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Plattform für Pilzfreunde / Re: Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 11. August 2018, 00:14 »
Hallo Hias,

ah – wie schade, dass ich keinen mitgenommen habe! Inocybe hatte ich vor Ort auch auf dem Radar, aber gedacht ojeoje, das will ich gar nicht erst versuchen... Aber ein Höckersporiger hätte mich schon lange interessiert. Vielleicht das nächste Mal, die waren schon öfter dort zu sehen.

So, jetzt noch was zu dem Gelben Täubling: man kann den Sporenabdruck auch dem weißen Papier gut erkennen, also nicht weiß. Nach der ROMAGNESI-Farbtafel würde ich 2a oder 2b sagen, aber zu 3a ist es auch nicht weit. Ich muss mir mal die R. ochroleuca UmUlmHerum genauer anschauen und vergleichen.

Zitat Wikipedia zu Russula claroflava, Artabgrenzung:
"Der ebenfalls essbare Zitronentäubling kann dem Gelben Graustiel-Täubling sehr ähnlich sehen, so ähnlich, dass der Gelbe Graustiel-Täubling lange Zeit nur als Varietät des Zitronentäublings galt. Er ist aber blasser, die Lamellen sind weißlich und schmecken meist schärflich."
... und die Sporen von R. cl. sind erkennbar größer und etwas länglicher als die von R. och. – also doch noch unters Mikro, wenn die Maden noch was übrig gelassen ahben ... morgen.

Danke & gute Nacht – Rika

 
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von Hias am 10. August 2018, 09:34 »
Servus Rika,

die LBMs (3) im Sphagnum könnten höckersporige Risspilze sein (Napipes-Gruppe).

Grüße
Hias
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 8. August 2018, 23:52 »
Hallo Christoph,

merci für Deine Infos!

Heute war ich noch mal bei den Täublingen, echt krass – meine sämtlichen Fotomodelle sind verschwunden, während die beiden vertrockneten Gürtelfüße noch da waren. Von den spitzbuckeligen LBM kommen immer wieder frische, max. Hut-Ø 30 mm. Und dann waren da noch 2 Cortinarien, könnte der Rhabarberfüßige Raukopf Cortinarius callisteus sein, riecht jedenfalls ein wenig nach verbrannten Maschinenöl. Leider waren sie auch schon heftig vermadet. Cort. call. ist ziemlich häufig in der Gegend, aber ich kenne ihn aus oberflächensauren Fichten-Bergwäldern, nicht direkt im Torfmoos (Sphagnum)!? Ich muss erst noch die Fotos runterladen.

Ein paar Meter weiter gab es zum Glück noch einige von den gelben Täublingen. Bei einem älteren Frk. hatte der Stiel auch stellenweise einen bräunlichen Hauch. Aber alle Frk waren völlig vermadet, da wird nix mehr ggf. grauen, die brechen einfach zusammen. Ein anderes Exemplar hatte viel Grau in Stiel und Lamellen, aber ein Schimmel war gleichzeitig und bereits heftig zugange – keine Aussagekraft. Von zwei Hüten habe ich immerhin ein Stück mitgenommen, liegen schon auf weißem Papier. Morgen mehr dazu – ich vermute einen Weißsporer... Ach ja – die Begleitbäume: 90% Fichte, der Rest Birke.

Viele Grüße – Rika
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von ChristophW am 8. August 2018, 13:05 »
Hallo Rika,

Beide lassen sich so wie 90% der Täubling so ca 50% häuten. Das hilft hier leider wohl kaum weiter.

Aber auf dem 2ten von Dir neueingestelltem Bild meine ich eine leichte Ockerverfätbung an der Stielbasis zu erkennen. Das hat R. Claroflava so nie und spricht schon sehr für R. ochroleuca.

Hast Du einen Fruchtkörper mitgenommen? Falls ja müsste ein Graustieltäubling nach der Zeit auch deutliche Grau—Verfärbungen an Stiel und Lamellen aufweisen.

Liebe Grüße
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 8. August 2018, 01:29 »
Hallo Christoph & Rudi,

herzlichen Dank für Eure Einschätzungen!

Tja, die Täublinge... wenn die Uffinger Ocker-Täublinge (mitten im Sphagnum, total sauer) gleich ausschauen wie die UmUlmHerum (Kalk!), dann sind die gelben nicht Russula ochroleuca. Und ob die Lamellen nun trockenheitsmäßig gilben/bräunen oder ob die Farbe vom SPP kommt? Und das Grau an den Lamellen – graut er oder schimmelt er? Siehe Fotos. Weiß jemand, wie weit sich die Huthaut der beiden Kandidaten (R. claroflava bzw. orcholeuca) abziehen lassen soll? Im GERHARDT steht nix drüber drin. Das Einfachste wäre, einen zu holen und ihn aussporen lassen. Mal schauen, ob ich noch dazu komme.

Ja, die Roten müssen irgendwelche Spei-Täublinge sein. Ich habe sie in den letzten beiden Jahren schon öfters in diesem Moor gesehen – sie waren immer komplett rot (ohne weiß), aber was heißt das schon bei Täublingen?

Gute Nacht – Rika
P.S.: Heute hat in Uffing es tatsächlich 1 Liter/qm geregnet  :o
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von Rudi am 7. August 2018, 23:01 »
Hallo Rika,

sparsam gehts auch bei uns zu. Vielleicht demnächst auch ein paar Bildchen.
Dein Gelbling könnte auch gut ochroleuca sein, claraflava hat keine grünlichen Töne.
Und dein Rotling wird wohl einer der emeticas sein...

