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Expertenforum Mykologie / Re: Cantharellus ferruginascens - Funde aus Bayern?
« Letzter Beitrag von Peter P. am 21. Juli 2017, 23:53 »
Hallo in die Runde,
wenn ich als relativ unbedarfter Cantharellales- Kenner eure Fotos betrachte und mit der von Gernot verlinkten Arbeit vergleiche, hätte ich so meine Zweifel. Christoph's (gebrachte) Pilze wären m. M. mit den von mir im Foto angefügten Pfifferlingen identisch. Meine wachsen seit vielen Jahren standorttreu immer unter "normalen" Pfifferlingen, dem C. amethysteus und friesii, aber nur in Jahren mit sehr starkem Pfifferlingsaufgebot. Den Vortrag von Jürgen habe ich ja auch gesehen und ihm im Nachhinein einiges an Fotos geschickt, auch die hier eingestellten, leider hat er sich nicht weiter dazu geäußert. Ich kann mich aber nicht so recht an die von ihm gezeigten Fotos von einem angeblichen Cib. ferrug. erinnern. Die Ökologie der von Christoph gezeigten Pilze und meiner wage ich ebenfalls als ziemlich identisch anzunehmen, simpler Fichtenwald, sauer. Wenn ich in dem Artikel die Funde von Cib. ferrug. so vergleiche habe ich auch Bedenken, die englischen, französischen und spanischen Funde und die aus der Niederen Tatra in einen Topf zu werfen. Und Gernot, wenn mein Monitor funktioniert, deine wären für mich ganz normale Pfifferlinge.
Jetzt warte ich auf das Zerpflücken meiner Meinung, wenn ihr das mit ITS und dem anderen für mich unverständlichen Zeugs tut, liege ich natürlich völlig falsch, denn das geht nicht mehr in meine ältere Birne und erinnert mich daran, daß ich vor Jahrzehnten auch 'mal ordentlich Briefmarken gesammelt habe und sogar dafür eine Lupe (!) in Gebrauch hatte und dadurch nie Zweifel aufkamen.
LG Peter.

Edit: Meine Pfifferlingen sind aus Südthüringen, auch die Fundorte Niedere Tatra und Vorarlberg würde ich nicht unbedingt als ozeanisch geprägt bezeichnen.

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Expertenforum Mykologie / Re: Cantharellus ferruginascens - Funde aus Bayern?
« Letzter Beitrag von Gernot am 21. Juli 2017, 17:28 »
Servus, Christoph,

der kommt mir doch irgendwie bekannt vor.  :D



Das Foto zeigt ebenfalls eine Aufsammlung aus Vorarlberg – ich nehme mal an, dass die Fruchtkörper vom selben Myzel stammen, wobei ich mir nun nicht mehr sicher bin, ob Isabella und Werner mehr als nur den einen Standort kennen. Der Farbunterschied ist jedenfalls bemerkenswert. Womöglich bedingt durch die Trockenheit der Fruchtkörper?

Hier gibt es eine schöne aktuelle Arbeit über die Gattung von Olariaga et al.: https://www.researchgate.net/publication/310464972_Cantharellus_Cantharellales_Basidiomycota_revisited_in_Europe_through_a_multigene_phylogeny. Darin ist auch die farbliche Variabilität von C. ferruginascens eindrucksvoll dargestellt (Fig. 6c, d). Cantharellus subpruinosus ist demnach übrigens ein Synonym von C. pallens.

Schöne Grüße
Gernot
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Buchtipp: Das geheimnisvolle Leben der Pilze
« Letzter Beitrag von blacky am 21. Juli 2017, 10:40 »
Lieber Christoph,
ein ehemaliger Kollege und jetziger Freund, überlegt gerade, ob er sich das Buch anschafft. Gegebenenfalls leiht er es mir dann. Für diesen Fall schreibe ich was zu dem Buch.
Übrigens ist deine Anregung sehr gut, denn - jedenfalls geht es mir so- denkt man/ich an sowas nicht. Ist sicherlich für viele Forumsteilnehmer auch ein guter Hinweis, sich Gedanken zu machen, selbst etwas über dieses oder jenes aus der Pilzwelt, Ökologie et cetera zu schreiben.
LG.
Thomas
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Buchtipp: Das geheimnisvolle Leben der Pilze
« Letzter Beitrag von Christoph am 20. Juli 2017, 23:50 »
Lieber Thomas,

aber gerne doch. Solltest du es lesen, kannst du ja vielleicht deinen Eindruck schildern?! (Ist aber kein Kaufaufruf, nur im Konjunktiv gemeint).

