig zu erinnern, dass ich auch extra vom Parkplatz aus schaute und Gott sei Dank keine Abholzung sehen konnte.

Das wäre sehr beruhigend, denn dort sind eben sehr viele, äußerst wertvolle Myzelien auf kleiner Fläche zu finden. Der Wert des Waldstücks ist allgemein bekannt, sodass es sein kann, dass es aus der Forstwirtschaft herausgenommen wurde. Doch wie sicher ist das?

Zitat
Sobald ich dort wieder hinkomme werde ich Aufnahmen machen und hier einstellen.

Danke, das wäre eine gute Idee, auch wenn es wenig Freude bereiten wird, die Fotos anzusehen  :-X

Zitat
Übrigens auf der anderen Seite, also wenn man über die Brücke geht und links abbiegt wurde auch eingeschlagen.

Na super...

Zitat
Übrigens Christoph, war ich vor zig Jahren mal mit dir dort unterwegs und ich kann mich noch genau erinnern, dass du mir damals den würzigen Tellerling= Clitopilus geminus gezeigt hattest, mit in etwa folgender Anmerkung: Der fällt bestimmungsmäßig etwas aus dem Rahmen und hier muss man sich den Pilz als solchen einprägen. Jetzt werde ich allerdings etwas unsicher, nicht bezüglich des Pilzes, sondern was du genau dazu gesagt hattest.

Ich erinnere mich auch  ;). Rhodocybe gemina - es ging mir damals um die Gattung an sich. Die Gattung Rhodocybe ist makroskopisch (ohne Sporenabwurf) irgendwie schwer greifbar. Wenn man die Einzelarten aber kennt, geht es. Beispielsweise Rhodocybe nitellina - sieht aus wie ein Rübling, fühlt sich an wie ein Rübling, ist aber kein Rübling. Rhodocybe gemina erinnert an eine Lepista (zumal auch bei ihr die Lamellen ablösbar sind und sie aromatisch riecht), ist aber keine Lepista. Da hilft es, die Einzelart zu kennen. So war es gemeint.

LG
Christoph

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Offline blacky

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Re: Abholzung
« Antwort #3 am: 10. Mai 2017, 11:55 »
Christoph Servus,
du hast Recht, dass sich die Abholzung rein finanziell gesehen, für den Eigentümer gelohnt hat. Ich hatte nicht daran gedacht, dass diese großen gesunden Buchen ja sehr wertvoll sind. Setzt man den Gewinn in das Verhältnis zur Zerstörung, ist es ein katastrophales Ergebnis. Eine“ gesunde“ Holzwirtschaft sieht anders aus. Aber dies würde hier viel zu weit führen. Anmerken muss ich zu dem vorliegenden Fall, dass ich -zumindest noch nicht- die Gründe kenne. In jedem Fall “ treibt`s einem die Tränen in die Augen“ wenn man das Gebiet vorher kannte und jetzt sieht.
Du schreibst:
“…. dass auch rechts, also südlich der Pionierbrücke (so heißt die, glaube ich) eingeschlagen wurde?“
Ich glaube mich richtig zu erinnern, dass ich auch extra vom Parkplatz aus schaute und Gott sei Dank keine Abholzung sehen konnte. Leider hatte ich insgesamt keine Fotos gemacht, was ich nun bedauere. Sobald ich dort wieder hinkomme werde ich Aufnahmen machen und hier einstellen. Übrigens auf der anderen Seite, also wenn man über die Brücke geht und links abbiegt wurde auch eingeschlagen.
Sobald ich Zeit habe, werde ich versuchen herauszubekommen, wer Eigentümer ist. Wie du schon schreibst, sind bei Privateigentum die Möglichkeiten eine Einschränkung der Abholzung zu erreichen sehr gering. Wenn ich mir die Gesetzeslage hierzu anschaue, gehen Sie gegen null (Rein vorsorglich: ich möchte nicht alles schlecht reden, aber hier ist es einfach so). Dies würde auch in diesem Punkt zu einer ausufernden Diskussion führen, so dass ich dies einfach so stehen lasse.
Übrigens Christoph, war ich vor zig Jahren mal mit dir dort unterwegs und ich kann mich noch genau erinnern, dass du mir damals den würzigen Tellerling= Clitopilus geminus gezeigt hattest, mit in etwa folgender Anmerkung: Der fällt bestimmungsmäßig etwas aus dem Rahmen und hier muss man sich den Pilz als solchen einprägen. Jetzt werde ich allerdings etwas unsicher, nicht bezüglich des Pilzes, sondern was du genau dazu gesagt hattest. Wenn du dazu kommst, korrigier mich bitte entsprechend, würde mich doch sehr interessieren.
Sobald ich etwas über den/die Eigentümer erfahre, melde ich mich wieder.
LG.
Thomas
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Offline Christoph

