Autor Thema: Schwefelporling  (Gelesen 1810 mal)

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Offline Schorsch

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Re: Schwefelporling
« Antwort #9 am: 12. Juli 2017, 13:21 »
So ich bin Euch ja noch das weitere Schicksal unseres Schwefelporlings schuldig.
Am 17. Mai hatte er ordentliche Hüte ausgebildet wie es sich für einen anständigen Laetiporus gehört. Also eher keine Konidienform.
Am 24. Juni war er abgefallen oder wurde zerstört? Es lagen nur mehr zahlreiche Fragmente am Boden.
Eines habe ich mit nach Hause genommen um es nach Sporen zu untersuchen. Aber der "Sporenstaub", welchen es in Massen absonderte, waren nur Hyphenfragmente. So hab ich das gute Stück am letzten Wochenende Christophs Abfalltüte übereignet. Mal schauen, ob er sich nächstes Jahr wieder sehen lässt.
Der Pilz natürlich - Christoph ja sowieso  :) :)
Liebe Grüße Schorsch
« Letzte Änderung: 12. Juli 2017, 13:40 von Schorsch »
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Offline Christoph

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Re: Schwefelporling
« Antwort #8 am: 7. Mai 2017, 19:47 »
Das nenne ich vorbildlich! Statt alles runterzurupfen lieber nachhaltig sammeln (also ohne zu sehr durch das Sammeln zu "schaden") - und siehe da, es bleibt ein interessantes Beobachtungsobjekt für die Wissenschaft am Baum (zumal es dir ja eh nicht so gut geschmeckt hat).  8)

Liebe Grüße,
Christoph
« Letzte Änderung: 7. Mai 2017, 20:37 von Christoph »
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Schorsch

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Re: Schwefelporling
« Antwort #7 am: 7. Mai 2017, 19:43 »
Nachdem ich nur ein kleines Stück entnommen habe, hoffe ich, dass ich die weitere Entwicklung beobachten kann. Ich werde dann zu gegebener Zeit an dieser Stelle über den weiteren Verlauf berichten.
Liebe Grüße Schorsch
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Offline Christoph

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Re: Schwefelporling
« Antwort #6 am: 7. Mai 2017, 19:39 »
Lieber Schorsch,

junge Fruchtkörper wären natürlich einfach nur steril. Man würde aber erwarten, dass sich bereits deutliche Hutkanten ausbilden (und dann bald mit der Lupe erste Poren/Röhrenansätze erkennbar wären).

Die Nebenfruchtform wächst eher unregelmäßig, bildet keine Hüte/Hutkanten aus. Wenn man lang genug wartet, müsste man im Inneren dann Chlamydosporen finden. Ich habe die Nebenfruchtform aber eben selbst noch nicht gefunden und mikroskopiert, weshalb ich da nur das sagen kann, was ich aus der Literatur zu wissen meine.

Hast du Chlamydosporen finden können? Ansonsten hättest du länger warten müssen. Vielleicht ist ja am Baum noch was übrig. Dann sollte es ja leicht sein, in ein paar Wochen zu sehen, ob daraus richtige Fruchtkörper wurden oder ob es wirklich die Nebenfruchtform ist. "Meine" jungen Schwefelporlinge sahen jedenfalls "ordentlicher" aus  ;)

LG
Christoph
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Offline Schorsch

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Re: Schwefelporling
« Antwort #5 am: 4. Mai 2017, 13:58 »
Lieber Christoph,
mir ist immer noch nicht klar, was der Unterschied ist zwischen einer Anamorphe und einem einfach nur jungen, noch im Wachstum befindlichen Schwefelporling. Bei ersterem müsste ich ja Clamydosporen finden. Ich hab noch ein Teil übrig. Wo muss ich da nach den Sporen suchen?
Mikroskop läuft schon warm :) ;D ;)
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Offline Christoph

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Re: Schwefelporling
« Antwort #4 am: 4. Mai 2017, 13:35 »
Grias di Schorsch,

ich wäre vermutlich nie auf die Idee gekommen, auch die Nebenfruchtform zu essen. Ich mag ja auch keinen Schimmel auf dem Käse (o.k., liegt mehr am Käse als am Schimmel).
Was den klassichen Schwefelproling angeht, muss ich aber zugeben, dass ich dessen Schnitzel durchaus schätze. Besser als veganes Sojapressfleisch. Fleischersatzprodukte wie Laetiporus-Schnitzel mit echtem, saftigem, g'schackigem Fleisch zu vergleichen, ist aber unfair.  8) :D ;)

LG
Christoph
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Offline Schorsch

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Schwefelporling überlebt
« Antwort #3 am: 4. Mai 2017, 09:16 »
Nachtrag:
Claudia Görke hat mich auf einen Artikel von Jahn hingewiesen:
Jahn,H. (1970): Ceriomyces aurantiacus Pat., eine Nebenfruchtform des Schwefelporlings (Laetiporus sulphureus). Natur und Heimat 30, 85-88.
Geschmacklich gut; Verträglichkeit gut; bei mir kompatibel mit alkoholfreiem Weißbier, Merlot von Vinum & Oleum (von Hias = Mathias Dondl) und Campari.
Dennoch bevorzuge ich ein normales Schnitzel und lass die Schwefelporlinge zukünftig weiter ihr destruktives Geschäft verrichten.
Liebe Grüße Schorsch
 :) :) :)
« Letzte Änderung: 4. Mai 2017, 11:34 von Schorsch »
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Offline Hias

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Re: Schwefelporling
« Antwort #2 am: 4. Mai 2017, 09:14 »
Servus Schorsch,

wenn's dir heut nicht so gut geht, liegt's nicht am Schwefelporling, sondern am bleifreien Weißbier ;D

Offline Schorsch

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Schwefelporling
« Antwort #1 am: 3. Mai 2017, 21:07 »
Heute habe ich einen jungen Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) gefunden. Er war noch ohne Poren.
Dennoch habe ich mir ein Stück abgeschnitten und heute Abend in Butter gebraten. Geruch in der Küche war zum K..., aber ich habe 3 kleinere Scheiben probiert und er hat nicht schlecht geschmeckt.
Was tut man nicht alles als Pilzberater um mitreden zu können. Das anschließende Speckbrot zu alkoholfreiem Weißbier hat mir jedenfall viel besser gemundet. Wenn ich morgen noch lebe, kann ich Euch etwas zur Verträglichkeit erzählen. Der Pilz wuchs übrigens an Eiche.
Mulmige Grüße Schorsch

PS: Christoph und Dr. Claudia Görke denken, dass es sich um ein Anamorph des Schwefelporlings handelt.
« Letzte Änderung: 3. Mai 2017, 21:32 von Schorsch »
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