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Plattform für Pilzfreunde / Re: Macrolepiota procera?
« Letzter Beitrag von Christoph am 26. Oktober 2017, 22:10 »
Servus dipfelripfel,

die Sporen müssten einen kleinen, durchsichtigen, kontrastarmen Pfropfen im Keimporus haben, wenn es Macrolepiota s.str. ist. Rein makroskopisch denke ich, dass der Fund bei Macrolepiota s.str. einzuordnen ist.
Für Macrolepiota procrea st. str. passt mir aber die Verfärbung des Stielfleisches nicht. Der Stiel hingegen ist schon ein bisserl genattert.
Jetzt kommt mir aber das letzte Foto von den Farben her anders als die oberen vor. Da sieht auch der Hut etwas ockerstichig aus.
Mich erinnert das irgendwie an Macrolepiota (procera f.) fuliginosa s. Vizzini et al. (2011) oder an M. (procera f.) permixta. Dort wurde M. fuliginosa zur Form von M. procera herabgestuft und epitypisiert. Leider haben die Autoren keine Beschreibung des Epityps, auch keine Sporenpulverfarbe (etc.) angegeben. In dem Artikel wurde Macrolepiota rhodosperma var. velicopa beschrieben (und nur diese ausführlich dokumentiert). Leider sind so durch die Epitypen für M. permixta und M. fuliginosa (mangels Beschreibungen der Kollektionen) für mich mehr Fragen entstanden, als beantwortet worden.

Ich kenne allerdings diese mediterranen Riesenschirmlinge nicht. Brandenburg mediterran? Schwer zu sagen, ob dort in einem heißen Jahr auch Mittelmeergäste vorkommen. Ein "ganz echter" Parasol ist es für mich aber ehrlich gesagt nicht.

Schwierig am Foto...

Liebe Grüße,
Christoph
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Pilzberater und PSV / Re: Die Zeit der Pilz-Apps...
« Letzter Beitrag von Christoph am 26. Oktober 2017, 21:53 »
Servus beinand,

mittlerweile wurde die Sendung, bei der ich beim Pilz-App-Testen mit dabei war, ausgestrahlt:
https://www.br.de/mediathek/video/wir-in-bayern-24102017-ein-fantastisches-birnentortenrezept-kuhfluesterer-und-nachttopfsammlerinnen-av:59ef6106ed7bba0018cba766

Ab ca. Minute 8 ist der Pilzbeitrag dran. Ich hatte zwar bei einem der Sammler nur die Hörnlinge als ungenießbar bezeichnet, aber da wurden dann auch die alten Maronen als nicht gut bezeichnet, was ja nicht stört  ;D

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Macrolepiota procera?
« Letzter Beitrag von dipfelripfel am 26. Oktober 2017, 20:45 »
Hallo zusammen,

ich war am Wochenende auf den Brandenburger Feldern und Wäldern unterwegs. Dort auf den Feldern habe ich mehrere große Gruppen von Schirmlingen gesichtet...aber irgendwas stört mich, um sie zweifelsfrei als m. procera anzusprechen:
- der Hut ist schön flockig mit kleinen Schollen auf kontrastarmer Fläche
- der Stiel ist nur wenig genattert und ist im Vergleich zu den Exemplaren im Wald sehr gedrungen. Der Schnitt ist leicht rötend
- doppelter Ring  - verschiebbar
- interessant war auch die Knolle an der Stielbasis - sie war sehr fest
- die Fruchtkörper (ca. 10) standen mitten auf dem Feld
- den Geruch hätte ich als muffig, zumindest nicht pilzartig, beschrieben

Ich konnte einen kurzen Blick auf die Sporen werfen - übrigens ist der Fruchtkörper ein Weißsporer - Bei 40facher Vergrößerung konnte ich den Keimporus deutlich sehen. Die Sporen waren verhältnismäßig groß

Am meisten irritiert mich die Miniausführung des Stiels und der Standort. Hat jemand eine Idee, was ich da gefunden haben? Könnte das tatsächlich ein M. procera gewesen sein?

Vielen Dank
dipfelripfel
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BMG e.V. / Re: "Schwammerlpäpste in Zeitlarn": BMG-Tagung 2017 - Presse
« Letzter Beitrag von Helmut am 24. Oktober 2017, 21:02 »
Servus Heinz,

habe mal das schlechte Foto ersetzt durch einen Scan. Jetzt ist es besser lesbar. Habe auch ein pdf davon angefertigt mit mehreren MB. Bei Interesse kann ich Dir das auch gerne zuschicken.

Vom Straubinger Tagblatt war niemand da, zumindest habe ich nichts davon mitbekommen.

