Autor Thema: Funtensee-Workshop 2011 - Angekommen  (Gelesen 2109 mal)

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Offline Gernot

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Re: Funtensee-Workshop 2011 - Angekommen
« Antwort #2 am: 13. Januar 2012, 21:56 »
Hallo Helmut,

danke für deine wirklich lesenswerten Beiträge! Ich freue mich schon auf die Pilze, die ihr da oben gefunden habt.

Schöne Grüße
Gernot

Offline Helmut

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Funtensee-Workshop 2011 - Angekommen
« Antwort #1 am: 11. Januar 2012, 19:38 »
Angekommen am Kärlingerhaus ließen sich die alpinen Schwammerlsucher erst einmal eine kühle Halbe schmecken – und ein Schmetterling nahm salzreichen Schweiß auf. Der See wird gespeist von einem kleinen Bach, der die baumfreien Hügel des Talkessels durchzieht. Der Grund für die fehlenden „großen“ Bäume wird darin gesehen, dass sich in dem Kessel die kalte Luft sammelt. Eine andere Erklärung wäre Verbiss durch die Tiere, vor allem die sehr zahlreichen Murmeltiere dort.

Der Haupt-Exkursionstag war der Donnerstag. Da waren fast alle unterwegs – bis auf einen, der vor lauter Beschreiben und Malen nicht von seinem Tisch weg kam. Zumindest konnte auch er im Freien sitzen. Das Pilzvorkommen war insgesamt mäßig. Einige Spezialitäten waren aber doch zu verzeichnen, allen voran der Apothekerschwamm (Laricifomes officinalis). Die häufigste Gattung war – wieder einmal – Inocybe.

Bei einer Wanderung in das Steinerne Meer bis auf ca. 2100 Meter erlebt man schöne Landschaften und überraschende Begegnungen. Manche Wege sind nicht einfach zu begehen. Lohnend war die Wanderung allemal, eine der ergiebigsten Stellen war die „Schwarze Lacke“, eine kleine Senke mit schlammigem Tümpel, der offenbar immer denselben Wasserstand hat. Diese lag bereits auf österreichischem Gebiet.

Der Tag endete mit einem phänomenalen Sonnenuntergang, den wir auf der Terrasse vor dem Kärlingerhaus bei dem einen oder anderen Feierabendbier ausklingen ließen – manche auch alkoholfrei, aber immer mit zünftigem Fachsimpeln.

Einige "allgemeine" Funde kommten in einem Teil 3. Weitere interessante Kollektionen werde ich in nächster Zeit im „Expertenforum Mykologie“ vorstellen, vor allem kritische und solche ohne Bestimmungsergebnis.

Gruß

Helmut