Autor Thema: Phlebiopsis gigantea oder was?  (Gelesen 3791 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline gabikob

  • Beiträge: 1.919
Re: Phlebiopsis gigantea oder was?
« Antwort #9 am: 13. Januar 2013, 17:07 »
Hallo Frank,
Ich werde aber trotzdem deine Erfahrung in keinen Bestimmungsschlüssel einbauen.
;D schade eigentlich, war wirklich eine überraschend angenehme Erfahrung, deutlich milder als Schmetterlingstramete oder gar Birkenporling. ;D
LG
Gabriele
« Letzte Änderung: 13. Januar 2013, 18:08 von gabikob »

dorle

  • Gast
Re: Phlebiopsis gigantea oder was?
« Antwort #8 am: 13. Januar 2013, 13:46 »
Äh!!!!Reingefallen :o
Mal wieder nicht richtig aufgepaßt.
Mann sollte halt vorher sich den gezeigten Pilz nochmal anschauen.
Weitere Geschmacksproben folgen nun von mir ;D
Thomas

Offline Frank D.

  • Beiträge: 221
    • Tomentella
Re: Phlebiopsis gigantea oder was?
« Antwort #7 am: 13. Januar 2013, 13:38 »
Lieber Thomas,

das mit dem Kosten war doch nur ein joke!  :) Bei den Corticiaceen, von denen viele kaum sichtbare Belege auf Holz bilden, ist der Geschmack wirklich nicht relevant und auch kaum realisierbar. Man hat mal begonnen bei Porlingen zumindest eine Unterscheidung ob bitter oder nicht zu treffen. Soweit kann man noch mitgehen. In Pilzgruppen, wo Speisepilze vorkommen, sind diese Merkmale natürlich von Bedeutung.

Beste Grüße
Frank

dorle

  • Gast
Re: Phlebiopsis gigantea oder was?
« Antwort #6 am: 13. Januar 2013, 13:27 »
Hallo Frank,
ich kenne mich mit dem Pilz zu wenig aus.
Aber rein interessehalber:  Warum würdest Du diese Erfahrung in keinen Schlüssel einbauen?
Thomas

Offline Frank D.

  • Beiträge: 221
    • Tomentella
Re: Phlebiopsis gigantea oder was?
« Antwort #5 am: 13. Januar 2013, 11:16 »
Hallo Gabriele,

vielen Dank für deine Funktion als "Vorkoster". :D
Ich werde aber trotzdem deine Erfahrung in keinen Bestimmungsschlüssel einbauen.

Beste Grüße
Frank

Offline gabikob

  • Beiträge: 1.919
Verkostung
« Antwort #4 am: 12. Januar 2013, 18:37 »
Hallo Ihr,

auftragsgemäß habe ich heute nachmittag die Phlebiopsis gigantea in Form eines Sorbets (3 Grad Minus) direkt von Baum weg verkostet:

Im Biß angenehm, Geschmack ebenfalls angenehm pilzlich, sehr mild, mit einem leichten Hauch von Milchcreme.
Auch nach sehr langem Kauen keinerlei bittere oder zusammenziehende Komponenten, sondern duchgehend auffallend mild.
Zudem auch keinerlei wachsige Komponente, wie vom Anblick her zu erwarten.

... und noch geht's mir gut.

LG
Gabriele
« Letzte Änderung: 12. Januar 2013, 19:43 von gabikob »

Offline gabikob

  • Beiträge: 1.919
Re: Phlebiopsis gigantea oder was?
« Antwort #3 am: 6. Januar 2013, 16:08 »
Hallo Frank,
allerbesten Dank!
Schade dass du den Pilz nicht gekostet hast. :) Der Geschmack wurde bis jetzt nirgends beschrieben.
Das werde ich nachholen, versprochen!
Der wächst genau an einer meiner Hauptlaufrouten.
Herzliche Grüße zurück
Gabriele
Ich werde berichten... ;D
« Letzte Änderung: 6. Januar 2013, 16:10 von gabikob »

Offline Frank D.

  • Beiträge: 221
    • Tomentella
Re: Phlebiopsis gigantea oder was?
« Antwort #2 am: 6. Januar 2013, 15:20 »
Hallo Gabriele,

da hast du doch alles richtig erkannt! Es spricht alles für Phlebiopsis gigantea.
Schade dass du den Pilz nicht gekostet hast. :) Der Geschmack wurde bis jetzt nirgends beschrieben.

Beste Grüße
Frank

Offline gabikob

  • Beiträge: 1.919
Phlebiopsis gigantea oder was?
« Antwort #1 am: 5. Januar 2013, 20:43 »
Hallo Ihr,

ich bitte Euch um Bestimmungshilfe für einen Pilz, von dem ich mich jetzt schon seit Tagen ärgern lasse:

Gefunden an Neujahr 2013 in MTB 6533, etwa 340üNN, Kiefern-Fichten-Mischwald an einem frisch (weniger als 1 Jahr) abgesägten Kieferstamm (Totholz) am Wegrand.

Beim Vorbeilaufen habe ich mich gewundert, daß eine Kiefer so stark harzt.
Beim daraufhin näheren Betrachten fanden sich - siehe da - Zuwachszonen.

Makroskopisch (Bild 1-3):
Farbe weiß bis cremfarben mit leichtem gelblichen Stich, Konsistenz wachsig, Geruch leicht pilzig, Geschmack nicht probiert, Subikulum bis zu 0,8mm dick, leicht von Substrat ablösbar, gewachsen an allen entrindeten Stellen des Stammes.
Mikroskopisch:
Sporen glatt, hyalin, ellipitisch, dünnwandig, jodnegativ, etwa 6,5-2,95µm  (Bild 4 und 5, leider grottenschlecht, sorry),
Basidien mit 4 Sterigmen, keine Schnallen gefunden;
Zahlreiche dünnwandige, spindelige Leptozystiden bzw. Hyphenenden, etwa 36x7,5µm (Bild 6 und 10);
In den Zuwachszonen Lamprozystiden, dicht mit Kristallen besetzt, von 36x7,5µm bis zu 72x19µm (Bilder 6 -8).
Und dann noch die da, unreife Lamprozystiden vielleicht (Bild 9)?

Laut PdS passen die Mikromerkmale, laut GPBW paßt auch die Ökologie, das läßt mich hoffen.

Könnte das hinkommen?
Habt Ihr bessere Ideen?
Soll ich nach nochwas gucken? Es ist noch reichlich Pilz draußen. ;D
Danke und LG
Gabriele
« Letzte Änderung: 6. Januar 2013, 08:20 von gabikob »