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Plattform für Pilzfreunde / Re: Februarpilze
« Letzter Beitrag von Christoph am 6. Februar 2018, 17:59 »
Servus Gernot,

ich auch  :'( - ich habe ihn noch nie gar irgendwo finden können, geschweige denn hier in Bayern (also im nicht-fränkischen Bayern) - und wenn er in Franken vorkäme, hätte Rudi ihn sicher schon entdeckt.  ;)

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Sistotremastrum suecicum
« Letzter Beitrag von Christoph am 6. Februar 2018, 17:55 »
Lieber Gernot,

schöner Fund! Ich kenne die Art allerdings nur von Nadelholz (Kiefer, Fichte). An Laubholz habe ich bislang nur Sistotremastrum niveocremeum gefunden (was die Gattung angeht). Danke für's Vorstellen!

Wenn die Basidien absporen, fallen sie typischerweise an der Spitze ein (nicht so oft und deutlich bei S. niveocremeum) - konntest du das beobachten? (auch auf Pablos Antwort bezogen, die während meines Schreibens dazukam). Dafür sind deine gezeigten Basidien wohl noch zu jung?! Ich habe mal aus den Corticiaceae of North Europe vol. 7 die Mikrotafel als Vergleich eingefügt. Da ist dieses sich Einstülpen sehr schön gezeichnet.



Die Basidienform und auch die Sporenform und -größe sind aber klarerweise typisch für S. suecicum. Nur Sistotremastrum chilensis ist abzuklären - abgesehen von untypisch kleinsporiger S. niveocremeum (was ich aber nicht nicht unter der Linse hatte - jedenfalls nicht kleinsporig, aber ich will das nicht ausschließen). Die Sporenmaße sind da ähnlich (bei S. chilensis), aber die Hyphen im Subiculum und der Fruchtkörpertrama sind mit kleinen, auffälligen Öltröpfchen gefüllt.

Für Interessierte füge ich einen Downloadlink zu einem Auszug des Artikels mit der Originalbeschreibung von S. chilensis aus dem Jahr 2014 ein - mit Weltschlüssel für die Gattung Sistotremastrum (deshalb der Link auf den Auszug - denn da fehlt die Artbeschreibung): Telleria TT, Duenas M, Martín MP (2014): Sistotremastrum chilensis (Trechisporales, Basidiomycota), a new species from Chilean Patagonia. Phytotaxa 158 (1): 93-98.
http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.432.5056&rep=rep1&type=pdf

@Gernot: du hast den Artikel sicher... sonst gib mir Bescheid  ;)

Liebe Grüße,
Christoph

P.S.: die vielen Funde aus Brandenburg unterstreichen die Bevorzugung der Kiefer als Substrat:
http://www.pilze-deutschland.de/organismen/sistotremastrum-suecicum-litsch-ex-j-erikss-1958
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Expertenforum Mykologie / Re: Sistotremastrum suecicum
« Letzter Beitrag von Beorn am 6. Februar 2018, 17:44 »
Hallo, Gernot!

Sehr hübscher Fund!
Neben der Sporengröße, könntest du noch irgendwelche anderen Auffälligkeiten im vergleich zu Sistotremastrum niveocremeum beobachten?
Ab und an hatte ich schon relativ undankbare, "kleinsporige" Kollektionen von S. niveocremeum, wo dann die Sporen zwar relativ kurz (bis ~6,5µm), aber immer noch um 3µm breit waren (was S. suecicum ja auch ausschließen würde).
Wenn es nur ein Merkmal zur Trennung gibt, dann auch noch mit einem gewissen Variationsspielraum, bin ich oft so nervtötend misstrauisch. Dann hilft es oft nur, die "andere" Art auch mal gefunden und untersucht zu haben, um vielleicht noch ein paar weitere Anhaltspunkte nachvollziehen zu können, auch wenn die vielleicht ebenfalls nicht ganz konstant sind. Darum die Frage, ob's noch irgendwelche Auffälligkeiten gab.


LG; Pablo.
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Expertenforum Mykologie / Sistotremastrum suecicum
« Letzter Beitrag von Gernot am 6. Februar 2018, 13:58 »
Servus, liebe Rindenpilzfreunde,

die im Titel genannte Art (Sistotremastrum suecicum) kam mir am Wochenende unter. Sie wuchs seitlich bzw. unterhalb an einem morschen, entrindeten, liegenden Laubholz-Stamm. Ich hab die Mikros zu schnellen Tafeln zusammengestückelt; nicht besonders schön aber die Merkmale erkennt man hoffentlich.

Die Art ist anhand der meist 6-sporigen, +- keuligen Basidien und der relativ kleinen (bis ca. 6 µm langen) Sporen ganz gut zu erkennen.







Schöne Grüße
Gernot
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Februarpilze
« Letzter Beitrag von Rudi am 6. Februar 2018, 12:49 »
Servus Gernot,

den Kraterpilz such ich (zumindest in Bayern) schon lange umsonst :'(

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Februarpilze
« Letzter Beitrag von Gernot am 6. Februar 2018, 11:02 »
So schöne Lilastiele im Februar ist schon bemerkenswert... Ich kann "nur" ein paar Holzbewohner vom Wochenende anbieten.

