Autor Thema: Rötende Macrolepiotas  (Gelesen 4768 mal)

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Offline Mani

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #12 am: 9. November 2011, 22:52 »
Hallo Christoph und Gernot, liebe Pilzner/innen
Vorweg: Ich sitze hier mit meiner Funga Nordica (FN), welche nicht auf eure vorgeschlagenen Varietäten eingeht. OK!
Dafür benötige ich mehr Zeit und hoffe im Internet noch etwas Gutes zu finden.  :'( Andere Bücher fehlen mir.
Frage: Sehe ich das richtig, dass alle M. fuliginosas äusserst grobfaserig-flockige Oberfläche aufweisen, wie auch einige eurer einstigen Abb. zeigen?
Nun zu meinem Fund:
IST-Zustand des Rings: Im Verhältnis zum Stiel relativ stabiler umfassender, nach unten gebogener Ring; oben creme-weisslich und unten bräunlich wie der Stiel. Peripher gezackt aufgerissen.
Der Ring scheint mir doch unterschiedliche Eigenschaften zw. mastoidea und excoriata aufzuweisen
Beschreibung des Rings M. mastoidea in FN:
Stärker und oft doppelt; stulpenartig, o. creme und u. bräunlich wie St.
Ergänzend: Fleisch im Schnitt: Weisslich in rötlich-gelblich ändernd
Apex an der Sp.: Hohl eingebuchtet
Beschreibung des Rings M. excoriata in FN:
Weisslich, dünn, simple, einfach und hängend; graubräunlich gesäumt.
Ergänzend: Fleisch im Schnitt: Weiss und so bleibend
Apex an der Sp.: Etwas konvex ausgewölbt
Auffallende Info bei Mastoidea: Cheilos etwas unregulär: Ich beurteile dies als etwas formverloren
Somit dürfte Mastoidea wahrscheinlicher zutreffen als der Ackerschirmling. / Ausnahme Apexform!
Danke mal für eure flotte Hilfestellung und Gruss       Mani
« Letzte Änderung: 10. November 2011, 09:56 von Mani »
Salutti und macht´s gut    Mani Walter

Offline Gernot

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #11 am: 9. November 2011, 00:16 »
Hallo,

wollte eigentlich noch meine Meinung zu den Riesenschirmlingen abgeben, hab dann aber ganz drauf vergessen.  :-[

Also beim Safranschirmling stimme ich Christoph zu. Die Macrolepiota halte ich jedoch nicht für M. excoriata, wo die feinen Hutschuppen m.E. gerade nicht gut passen würden, sondern für M. mastoidea bzw. M. mastoidea var. coccineobasalis, wenn das Röten in der Stielbasis wirklich ausgeprägt war.

Schöne Grüße
Gernot

Offline Christoph

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #10 am: 8. November 2011, 21:17 »
Servus Mani,

zuerst zum Safranschirmling s.l.: Für mich klar Chl. rhacodes s.str.

Der andere rötende: Was spricht gegen Macrolepiota excoriata var. rubescens? Die feinen Huthautschuppen passen, das Röten auch...

Liebe Grüße
Christoph
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Offline Mani

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #9 am: 20. Oktober 2011, 22:23 »
Hab noch mein WORD-Doc verloren
Hier noch einen Versuch      Mani  ;D
Salutti und macht´s gut    Mani Walter

Offline Mani

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #8 am: 20. Oktober 2011, 22:14 »
Fortsetzung
Hier noch drei Abb. des vermuteten Ml. rhacodes. Die zweite Aufnahme des Hutes erfolgte etwa 4 Stunden später
Salutti mitenand       Mani
Salutti und macht´s gut    Mani Walter

Offline Mani

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #7 am: 20. Oktober 2011, 22:07 »
Geschätzte Freunde der Schirmlinge
Mit E. melde ich mich nochmals und repetiere:
Ml. permixta rötet im Schnitt im gesamten Stiel, Ml. fuliginosa rötet in der Stielrinde und Ml. mastoidea umfasst auch im weiteren Sinne Ml. konradii.
Und  nun begegnet mir doch ein etwas zierlicher Schirmpilz mit kleinem Buckel und braunen Flocken, im Zentrum vollflächig braun, der Stiel ist fein genattert, im Stielschnitt braunrötend und mit einem gut verschiebbaren Ringlein versehen. (Gemäss DOC-Anhang-Teil 2 und drei Kopien)  ;)
Liege ich mit meiner Annahme zu einer Ml. mastoidea wenigstens nicht weit daneben? (Anhänge 2,3 und 4)
Gleichzeitig und etwa zwei Meter daneben traf ich auf meine alten Kumpel, welche wir letztes Jahr als Chlorophyllum rhacodes bezeichnet haben.
Weil Chl. brunneum stark abgestutzte Keimporus`und eher nahezu bis gerandete Knollen aufweist, verfestigt sich meine letztjährige Annahme weiter.
Liege ich mit der Bezeichnung richtig oder wenigstens mit cf?
Diesmal bin ich in der Lage euch allenfalls ein ordentliches Exsikkat zuzustellen, sofern dies Sinn macht.
Danke bestens für euren flotten Beistand und l.G.       Mani
Salutti und macht´s gut    Mani Walter