Gruß Helmut
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BMG e.V. / Re: "Schwammerlpäpste in Zeitlarn": BMG-Tagung 2017 - Presse
« Letzter Beitrag von Heinz am 23. Oktober 2017, 19:38 »
Servus Helmut,

diesmal nicht vom Funtensee sondern aus dem Bayerischen Wald: "Mittelbayerische" um PDF dieses tollen Artikel  bitten. Momentan ist es sehr eingeschränkt lesbar. Hab auch kürzlich das Straubinger Tagblatt (hatte allerdings davor Stress mit dem Redakteur) auf die Tagung aufmerksam gemacht. Waren die da?

Viele Grüße aus Kirchberg
Heinz
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Lieber Christoph,
besten Dank für die interessanten und wichtigen Informationen. Leider passiert doch immer wieder Schlimmes. Insoweit, kann man nicht häufig genug solche Fälle publik machen.
Sei herzlich gegrüßt.
Thomas
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Pilzberater und PSV / Re: Grüner Knollenblätterpilz - die Legende vom Doppelgänger
« Letzter Beitrag von Christoph am 23. Oktober 2017, 10:17 »
P.S.: Hier habe ich Presseberichte über die Vergiftung der syrischen Familie (die Harrys Rundbrief auslöste) verlinkt und die Vergiftung gemäß der Informationen aus der Presse beschrieben: http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1602.0.html

Liebe Grüße,
Christoph
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Ich wurde, wie viele andere Pilzberater, die ich kenne, heuer mehrfach angerufen, nachdem Kinder Pilze aus einer Wiese oder sonstwoher in den Mund nahmen oder gegessen haben. Meist passiert da zum Glück nichts. Leider ist dem aber nicht immer so, weshalb man bei jedem Fall wieder aufmerksam sein muss/soll. Ich habe beim Stöbern im Netz zwei Fälle von Amanitinvergiftungen entdeckt:

Fall 1:

Ort: Hannover
Betroffene: 2 Kinder (Alter nicht angegeben)
Vergiftung: Amanitin-Vergfitung
Zeitpunkt: Ende August 2017

Quelle: https://www.tz.de/welt/hannover-vier-kinder-mit-pilzvergiftung-in-nur-einer-woche-zr-8642317.html

(es wird ein zweiter Fall mit Kleinkindern berichtet, bei dem aber nichts passiert ist)

Die Kinder haben die Vergiftung offenbar überlebt.

Fall 2:

Hier wurden die Pilze allerdings vom Vater gesammelt...
Ort: Frankfurt am Main (Klinikum, im Raum Frankfurt wurde gesammelt, später Verlegung an Kliniken Hannover und und Essen)
Betroffene: drei Kinder und der Vater (syrische Flüchtlinge laut http://www.berliner-zeitung.de/panorama/nach-pilzvergiftung-kinder-benoetigen-neue-leber-28245878)
Vergiftung: Amanitin-Vergiftung
Status: laut Pressebericht vom 29.8.2017 schweben die Patienten in Lebensgefahr bzw. benötigen eventuell Spenderlebern.
Eines der Kinder wurde ins Klinikum Hannover verlegt, sodass dies eines der beiden Kinder von Fall 1 sein könnte (dann wäre dies doch kein Fall eines Kindes, das selbst irgendwo einen Pilz verzehrt)

Quelle: http://www.hessenschau.de/panorama/kinder-mit-pilzvergiftung-in-spezialkliniken-verlegt,pilzvergiftung-noch-kritisch100.html

Laut dieser Quelle benötigten (nur) zwei der Kinder Spenderlebern: https://www.morgenpost.de/vermischtes/article211743827/Kinder-benoetigen-nach-Pilzvergiftung-neue-Leber.html

Der Fall mit den syrischen Kindern war indirekt bereits Thema durch Harry Andersson, der darauf aufmerksam machte, dass Mythen wie "in Syrien gibt es den Knolli nicht, aber einen besonderen, essbaren Doppelgänger" Mythen sind und die Vergiftungen schlicht (wie immer) auf Leichtsinn, Fahrlässigkeit und Unkenntnis beruhen. (siehe auch: http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1580.0.html)

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Tagungspilze vom 11. Oktober
« Letzter Beitrag von Rudi am 22. Oktober 2017, 16:58 »
Servus Helmut und Co,

Bei der Tagung wurde natürlich auch gebechert- Bären und andere Wurzeln mussten herhalten.
Aber nicht nur bei der Tagung gabs Wurzelbecher- auch eine Woche später, nahe bei unserem Haus, aber schon knapp in Baden-Württemberg, konnte ich dann fündig werden ;D
Dieser Fund ist dann übrigens Sowerbyella radiculata.

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Oktoberpilze
« Letzter Beitrag von Rudi am 22. Oktober 2017, 15:53 »
Weiteres halbwegs entschleiertes:
Hier hab ich auch Fremdmaterial dabei- der C. fulvocitrinus wurde bei einer gemeinsamen Exkursion von meinem Freund Peter Günder gefunden und (auch mithilfe der fast schwarzen KOH-Reaktion) bestimmt.

LG Rudi
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