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Re: Abholzung
« Antwort #2 am: 9. Mai 2017, 23:27 »
Servus Thomas,

das klingt erschreckend! Lese ich richtig, dass auch rechts, also südlich der Pionierbrücke (so heißt die, glaube ich) eingeschlagen wurde? Die dortigen Buchen sind unter anderem Mykorrhizapartner von Ramaria formosa, Rubroboletus rubrosanguineus, Rubroboletus rhodoxanthus, Cortinarius crystallinus und vielen, weiteren, schützenswerten Arten.
Links der Brücke, also der schmale Streifen in Richtung Gauting ist - wie du ja schreibst - auch nicht ohne. Da finde ich Hasenröhrlinge und Unmengen an Grünen Knollis, wenn sie Lust zum Fruktifizieren haben. Ich bin aber meist in dem kleinen Streifen rechts, also das, was zwischen Weiherbuchet und Würm liegt, unterwegs.

Nur gut, dass das Weiherbuchet selbst Naturwaldreservat ist und dort folglich nicht mehr eingeschlagen wird. Dass der schmale Streifen an der Würm aber auch extrem wertvoll ist, ist aber allgemein bekannt. Wenn auch dort wirklich eingeschlagen wurde, ist das schon extrem grob.

Um die Gründe zu eruieren, müsste man wissen, wem der Wald gehört. Das Weiherbuchet selbst ist ja Staatsforst. Ich hätte vermutet, dass auch der Wald direkt an der Würm Staatsforst sei und nur wegen der Straße nicht mit ins NRW aufgenommen wurden. Wenn es aber beispielsweise Privatwald ist, dann ist es schwierig, dem Eigentümer die Holznutzung zu untersagen. Alte Buchen sind ja doch etwas wert. Dass es keinen finanziellen Vorteil hätte, dort einzuschlagen, glaube ich nicht wirklich. Wenn es Pribvatwald ist, reicht auch eine relativ kleine Rendite - die Wälder werden dann oft wie eine kleine Spardose verwendet. Muss man eine Anschaffung machen, lässt man einschlagen.
Wie gesagt: nur wenn man den Besitzer kennt, kann man nachhaken, nachfragen.

Nachdem mir am Lech an meiner Lieblingsmorchelstelle die Eschen weggeschlagen wurden wäre das der nächste Tiefschlag für mich, wobei der hier deutlich schwerer wiegt.

LG
Christoph
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Offline blacky

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Abholzung
« Antwort #1 am: 9. Mai 2017, 19:27 »
Hallo zusammen,
letzten Mittwoch war ich im Würmtal auch Mühltal genannt, zwischen Gauting und Starnberg. Dies ist ein Gebiet, das ich öfters besuche und den Meisten aus dem weiteren Münchner Umland bekannt ist. Es ist auch mein eines meiner Sammelgebiete für die Pilzausstellungen in München. Ich war erschrocken, was dort an Bäumen gefällt wurde und wie der Boden von den Fahrzeugen aufgearbeitet war. Die genaue Stelle befindet sich kurz nach dem Schlossberg an der Staatsstraße 2063, östlich davon befindet sich der Weiherbuchet westlich die Mühlthaler Leite. Dort fließt die Würm sehr nah an der Staatsstraße und es befindet sich an dieser Stelle ein Parkplatz. Direkt vom Parkplatz geht eine Brücke über die Würm. Geht man nicht über die Brücke sondern gleich links befindet sich ein schmaler Streifen in Richtung Gauting der eingegrenzt wird von der Staatsstraße und der Würm. Auf diesem schmalen Streifen wurde auch ordentlich eingeschlagen. Sollte der Einschlag aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt sein, ist dies für mich nicht nachvollziehbar, denn es lohnt sich kaum. Ganz abgesehen davon, dass es sich um ein wunderbares Stück Landschaft handelte und es jetzt eigentlich kaputt gemacht ist. Da kann man langsam schon verzweifeln. Ich habe noch nicht eruiert, in wessen Eigentum dieses Gebiet steht.
Ich möchte vorab fragen, ob jemand hierüber irgendetwas weiß und ob es Gründe für diese Abholzungen gab. Es handelte sich, soweit ich dies beurteilen kann, auch um ältere Bäume. Sollten Fragen bestehen, beantworte ich diese gerne, soweit es mir möglich ist.
Euch allen noch eine schöne Woche.
Thomas
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