Autor Thema: Streithähne am Buchenasterl  (Gelesen 8938 mal)

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AK_CCM

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Re: Streithähne am Buchenasterl
« Antwort #4 am: 8. Februar 2009, 11:00 »
Danke für eure Beiträge,

vielleicht schaue ich am Fundort nochmals vorbei und sammle Untersuchungsmaterial auf.

Derzeit kann ich das aber nicht versprechen.

Gruß, Andreas

Offline Christoph

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Re: Streithähne am Buchenasterl
« Antwort #3 am: 8. Februar 2009, 10:22 »
Hallo Andreas,


ich bin bei beiden skeptisch. Die Phanerochaete würde das Holz deutlicher blutrot färben (jedenfalls kann sie das...), würde aber insbesondere selber rötliche Rhizomorphen haben. Ich habe sie schon sehr oft in der Hand gehabt (BayerWald) und mit fehlt der charakteristische Farbton der Rhizomorphen.

Das Steccherinum ist noch jung, wie man sieht. In dem Stadium hat St. ochraceum gewöhnlich nur kurze Knubbel. Wie lang sind denn die Stacheln? Der Farbton ist mir auch zu gebrochen, nicht leuchtend genug orangelich. Da Du ja mit Weißabgleich fotografierst, sind die Farben orignalgetreu?

Mein Tipp: Sporen vermessen (muss sehr genau erfolgen, da die Sporen klein sind und die Unterschiede in der Länge zwar prozentual auffällig sind, aber absolut nicht ganz so einfach zu detektieren sind), Schnallen überprüfen und dann mit Nordic Macromycetes vol. 3 Schlüsseln.

Vielleicht kommt Steccherinum robustior heraus, was ich fast vermuten würde.

LG
Christoph
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Peter

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Re: Streithähne am Buchenasterl
« Antwort #2 am: 8. Februar 2009, 10:08 »
Hallo Andreas,

Steccherinum ochraceum ist mir diese Woche auch zweimal in die Finger geraten. Die relativ kurzen Stacheln passen. Routinemäßig solltest du aber prüfen, ob die Sporen dazu passen.
Die Phanerochaete würde ich so nicht kartieren nur aufgrund der gezeigten Holzverfärbungen.


Einen schönen Sonntag wünscht Peter
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AK_CCM

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Streithähne am Buchenasterl
« Antwort #1 am: 7. Februar 2009, 23:29 »
Hallo zusammen,

heute war ich zusammen mit Andreas Staber bei Bergheim südwestlich von Augsburg auf Fototour unterwegs. Viel haben wir in der kurzen Zeit zwar nicht gefunden, aber einen Buchenast fand ich recht interessant. Dort kämpften zwei Pilze um das Substrat: An der Bruchstelle des Astes konnte man die Demarkationslinien erkennen. Der stachelige Kollege war Steccherinum occhraceum und den anderen würde ich aufgrund der rötlichen Holzverfärbung als Phanerochaete sanguinea ansprechen - was meint ihr: Liege ich richtig mit meiner Vermutung?

Gruß, Andreas