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von ChristophW am 7. August 2018, 17:25 »
Hallo Rika,

bei dem gelben Täublingen kann ich mir gut vorstellen, dass es sich um Russula claroflava, den gelben Graustieltäubling handelt. Er mag moorige Standorte und hat ockergelbes Sporenpulver.

Zum Rest kann ich leider nichts beitragen.

Viele Grüße
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 6. August 2018, 15:54 »
Hallo miteinander!

Seit ein paar Tagen bin ich mal wieder im Bayrischen = Uffing am Staffelsee. Die Trockenheit in den "normalen" Wäldern ist auch hier verheerend, aber es gibt ja einige kleine Hochmoore und Bächlein, die noch nicht komplett ausgetrocknet sind. Da ich kein Mikro und an Pilzliteratur nur den große BLV-GERHARDT dabei habe, würde ich mich über Bestimmungstipps freuen!

Zuerst der einzige Pilz (1 Ramaria spec.) aus einem "normalen" Wald:




Und hier ein paar der Funde im Hochmoor bei Uffing-Heimgarten:

(2) Cortinarius spec. (vermtl. Raukopf)


(3) Little Brown Mushroom (Inocybe spec.)


(4) Leotia lubrica – Gallertkäppchen


(5) Amanita fulva – Rotbrauner Scheidenstreifling




(6) Gelbgrüner Täubling – mild, aber kratziger Abgang, ziemlich gelbes SPP. Hat jemand eine Idee dazu? → Russula claroflava (Edit 15.8.18)






(7) Rote Täublinge – sehr scharf, sehr weißes SPP – Tipp dazu?

Sobald ich dazu komme, gibt es eine Fortsetzung vom Bach mit braunem Moorwasser – einige Ascomyceten!
Viele Grüße – Rika
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Expertenforum Mykologie / Sammelaufruf >>>>Hormomyces<<<<
« Letzter Beitrag von thorben96 am 2. August 2018, 12:22 »
Hallo zusammen,

gestern hatte ich mit Keith Seifert geschrieben, der mich auf einen Sammelaufruf seines Schülers Jonathan N. Mack aufmerksam gemacht hat.
Es geht um die Gattung Hormomyces, wo er europäische Funde mit amerikanischen Funde vergleichen möchte.
Hier ist auch die komplette Anfrage von ihm auf Ascofrance mit einem Link mit Bildern die zeigen wie eine Hormomyces aussieht:
http://www.ascofrance.com/forum/53673/research-hormomyces
Falls jemand einen Hormomyces Fund gemacht hat oder in Zukunft einen macht, dann würde ich diese Person doch bitten einen Beleg (Trockenmaterial) dazu anzufertigen und sich bei Jonathan (E-Mail: http://www.ascofrance.com/search_user/712) zu melden.
Ideal wäre es auch, wenn Makro und Mikrobilder vorhanden sind, damit man den Fund nachvollziehen kann.
Falls Englisch nicht so euer Ding ist, dann könnt ihr euch auch bei mir melden und ich leite eure Fundmeldung dann weiter.

VG : Thorben
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Hallo zusammen,

Kann man das vielleicht aufsplitten?

1. was macht der Pilzberater im Einzelfall?
2. welche Empfehlungen werden allgemein gegeben?

Zu 1: Keiner will jemand anderen einen giftigen Pilz freigeben und z. B. Beim Erlengrübling im Zweifel sagen, der schaut für einen Röhrling komisch aus, da muss ich erst nachschauen. Man muss nicht alles essen was vielleicht essbar ist. Vielleicht sprechen wir im Pilzberaterkurs nochmal drüber.

Zu 2. Viele Dinge sind „allgemeines Volkswissen“. Diese Regeln habe ich auch gelernt, sie stehen auch so in Büchern. Würde man hier eine Veränderung haben wollen, dauert das. Das muss veröffentlicht werden, Eingang in die Literatur finden, dann von den Leuten gelesen und sogar umgesetzt werden. Bis hier eine Veränderung stattfindet gehe ich von mindestens einem Jahrzehnt wenn nicht länger aus.

Problematisch ist m.E. Der Klimawandel, der uns Neuzugänge bringt. Ansonsten essen die Leute das, was schon immer gegessen wurde.

Sind bei den „Alten“ doch giftige dabei, so muss das der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Was die „alten“ Pilze betrifft, wird es ohne konkrete Vergiftungsfälle oder Angabe von Giften schwer sein, die Leute davon zu überzeugen, das anders zu handhaben, sie haben das von den Eltern so gelernt und geben das so weiter.

Bei den Neuzugängen werden die erfahrenen Pilzgänger sich (hoffentlich) erkundigen. Aber da kommen wir jetzt an die Grenzen. Durch Tschernobyl ist ein Loch in der Wissensweitergabe Eltern - Kind gewesen. Und viele interessieren sich jetzt für Pilze, denen die Basis fehlt und für die wären solche Regeln gut aber denen fehlt halt die Erfahrung sie anzuwenden und zu erkennen, der ist von je her dagewesen oder das ist ein Neuzugang, der nicht unter diese Regeln fallen kann, bzw. der ist so selten (weicht von dem was ich kenne soweit ab), dass ich auch nachschauen muss.

Tatsächlich ein Problem.

Viele Grüße
Renate


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