Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 4 5 6 ... 10
1
Pilzvergiftungen / Cystolepiota hetieri
« Letzter Beitrag von Till am 8. November 2018, 19:41 »
Hallo -

Kann mir jemand die wissenschaftliche Quelle nennen, aus der hervorgeht, dass Cystolepiota hetieri tödlich giftig ist? Das wird jedenfalls auf einigen Websites so beschrieben. Nicht, dass ich schwer darunter leide, wenn ich ihn nicht essen darf - aber wenn man ihn findet und vorstellen will, möchte man doch wissen, ob solche Berichte Hand und Fuß haben.

Schöne Grüße
Till

2
Plattform für Pilzfreunde / Re: gefleckter Rübling mit Parasit
« Letzter Beitrag von Renate am 4. November 2018, 20:09 »
Hallo Thorben,

nachstehend noch Bilder von der Hutdeckschicht (Hds) und noch mal Hymen. Weil ich beim Hymen zu wenig gesehen habe, habe ich dann mit Kongorot eingefärbt.

Auf HymenKongorot6 sieht man mit gutem Willen 2 Basidien mit Sterigmen.

Stiel und Trama habe ich nicht mikroskopiert.

Viele Grüße
Renate
3
Plattform für Pilzfreunde / Re: gefleckter Rübling mit Parasit
« Letzter Beitrag von thorben96 am 3. November 2018, 14:35 »
Hallo Renate,

das ist ein interessanter Fund :)
Hast du den Pilz komplett Mikroskopiert oder nur die Lamellen ?
Vielleicht sind auch andere Teile deformiert, die man nur unter dem Mikroskop sieht.


VG : Thorben
4
Plattform für Pilzfreunde / Re: gefleckter Rübling mit Parasit
« Letzter Beitrag von Renate am 3. November 2018, 00:02 »
Servus Christoph,

Heute war ich nochmal draussen. Leider gab es keine weiteren Pilze.

An dieser Stelle waren letztes Jahr alle Pilze, die ich angeschaut hatte (3 oder 4) deformiert. Ich hatte aber nicht alle rausgenommen. Dieses Jahr war nur einer dort. Vor einigen Jahren hatte ich einen Pilz mit diesen Verwachsungen ca. 1km entfernt, dort war es auch nur ein Pilz. Soweit ich mich erinnere, ebenfalls gefleckter Rübling.

Ich werde die Stelle und die Umgegend beobachten und nächstes Jahr wieder schauen.

Inzwischen vielen Dank

Renate

5
Plattform für Pilzfreunde / Russularum Icones Gesucht ...
« Letzter Beitrag von AlexG am 1. November 2018, 14:45 »
Moin ...

Leider war ich damals nicht schnell genug um die Bände zu erwerben ... und nächstes Jahr soll es endlich losgehen mit Russula und co ...
dafür hätte ich gerne die Bücher ... von marxmüller

Russularum Icones


Falls es jemand abgeben würde ... wäre ich natürlich sehr interessiert!

Viele Grüße aus Hamburg ...

Alex
6
Servus Christoph,

nur ein paar Randbemerkungen:

Mit meinem Jungkarboli-Pfannentest wollte ich ja eine realistische Situation nachstellen, da wird die Stielbasis natürlich abgeschnitten. Und wollte wissen, ob der Pfannentest als letzte Notbremse wirklich 100%ig funktioniert → nein!

Auf meinem Beutebild sind auch leichte Anlauffarben zu sehen, Richtung orange – rosa Fleisch wäre eh okay. Aber wenn der pseudopratensis zwar röten kann, aber nicht unbedingt gilben muss, und der Ring auch mal abfällt (von jungen Frk. ganz zu schweigen)... → Mahlzeit!

Zwei der Frk. mit ausgebreiteten Hut haben noch deutliche Ringe/-reste am Stiel. Ich dachte, ob die Beiden vielleicht nicht ganz koscher waren?!