Schöne Grüße
Gernot
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Expertenforum Mykologie / Re: Alpine Pilze - Sammelthread
« Letzter Beitrag von Christoph am 4. Februar 2018, 23:14 »
Soderla, nochmal ich...

damit ich nicht nur Bilder aus alten Threads hervorkrame, noch ein anderes Foto (aber auch schon ein paar Jahre alt (vom 10. Juni 2005) - und zwar die sogenannte Fellhornmorchel...  ;D



Welche Morchelart das ist, weiß ich nicht. Ich fands aber bemerkenswert, am Fellhorn, genauer gesagt am Schlappoldsee, überhaupt eine Morchel zu finden. Hier ein Habitatfoto vom Schlappoldsee an dem Tag.



Das Fellhorn ist ein genialer Berg - einer unserer höchsten Flyschberge und daher teils stocksauer, was bedeutet, dass hier auch zentralalpine Pflanzenarten vorkommen (sonst ist es so hoch oben ja kalkig in den Kalkalpen) - dazu noch Punktendemiten wie die Fellhornmehlbeere (Sorbus algoviensis).

Man kann übrigens mit der Gondel hochfahren, was sehr angenehm ist (mehr Zeit zum Sammeln). Falls mal jemand mit hoch will, bin ich für gemeinsame Exkursionen gerne bereit (wie auch auf die Westl. Karwendelspitze).

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Alpine Pilze - Sammelthread
« Letzter Beitrag von Christoph am 4. Februar 2018, 22:58 »
Servus Helmut,

die gelben Risspilze sind ja toll... Ich muss leider zugeben, dass ich bislang meist einen Bogen um selbige gemacht habe. Ich habe mehr nach alpinen Fälblingen gesucht. Da muss ich aber meine Bestimmungen erstmal wieder revidieren (ich habe jetzt endlich das grandiose Hebeloma-Werk erstanden).

Dafür zeige ich (nochmal) einen bereits vor ein paar Jahren hier gezeigten Risspilz aus dem Hochalpinen Bereich: Inocybe subhirsuta (da ich Inocybe calamistrata agg. makroskopisch erkennen kann, nimmt man das dann gerne mit):





Liebe Grüße,
Christoph

P.S.: mit "zuviel" meinte ich, dass wir am Ende so viel fanden, dass die Zeit nicht reichte, alles aufzusammeln und zu dokumentieren... Unser Zeitfenster im Gelände war begrenzt (wir mussten ja zurück zur Tagung - anderweitige Verpflichtungen dort, Fundbesprechungen usw.)
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Rückblick 2017: Holzabbauende Pilze (Österreich)
« Letzter Beitrag von Christoph am 4. Februar 2018, 21:22 »
Servus Gernot,

danke für die Zusatzinfos über das Asterosporium.

Zitat
Ich persönlich bin bis jetzt immer von einer Art auf Fagus ausgegangen, was natürlich inkorrekt sein kann. Zumindest in der Literatur ist mir nie eine gegenteilige Information untergekommen.

(Ich hatte ja nichts gegenteiliges behauptet)  ;) Dennoch ist dieser Pilz als Schädling an Pinus bekannt - siehe Ivanova H. (2015): Fungi associated with a decline of Pinus nigra in urban greenery. Acta fytotechn. zootechn. 18(2): 36–43.

Downloadlink für das pdf: https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=32&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwixj9_1iI3ZAhXCbVAKHdB0BJk4HhAWCDEwAQ&url=http%3A%2F%2Fwww.acta.fapz.uniag.sk%2Fjournal%2Findex.php%2Fon_line%2Farticle%2Fdownload%2F142%2Fpdf&usg=AOvVaw0WsWesAXDeYr6-LiuaAAxX

Was die Konidienmaße angeht, ist Kobayasi & Kubono (1986) sehr hilfreich. In der Österreichischen Datenbank werden die beiden Arten A. asterospermium und A. hoffmannii noch getrennt. Daher war ich neugierig, wie man die beiden unterscheiden könne. Wenn sie doch synonym sind (auch nach aktuellem Stand), dann ist das natürlich hinfällig.  :)

Witzig, was man so alles finden kann.

Der Zwieg lag übrigens schon am Boden - vielleicht schon zu lange. Ich werde bei Gelegenheit noch ansitzende Totäste/-zweige anschauen. Vielleicht finde ich dann besseres Material.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Rückblick 2017: Holzabbauende Pilze (Österreich)
« Letzter Beitrag von Gernot am 4. Februar 2018, 20:38 »
Servus, Christoph,

freut mich, dass du die Asteromassaria jetzt auch finden konntest. Vielleicht kommt dir noch frischeres Material unter – bis ins Frühjahr hast du auf jeden Fall Zeit. :)

Ein paar Gedanken zu Asterosporium asterospermum. Ich persönlich bin bis jetzt immer von einer Art auf Fagus ausgegangen, was natürlich inkorrekt sein kann. Zumindest in der Literatur ist mir nie eine gegenteilige Information untergekommen. Asterosporium hoffmannii wird oft mit A. asterospermum synonymisiert, so z. B. in der von dir schon erwähnten Arbeit von Senanayake et al. (2017) oder auch in Kobayashi & Kubono (1986).

Die Sporengröße in Senanayake et al. (2017) erscheint wirklich etwas fragwürdig. Mit der Skala in der Fototafel kommt man nicht annähernd auf die angegebenen Werte, welche deutlich von den in der Literatur angegebenen Maßen abweichen. Das kann ich auch nicht erklären – vielleicht hat sich bei den Autoren einfach ein Mess- oder Umrechenfehler eingeschlichen…

Schöne Grüße
Gernot
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