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Hallo zusammen,

jeder kennt sie, die "Agaricus-Stielbasis-Regel": Giftige Egerlinge erkennt man daran, dass sie in der Stielbasis rasch chromgelb anlaufen. Champignons ohne Stielbasis werden daher folgerichtig meist gar nicht weiter in der Pilzberatung angesehen.

Diese Regel ist nun nicht mehr so so sicher anwendbar, denn es gibt bei uns mittlerweile giftige Egerlings-Arten, die nicht oder nicht immer in der Stielbasis röten!

Ich fange mit dem Falschen Wiesenegerling, Agaricus pseudopratensis an. Renate hatte Egerlinge von einem Südhang (Innleite, bei Marktl / Simbach) mitgebracht. Sie waren in der Stielbasis völlig unauffällig, röteten leicht, aber erkennbar im Fleisch und rochen durch den Transport bereits leicht nach Karbol. Hier ein paar Fotos von der Kollektion (alle Fotos von Renate, die sie freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat):

### hier werden noch Fotos eingebunden ###

Die Kollektion ist noch nicht mikroskopiert - die Bestimmung daher noch ein Arbeitsname, aber der Geruch und die Merkmale sind recht klar - jung kräftig rosa Lamellen, Ring dünn, empfindlich, leicht abreißend, nicht gilbend (in der Originaldiagnose von Bohus steht, dass er nicht in der Stielbasis gilbt - später hat er dann auch gilbende Kolektionen in das Artkonzept aufgenommen, der Typus gilbte aber nicht) - passt alles sehr gut. Die Art kommt von rein weiß wie hier bis braunschuppig vor.

Witziger- oder erschreckenderweise kamen Montag vor einer Woche Exemplare von Agaricus pseudopratensis in die Münchner Pilzberatung. Helmut Grünert kannte die Art von der Ausstellung (und hat ohnehin viel Agaricus-Erfahrung, auch aus Sardinien) und sortierte sie aus. Hier kam der Pilz aus dem Raum Passau, also nicht weit von Renates Fundort entfernt - und auch hier eine Südhanglage mit sehr heißem Kleinklima.

Ich selbst hatte Agaricus pseudopratensis vorher erst einmal gehabt - aus Österreich, Südhanglage. Ich vermute, die Art breitet sich aus und profitiert von den heißen Sommern.

Eiune zweite Art ist problematisch: Agaricus freirei. Die Art ist sehr nah mit dem Rebhuhnegerling, Agaricus phaeolepidotus, verwandt, gilbt aber gar nicht. Kurz gesagt - sie sieht aus wie ein Waldegerling, riecht aber im Wald nicht und später nach Karbol.
Bislang hatte ich die Art nur in Südfrankreich und Italien verortet (bzw. auch Spanien). Jetzt ist aber bei pilze-deutschland ein Fundpunkt westlich von Berlin eingetragen.
Die Art ist also auch in Deutschland angekommen - wenn richtig bestimmt. Und wenn nicht, dann wird sie noch kommen.

Kurz zusammengefasst:
Es gibt giftige Champignons, die nicht gilben! Als Pilzberater muss man daher zukünftig noch mehr aufpassen.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Pilz am Stammfuß einer Eiche
« Letzter Beitrag von Till am 17. September 2018, 15:38 »
ja, von unten müsste man ihn sehen ... ich wage trotzdem mal die Vermutung, dass es sich um einen Eichenwirrling (Daedalea quercina) handelt ..

Gruß, Till
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Pilz am Stammfuß einer Eiche
« Letzter Beitrag von Peter am 17. September 2018, 10:22 »
Hallo Kathy,

der schaut jetzt auf Anhieb nicht so eindeutig nach einer mir bekannten Art aus. Hast du Bilder von unten, vom Porenbild?

BG, Peter
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Plattform für Pilzfreunde / Pilz am Stammfuß einer Eiche
« Letzter Beitrag von Kathy am 15. September 2018, 13:43 »
Liebes Forum,
diesen Pilz fand ich heute am Fuß einer Eiche. Kann mir jemand bei der Bestimmung weiterhelfen?
Gruß Kathy
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BMG e.V. / Re: Pilzausstellung im Bayerischen Wald - 7.-9. September 2018
« Letzter Beitrag von Marie am 9. September 2018, 09:56 »
Grias'de Rudi,
 
ja schade das du nicht mehr im BW warst, ( die Anzahl der Pilzarten war überschaubar,dafür waren einige Highlight's dabei,für mich, aber in solch einem Ambiente eine Ausstellung zu machen, einfach traumhaft!!)
aber wir sehen uns eh schon in Pfronten und ich hoffe das wir dort auch interessante Funde machen,

Bis Donnerstag

Rosi
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BMG e.V. / Re: Pilzausstellung im Bayerischen Wald - 7.-9. September 2018
« Letzter Beitrag von Schlesier am 9. September 2018, 07:45 »
Hallo Christoph,
und wie ist eure geballte gerüchliche Wahrnehmung des A. pseudopratensis?
Noch viel Erfolg im Bayr. Wald und dann auch weiter in Pfronten, wo ich diesmal nicht dabeisein kann
LG Rainer
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BMG e.V. / Re: Pilzausstellung im Bayerischen Wald - 7.-9. September 2018
« Letzter Beitrag von Rudi am 8. September 2018, 20:53 »
Servus Christoph,

schade, dass ich da nicht dabei sein kann. Hast du Bilder??

LG Rudi
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BMG e.V. / Re: Pilzausstellung im Bayerischen Wald - 7.-9. September 2018
« Letzter Beitrag von Christoph am 8. September 2018, 20:13 »
Servus beinand,

die Ausstelung ist klein, aber fein. Ein Beispiel: wir haben drei Wiesenegerlingsarten und der Oberhammer: Agaricus pseudopratensis, einen giftigen Doppelgänger des Wiesenegerlings, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht (ein Karbolegerling i.w.S., der im Fleischrötet und in der Stielbasis kaum gilbt, mit jung rosa Lamellen und einem vergnglichen Ring - und ohne Stielknolle). Die Wiesenegerlinge sind Agaricus campestris (logo), Agaricus moellerianus und Agaricus pampeanus.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Septemberpilze 18
« Letzter Beitrag von Rudi am 6. September 2018, 23:43 »
So, das Noigerl vom Bayerwald, die Nachzügler...

LG Rudi
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BMG e.V. / Re: Pilzausstellung im Bayerischen Wald - 7.-9. September 2018
« Letzter Beitrag von Rudi am 6. September 2018, 22:53 »
Servus Rosi,

ich wüsste jetzt auf die Schnelle keinen passenden Pilz. Mandel, Marzipan und Kakao wr schon im Angebot...
Dann musst du dich halt noch a bisserl gedulden, vielleicht in Pfronten?

LG Rudi
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