Die Stelle wurde bestimmt nicht geodelt  :D Das ist ein schmaler Streifen Streuobstwiese zwischen Fußballplatz und Kreisstraße, die vom Gemeindepfleger ab und zu mit einem Mini-Traktor gemäht wird, die Apfelbäumen sind nummeriert und einzeln verpachtet, da käme ein großer Bulldog mit Odelfass kaum zwischen den Bäumen durch. Abgesehen davon, der letzte hiesige Großbauer verfüttert Silage und hat eine Schwemmmiste – da kämen keine Champignon (und regelmäßig Amanita strobiliformis) durch...  >:(

Morgen (= heute) fahre ich mal wieder für eine Woche nach Uffing. Nass genug ist es ja inzwischen, warm genug auch wieder. Hoffentlich habe ich ein bisschen Zeit fü Wald & Pilz.

Gute Nacht – Rika
7
Plattform für Pilzfreunde / Re: gefleckter Rübling mit Parasit
« Letzter Beitrag von Christoph am 1. November 2018, 00:52 »
Servus Renate,

das sieht superspannend aus. An die Rüblingsgalle glaube ich nicht, zudem ich die nur von der Gattung Gymnopus, bzw. vom Waldfreundrüblingsaggregat kenne. Hier ist der Wirt, wie du richtig schreibst, Rhodocollybia maculata.

Es kann vieles sein - sogar ein Virus wäre möglich oder ein genetischer Defekt. Falls es ein parasitischer Pilz ist, sollte dieser ja irgendwann in den Verwachsungen, die er auslösen würde, Sporen produzieren. Falls es ein genetischer Defekt wäre, müssten die Fruchtkörper des Myzels immer diese Verwachsungen zeigen.

Ich habe sowas jedenfalls noch nicht bei Gefleckten Rüblingen gesehen.  :o

Liebe Grüße,
Christoph
8
Plattform für Pilzfreunde / gefleckter Rübling mit Parasit
« Letzter Beitrag von Renate am 31. Oktober 2018, 21:12 »
Guten Abend zusammen,
letztes Jahr habe ich seltsame Pilze gefunden, den ich nicht zuordnen konnte. Ich kannte diese Pilze schon von anderer Stelle bei uns zu Hause vor einigen Jahren.
Von oben sahen sie aus wie gefleckte Rüblinge. Aber als ich sie umdrehte war da auf den ersten Blick nichts von Lamellen zu sehen, sondern nur röhriges/schwammartiges, erst bei genauem Hinsehen sah man ein paar Reste von Lamellen. Im Gespräch mit Till, leider ohne die Pilze, bekam ich den Hinweis auf Parasiten, in diesem Fall vielleicht die Rüblingsgalle. Ich habe dann versucht zu mikroskopieren und als erstes Sporen gesucht. Hat nicht funktioniert. Ich bin auf seltsame Strukturen gestoßen, die ich bis dahin noch nie gesehen hatte (blumenartige Gebilde). 
Ich konnte das Ganze nicht richtig zuordnen. Die Bilder im Internet von der Rüblingsgalle zeigen oben deformierte Pilze und nicht Pilze mit nur verändertem Hymenium, also hatte ich vorläufig aufgegeben. Die Stelle hatte ich mir gemerkt.
Dieses Jahr war ich wieder dort, ungefähr zum gleichen Zeitpunkt. Wieder ist so ein Pilz gewachsen, wieder mit der gleichen Deformierung an der gleichen Stelle. Letztes Jahr war es eine ganze Gruppe von Pilzen, dieses Jahr nur ein einzelner kleiner. Allerdings war es dieses Jahr sehr trocken gewesen.
 Kann vielleicht jemand einen Hinweis geben, wie ich diesen Parasiten identifizieren kann?
Hat dieser Parasit das Mycel infiziert oder befinden sich einfach nur Sporen vom letzten Jahr in der Umgebung?
Vielen Dank für Eure Hilfe
Renate
9
Servus Rika und Schorsch,

ja, ich gehe davon aus, dass mit der Heißwasserprobe das Herauskitzeln des Geruchs mittels heißem Wasser ist. Vielleicht lag es am Wegschneiden der Stielbasis, dass es nicht geklappt hat?! Ich muss aber zugeben, dass ich das noch nie selber versucht habe. Bisher haben alle brav auch so gerochen, wenn sie lang genug lagen. Das war auch bei Agaricus xanthodermulus / laskibarii, Agaricus phaeolepidotus und Agaricus pseudopratensis der Fall, die ich bisher in der Hand hatte. Die "Wasserprobe" war daher bisher unnötig.

