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Servus mitanander!

Meine Fund datieren von Januar bis August, zuletzt am 17. Februar bei Mergentheim:
http://wp.markones.de/pilzgalerie/violettblaettriger-zwergknaeueling-syn-violetter-zwergseitling/

LG Rudi
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Danke Christoph,
VG
Thomas
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Expertenforum Mykologie / Re: Panellus violaceofulvus - ein Oberfranken-Fund
« Letzter Beitrag von Hias am Gestern um 08:54 »
Servus Werner,

das Schwammerl ist im aktuellen Tintling drin (Fund von Markus Wilhelm) und da hab ich mir gedacht, den würd ich auch gern mal finden. Sicherheitshalber hab ich mal meine Datenbank durchsucht und dabei zu meiner Überraschung festgestellt, dass wir diese Art schon 2011 mal bei einer Vereinswanderung gefunden haben:





Das war schon etwas später im Jahr, am 9. Juli, bei der Wanderung am Pfaffensteig.

Grüße
Hias
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Expertenforum Mykologie / Panellus violaceofulvus - ein Oberfranken-Fund
« Letzter Beitrag von Werner E. am Gestern um 00:00 »
Servus beinand',

manchmal kommt's eben ganz anders als man denkt.
Ich war am Ostermontag wegen der extremen Trockenheit mal nicht beim Schwammerlsuchen, sondern mit dem Radl unterwegs. Deshalb müssen Wälder ja nicht gemieden werden.
Trotzdem hatte ich absolut keine Pilze auf dem Schirm, bis mir beim Durchfahren eines schönen Eichen-Kiefern-Waldes bei Frensdorf ein paar schöne Weisstannen auffielen. Für die Gegend total untypisch.
So kam es, wie es kommen musste... schau mer mal, was die herumliegenden Tannenäste so hergeben...
Ich freute mich über Aleurodiscus amorphus und wie frisch gewachsen aussehende Fruchtkörper von Panellus violaceofulvus, die freilich als Naturexsikkat vorlagen.
Südlich von München ist P. violaceofulvus in den Wäldern mit Tannenanteil immer wieder mal zu finden, wenn man im Winterhalbjahr unterwegs ist.
Der Fund in Oberfranken Ende April ist aber schon was besonderes.

An liabn Gruaß,
Werner


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Da Therrya fuckelii aerophil in den Baumkronen erscheint, denke ich, dass die herabgefallenen Äste relativ frisch vom selben Jahr sein sollten. Wenn Du am Freitag in Erlangen bist, wirst Du in den Kiefernwäldern dort sicher fündig.
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Seass Werner,

super, danke!

Liebe Grüße,
Christoph
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GriasDi Christoph,
es sind immer Äste/Aststücke, die unbelaubt sind. Also die etwas dickeren Äste, ab ca 2-5cm Dicke, ohne den jüngeren Trieben des Jahres oder Vorjahres. Ich hab nachgelesen, dass der Pilz, ähnlich Colpoma quercina an Eiche, der Kiefer bei der "natürlichen Beschneidung der Äste" dient. Die Äste sind immer berindet und initialmorsch. Die kleinen Fruchtkörper erscheinen in der äußersten Rindenschicht. Antrodia ramentacea hat scheinbar eine ganz ähnliche Ökologie. Die hab ich jetzt schon 2x gefunden. Beide Male war auch T. fuckelii am Ast.
An liabn Gruaß,
Werner
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Servus beinand,

ich habe jetzt mal ganz gezielt nach flächigen Diatrype-Stromata gesucht. Ich fand am Karfreitag bei mir in Mammendorf an Hängebirke das, was ich als Diatrype undulata bestimmen würde. Am Ostersonntag fand ich im NWR Seeholz am Ammersee an Buche eine für mich typische Diatrype decorticata. Und am gleichen Tag nahe der Hirschbergalm bei Pähl an Hselnuss noch Diatrype stigma s.str.

Grund genug, die drei mal genauer gegenüberzustellen.

