Autor Thema: Phlebia?  (Gelesen 2210 mal)

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Offline Beorn

  • Beiträge: 268
Re: Phlebia?
« Antwort #3 am: 16. Mai 2014, 18:09 »
Hallo, Frank!

Danke dir für deine Einschätzung, nicht nur in einer undankbaren Gattung, sondern auch noch bei durchaus undankbaren Mikrodaten.  ;D
Phlebia livida erschien mir uch am wahrscheinlichsten, aber ohne eine Sporengröße zu wissen und ohne sicher zu sein, nicht doch ein paar Zystiden übersehen zu haben, bi ich auch bei anderen Arten, wie zB Phlebia subcretacea oder Phlebia lilascens gelandet. Kommt halt drauf an, in welche Richtung ich bei Unsicherheit den Schlüssel verfolge.
Die weiteren Optionen erschienen mir immerhin durch unpassendes Substrat und / oder allgemeine Seltenheit eher unwahrscheinlich. Auf Bildvergleich im Netz mochte ich mich allerdings nicht evrlassen, gerade bei seltenen Arten, zu denen es online nur sehr wenige, sichere Bilder gibt, wird ja nur eine sehr geringe Nuance der echten Variationsbreite abgebildet.

So bleibt der Fund eben unsicher und muss als cf livida zur Seite gelegt werden.
Immerhin, besser als nichts.


LG, pablo.

Offline Frank D.

  • Beiträge: 221
    • Tomentella
Re: Phlebia?
« Antwort #2 am: 15. Mai 2014, 21:30 »
Hallo Pablo,

Phlebia ist eine eher undankbare Gattung auf Grund der geringen Unterschiede zwischen manchen Arten.
Wenn ich deinen Angaben und Bild 3 folge, würde ich bei Phlebia livida landen. Aber das ist nur eine grobe Einschätzung.

LG
Frank

Offline Beorn

  • Beiträge: 268
Phlebia?
« Antwort #1 am: 15. Mai 2014, 20:25 »
Hallo, Liebe Leute!

In einem anderen Forum gehen solche Sachen zu schnell unter.
Darum versuche ich's mal hier (sollte ich vielleicht zukünftig wieder häufiger machen).

Gefunden wurde am 07.05.2014 eine Phlebia:
Nördliches Oberrheingebiet (Viernheimer Heide), Sandboden, eher sauer;
Mischforst aus Kiefern, Buchen, Wildkirsche, Robinie und einigem mir unbekanntem Gebüsch.
Substrat ist ein liegender, noch berindeter Ast von Fagus; nicht allzu viel Bodenkontakt;
Gelände eher trocken, aber der Ast liegend am Rand einer kleinen Mulde.

Makroskopisch:





Mikroskopisch wird's mit meinem Billig - Spielzeug - Mikro dann etwas schwierig.
Auch ist der einzige Schlüssel, den ich zu der Gattung habe, der in den GPBW, und der ist - naja - etwas seltsam, je nach dem, wie man "faltig - poroid bis fast - poroid" vs "glatt, warzig oder gewimpert - stachelig" interpretiert.
Was ich gefunden habe, sind Schnallen:

Was ich - glaube ich - nicht gefunden habe, sind Zystiden:



Oder sind das hier vielleicht welche:

?

Die Sporen sind klein, eine Messvorrichting feht mir, aber ich denke nicht, daß die unter 1,5 µm breit sind.
Die Form ist breitelliptisch bis zylindrisch, teils auch allantoid:


Ich weiß es wird schwierig, aber vielleicht kennt sich ja jemand hier mit dieser hübschen Gattung aus.
Und wenn's nicht reicht für eine Bestimmung ist es auch nicht schlimm.


LG, Pablo.
« Letzte Änderung: 15. Mai 2014, 20:31 von Beorn »