Zum Ring von Agaricus pseudopratensis - ja, der sieht schon jung etwas kompakter aus als bei Agaricus campestris, ist aber später auch hinfällig, fällt also ab und ist dann so gut wie weg. Es bleibt neben dem Geruch als Hauptmerkmal das deutliche Röten im Fleisch, das vorher aber auch schwach gilben kann.

Hier wird das sehr schön  gezeigt: https://www.funghiitaliani.it/topic/69356-agaricus-pseudopratensis/

Und nochmal zu Agaricus freirei - im gleichen Forum wird hier ergänzt, dass dem Ring der Zahnradkranz fehlt, dafür beim Abreißen vom Hutrand ein unterseits brauner Rest mit abgeht - siehe hier: https://www.funghiitaliani.it/topic/77541-agaricus-freirei/

Agaricus freirei scheint übrigens Sand zu benötigen und ist ein Dünenpilz. Brandenburg liegt da als Fundregion im Bereich des Möglichen. Allerdings gebe ich zu, dass ich dem Fundpunkt aus pilze-deutschland.de nicht blind glaube. Jedenfalls ist das Auftreten von Agaricus freirei in Bayern doch sehr unwahrscheinlich - man braucht warm plus Sand... wenn, dann wohl in den Binnensanddünen im Lkr. Kelheim (Siegenburg, Abendsberg).

Was die Gifitgkeit angeht, so ist Ludwig natürlich auch nur eine Sekundärquelle. Und da er vermutlich auch keinen Vergiftungsfall real kennt, ist "giftverdächtig" natürlich das korrekte Attribut für Agaricus pseudopratensis. Da er aber auch nach Karbol riecht (und die den Geruch bedingenden Inhaltsstoffe ja problematisch sind), liegt die Giftigkeit schon sehr nahe - anders gefragt: gibt es einen ungiftigen Vertreter der Karbolegerlinge?

Jedenfalls gilt er wohl in Frankreich als giftig: https://www.mycodb.fr/fiche.php?genre=Agaricus&espece=pseudopratensis

Unabhängig davon, ob er nun bzw. wie giftig er ist - der Giftverdacht reicht m.E. völlig aus, um hier als Pilzberater sehr vorsichtig zu sein.

Bei Rikas Fotos sehe ich ehrlich gesagt nur Agaricus campestris.  :) Geruch nach Odel... ob da der Bauer tags zuvor...?  :o

Liebe Grüße,
Christoph
10
Hallo Christoph & Schorsch,

herzlichen Dank für Eure Ergänzungen!

Daraufhin habe ich mal meine Wiesenchampignon-Bilder vom September genauer angeschaut und verglichen mit diesen hier – schwierig. Aber ich habe den Eindruck, dass A. pseudopratensis einen robusteren Ring hat. Bei meinen A. campestris war er ± flüchtig. Wird so ja auch beschrieben.

Diese Heisswasserprobe: soll mit dem Erhitzen der Karbolgeruch provoziert werden? Nachdem ich bei meinem Test die Stielbasis großzügig weggeschnitten hatte, kam in der Pfanne kein typischer Geruch auf = keine 100%ige Methode.

Noch mal zu meinem Beute-Bild: so langsam frage ich mich, ob das alles wirklich Wiesen-Champignons waren – zwei haben einen deutlichen Ringrest, und ich glaube mich vage daran zu erinnern, dass 2 oder 3 Frk. beim Putzen merkwürdig gerochen haben: nicht nach Tinte, sondern so muffig, etwas nach Gülle (für die Bayern : Odel), ähnlich wie Stadt-Champignons. Hat aber gut geschmeckt und war normal verdaulich...

Viele Grüße – Rika
Seiten: [1] 2 3 4 5 6 ... 10