Offline Mani

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #6 am: 8. Oktober 2011, 21:29 »
Vielen Dank  ;) euch allen.    Mani
Salutti und macht´s gut    Mani Walter

Offline Gernot

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #5 am: 29. September 2011, 13:50 »
Hallo Christoph,

leider hab ich keine Felderfahrung mit M. permixta aber du hast recht, in der (mir bekannten) Literatur wird das Fleisch immer als rötend beschrieben. Wie eine Mischung aus M. permixta und M. fuliginosa erscheinen mir aber die Tafeln 64 und 65 im Candusso & Lanzoni. Von den Hutfarben her ist ja die Tafel 64 eher M. permixta, das schreibt auch Vellinga, das Fleisch ist hier aber scheinbar unveränderlich. Die Tafel 65 passt von den Farben her zu M. fuliginosa, jedoch rötet der durchgeschnittene Fruchtkörper vollständig. Das Interessante dabei ist, dass im Text bei M. (procera var.) fuliginosa steht: "Carne all'inizio molto fugacemente vinosa e poi molto lentamente brunastra, alfine fuligginosa", also ganz anders als das auf der Tafel zu sehen ist. Bei M. (procera var.) permixta steht jedoch "Carne più o meno arrossante, verso il bruno-vinoso, rossastro-porporino, ma in modo spesso non molto evidente o solo per sfregamento, soprattutto sul gambo, sulla cui corteccia tale arrossamento è particolarmente accentuato". Die Beschreibung passt wiederum gut zur heutigen Interpretation von M. fuliginosa.

Schöne Grüße
Gernot

Offline Christoph

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #4 am: 29. September 2011, 10:17 »
Hallo Mani, hallo Gernot,

meine Auffassung von Macrolepiota permixta ist/war eine Art, die nicht nur in der Stielrinde, sondern im gesamten Stielfleisch rötet (und den rötlichschuppigen Hut hat). Ludwig hat so eine Macrolepiota gezeichnet (kam auch mal als Postkarte vom IHW-Verlag heraus).

Oder ist der Grad des Rötens variabel und Macrolepiota permixta kann auch mal nur in der Stielrinde röten?!

LG
Christoph
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Offline Mani

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #3 am: 27. September 2011, 20:40 »
Danke dir Gernot - Sehr hilfreich und guter Tipp.     Mani
Salutti und macht´s gut    Mani Walter

Offline Gernot

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Re: Rötende Macrolepiotas
« Antwort #2 am: 27. September 2011, 19:54 »
Hallo Mani,

wenn man dem Konzept Vellingas folgt (welches ich sehr gut finde), dann ist M. fuliginosa eine Art mit grauem bis graubraunem oder beigem Hut, während M. permixta ± rötlichbraune Hutfarben aufweist. In der Vergangenheit gab es oft Verwirrungen bezüglich dieser beiden Taxa, und die Namen wurden unterschiedlich angewandt. Das zeigt sich auch darin, dass in Candusso & Lanzoni (Fungi Europaei) die Art mit den rötlichbraunen Hutfarben M. procera var. fuliginosa genannt wird und die Art mit graubräunlichen Hutfarben M. procera var. permixta. Heutzutage werden die Namen i.d.R. genau umgekehrt verwendet. In Pilze der Schweiz werden unter der Nummer 253 sehr typische Exemplare von M. permixta dargestellt, wohingegen Nummer 250 (als M. konradii) typische Exemplare von M. fuliginosa (im Sinne Vellingas) zeigt.

Hier gibt's übrigens ziemlich Fotos von M. fuliginosa und weiter unten zum Vergleich auch von M. permixta: http://luirig.altervista.org/naturaitaliana/viewpics.php?title=Macrolepiota+fuliginosa.

Schöne Grüße
Gernot
« Letzte Änderung: 27. September 2011, 19:58 von Gernot »

Offline Mani

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Rötende Macrolepiotas
« Antwort #1 am: 26. September 2011, 23:32 »
Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen
Nachdem ich mich mit meinem neuen PC wieder zurechtfinde, möchte ich eine erste mich etwas brennende Frage stellen: Es geht um rötende Macrolepiotas (nicht Chlorophyllums). Da gibt es, wie letztes Jahr recht ausgiebig in diesem Forum behandelt, die eher dunklen Ml. fuliginosa und anderseits ist mir nun der Name Ml. permixta mehrmals begegnet.  :-X
Meine Frage dazu:   Ist das dieselbe Art? Wenn nein: Worin liegen die Unterschiede.
Ich bin gespannt auf eure Antworten und grüsse aus dem Bündnerland.       Mani

Z.K.: Die im letzten Jahr sehr häufig auftretenden Chlorophyllum rhacodes (ev. brunneum) und ebenso die Jungfernschirmlinge zeigten sich in diesem Jahr noch nicht.
Salutti und macht´s gut    Mani Walter