Hier erstmal Zusammenstellungen der Funde. Die Qualität der Aufnahmen der Ostiolen ist noch subaoptimal. Ich habe es mit meinem Mikroskop bei 100-facher Vergrößerung mit Auflicht (Tischlampe) versucht und per Handy durchs Okular geknipst.

Was mir auffiel:
Bei Diatrype stigma ist in der Mitte eine Delle, aber der Rand ist auch zerklüftet bzw. besteht aus einzelnen Elementen. Bei D. undulata und D. decorticata ist in der Mitte ein spitzer Buckel - und drumherum das Zerklüftete. Ich hab's fotografiert - ist etwas schwierig zu beschreiben:







Diatrype decorticata ist m.E. makroskopisch gut kenntlich. Die Fruchtkörper haben einen etwas eigentümlichen Farbton und sehen dünner aus, als die beiden anderen Arten. Man muss aber, denke ich, hier auch aufpassen, dass man nicht jung (dünn) und alt (dicker) vergleicht. Sehr auffällig fand ich auch die in der Literatur beschriebenen dunklen Ränder der Stromata (auch dann, wenn ein neues über ein altes, abgestorbenes wächst, aber auch, wenn es der Rand zum Substrat ist). Zudem erscheint der Rand sehr dünn.

Diatrype stigma s.str. hat auch dunkle Ränder gezeigt, war aber kräftiger gefärbt und der Rand erschien dicker. Im Mikroskop fallen die längeren Sporen auf. Eine Spore war sogar deutlich zu lang. Da ich die drei nebeneineander mikroskopiert hatte, sind die länger werdenden Sporen schon auffällig gewesen. Daher bin ich bei der Bestimmung sicher, hier wirklich D. stigma s.str. zu haben - Substrat passt, Sporen passen, der Krater im Ostiolum passt. Nur die Zerklüftung des Randwulstes der Ostioli und der dunkle Stromarand sind nicht das, was ich erwartet hatte.

Bei Diatrype undulata sind die Sporen mit bis zu 9 µm etwas zu lang für die Literatur, die ich hatte. Sie sind aber immer nich etwas kürzer als die von D. decorticata. Zudem finde ich, dass hier die Makroskopie schon deutlich anders ist. Die Stromaränder sind dicker, nicht farblich abgesetzt und das Stroma selbst hat auch einen anderen farbton.

Vielleicht hilft das hier auch, die drei Arten zu erkennen. Ich selber hatte früher gar nicht drauf geachtet. Mir war klar, dass die "echte" Diatrype stigma nicht an Buche wächst, habe dann aber immer brav und faul einfach Diatrype stigma agg. auf die Listen geschrieben. Das werde ich so nicht mehr machen - denn die Bestimmung ist, sage ich mal, machbar.

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Werner,

ich habe jetzt bei den Kiefern, die ich in der Nähe finden konnte, gesucht, wurde aber nicht fündig. Kannst du noch ein bisserl mehr zur Ökologie sagen?

Waren es Zweige, die frisch am Boden lagen oder welche vom Vorjahr oder... ?!

Wo sollte man am besten suchen?

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Der Gyromitra-Fred
« Letzter Beitrag von Christoph am 23. April 2019, 02:46 »
Servus beinand,

ich möchte hier auf ein paar Beiträge querverweisen.

Zum einen gibt es eine aktuelle Version des Gyromitra-Schlüssels.
Dann möchte ich auf den Fund von Gyromitra esculenta var. bubaci hinweisen, den ich vorgestellt habe.

Und da aller guten Dinge drei sind, möchte ich auf eine Diskussion rund um Gyromitra ticiniana vs. Gyromitra gigas hinwiesen, die im EU-Forum ablief.

Ach ja, das vielleicht auch noch - es ist wieder die Zeit für die Snowbank-Lorcheln gekommen. Mir wurde per WhatsApp ein Foto einer solchen Gyromitra zugeschickt. Es könnte sich (mal wieder) um Gyromitra accumbens handeln. Aber ohne Mikroskp ist das nur geraten (Habitat, Becherfarbe - das reicht nicht aus).

Liebe Grüße,
Christoph
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