Eins hatte ich noch vergessen. Der Autor schreibt (wie der Heinz in seinem gleichnamigen Buch) von Fadenwesen. Entweder kam er unabhängig drauf oder er hätte Heinzens geniales Buch durchaus zitieren können   :D

LG
Christoph
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Mykologische Praxis / Re: Phloxin B - Anwendungsmöglichkeiten
« Letzter Beitrag von Christoph am 20. Juli 2017, 23:48 »
Servus Werner,

ja, gut möglich, dass es auf diesem Effekt beruht. Ich muss es mal mit Sporen probieren. Nur habe ich im Moment keine Frischpilze :-)

LG
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Cantharellus ferruginascens - Funde aus Bayern?
« Letzter Beitrag von Christoph am 20. Juli 2017, 23:41 »
Servus beinand,

nachdem jetzt (endlich) ein paar Tage Regen bei mir angesagt wurden (und es heute sogar wirklich regnete), möchte ich rechtzeitig zur Pfifferlingssaison auf den Rostfleckenden Pfifferling, Cantharellus ferruginascens, hinweisen.

Er sieht dadurch, dass er stark rostorange auf Druck fleckt und jung einen sehr hellen, weißen Hut zeigt, dem bei uns verbreiteten Cantharellus subpruinosus ähnlich. Die Leisten zeigen aber ein sehr eigentümliches Merkmal - sie sind nicht einfach nur zu blass für Cantharellus subpruinosus, sondern haben zudem einen kühlen, seltsamen Farbton, dem ein ganz klein wenig Grün eingemischt ist.

Ich habe versucht, das auf dem Foto irgendwie hinzubekommen - das Kühle kann man aber ganz gut erkennen:






Hingewiesen wurde ich durch Fotos und Erklärungen von Jürgen Schnieber bei der letzten BMG-Tagung (er referierte über Leistlinge). Und siehe da, ich hatte das Glück, genau diesen Pfifferling etwas später dann in Vorarlberg in die Hand gedrückt zu bekommen.

Ich habe ihn nicht selber gefunden - ich habe ihn dankenswerterweise von Bella und Werner Oswald im Rahmen der Jahrestagung der ARGE Österr. Pilzberater bekommen (Anfang September 2016). Die Fotos sind ein bisserl improvisiert, da ich sie am Hotel in der Wiese drapiert habe.

Vorarlberg grenzt ja an Bayern. Ich vermute, dass es sich um eine ozeaniscc geprägte Art handeln dürfte. Insofern wären die großen Seen (Starnberger und Ammersee) prädestiniert - ich habe ihn dort aber selbst noch nicht gesehen. Oder der äußerste Westen Bayerns... Oder Würzburg? Rudi???

Jedenfalls möchte ich auf diese makroskopisch gut ansprechbare Art hinweisen und auffordern, explizit darauf zu achten. Über Rückmeldung wäre ich dankbar  ;)

LG
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Julipilze
« Letzter Beitrag von Rudi am 20. Juli 2017, 22:00 »
Jetzt noch was von heute ohne Amaniten und nur mit ganz wenigen der reichlichen Täublinge.

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Julipilze
« Letzter Beitrag von Rudi am 20. Juli 2017, 21:57 »
Servus Christoph,
an der Lschneide finde ich schon einige Basidien, aber nicht dicht gedrängt.

Jetzt häng ich noch ein paar Streiflingsbilder von heute an- alles noch nicht untersucht 8)

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Buchtipp: Das geheimnisvolle Leben der Pilze
« Letzter Beitrag von blacky am 20. Juli 2017, 10:25 »
Lieber Christoph,
danke für die ausführliche und super gelungene Rezension.
LG.
Thomas
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Mykologische Praxis / Re: Phloxin B - Anwendungsmöglichkeiten
« Letzter Beitrag von Werner am 20. Juli 2017, 02:18 »
Ah, danke Christoph. Das ist wohl das selbe/ein ähnliches Prinzip wie mit den reifen/unreifen Sporen. Das funzt recht gut - wenn man einen problematischen Fk. mit sehr wenigen Sporen hat und diese wohl zum großen Teil unreif sind, kann man mit Phloxin B anfärben. Die unreifen färben sich recht schnell innen, da die Zellwand noch durchlässiger ist.
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