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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffinger Pilze 4: Cortinarius (cf.) stillatitius
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 10. September 2017, 23:53 »
Hallo Christoph & Hias,

herzlichen Dank Euch für Eure Einschätzung!
Von den oberbayrischen Cortinarien habe ich recht wenig Ahnung (und von denen woanders her auch nicht viel mehr). Außerdem hatte ich nur den großen GERHARDT in Uffing dabei – da kam nur C. collinitus in Frage. Ich hatte aber schon befürchtet, dass es noch andere lilastielige Schleimfüße gibt, deswegen die Anfrage. Dazu kommt, dass Ihr alte Grasleiten-Gänger das Habitat kennt. "Meine" Wälder sind nur ein paar km entfernt. Nachdem sie bei mir (Hechenrain) und bei Hias (Grasleiten) zeitgleich & zahlreich vorkamen, ist die Wahrscheinlichkeit schon sehr groß. Nur – jetzt bin ich gerade wieder UmUlmHerum und habe keinen Beleg mitgenommen. Aber in einer Woche werden schon noch welche da sein, wenn ich schon wieder in Uffing bin. Dann kann ich ausführlich an der Stielbasis riechen und auch was mitnehmen zum späteren Mikroskopieren.  :)

Was die Häufigkeit angeht: im GERHARDT steht bei C. collinitus "häufig" (C.s. kommt nicht vor), auch in der DGfM-Kartierung ist letzterer mit 666 und C. stillatitius mit 358 Datensätzen verzeichnet.

Liebe Grüße – Rika
(die heute schon wieder einen auffälligen, dickstieligen, hygrophanen Schleierling heimgetragen hat, ohne zu wissen, wie bzw. ob sie ihn je rausbekommen kann...)
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Korallen
« Letzter Beitrag von Christoph am 10. September 2017, 23:49 »
So, jetzt kommen auch die Fotos (endlich...).

Die Ramaria longispora sah im Gelände der Ramaria largentii recht ähnlich, hatte aber einen Hauch von Lachs. Sporenform und Sporenmaße ließen aber keine Zweifel zu.



Ramaria safraniolens roch schon im Gelände sehr stark nach Schuhleder/Schuhladen/Safran. Die Äste zeigten Lachstöne, die Astspitzen waren zitronengelb, kühl.



Im Mikroskop fielen die nur sehr flach ornamentierten und auffallend zyindrischen, schmalen Sporen auf. Nach Anfärben mit Baumwollblau war das Ornament auch erst gut zu erkennen, nachdem ich ein Blatt Transparentpapier unter den Objektträger gelegt habe (den Tipp bekam ich von Irmgard Kriasi-Greilhuber). Jetzt war es besser zu sehen und ich konnte die Warzen, die ein bisserl in Längsrichtung zusammenfließen, gut erkennen. Vorher sah ich nur warzen, aber die Art des Zusammenfließens war kaum zu erkennen.

Beide stammen aus Kärnten von der Seminarwoche mit der ARGE Österreichischer Pilzberater. Fundort: Fichtenwald auf Urgestein, ca. 1700 m.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffinger Pilze 3: Braunspor-Lamellen-UMO
« Letzter Beitrag von Rudi am 10. September 2017, 22:22 »
Hallo Rika,

auch ich hab bei deinem letzten Bild gleich an den Reifpilz gedacht. Unterirdisch hatte ich ihn aber noch nie gefunden. Nachdem ich heute aber welche in Steigerwald gefunden hab, (sie haben übrigens gut geschmeckt) wollte ich dir doch dazu schreiben. Wegen dem einen y, dass deinen Funden fehlt, wirst du sie doch nicht verstossen wollen?

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffinger Pilze 4: Cortinarius collinitus?
« Letzter Beitrag von Hias am 10. September 2017, 08:58 »
Da schließe ich mich Christoph an, das ist ziemlich sicher C. stillatitius!
Der ist in bodensauren Fichtenbeständen mit Abstand die häufigste Art. Anfang der Woche habe ich ihn in der Gegend von Grasleiten massenhaft gesehen. Den "echten" C. collinitus habe ich überhaupt erst einmal gefunden.

Wenn du ihn mikroskopisch absichern willst: Im Gegensatz zu C. collinitus hat C. stillatitius keine Schnallen.

Beste Grüße
Hias
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffinger Pilze 3: Braunspor-Lamellen-UMO
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 10. September 2017, 02:12 »
Hi Christoph,

merci für Euer Kopfzerbrechen!

GERHARDT gibt für den Reifpilz 10...13 x 7,5...8,5 an, meiner hat 10...12 x 6...7 (Mittelwert 10,8 x 6,8) – das wäre für den Reifpilz a bisserl klein, vor allem zu schmal. Sporenform + Ornament würden hingegen schon passen.

Der runzelig-faltige Hut wird so beim Reifpilz beschrieben – kein Widerspruch.

Aber gegen den Reifpilz spricht m.E., dass bei meinem Fund die HDS knorpelig fest + speckig ist – beim Reifpilz sollte sie doch faserig, teils sogar schuppig sein?!?

Mit dem Ring ja/nein bin ich am Grübeln. Vor Ort habe ich diese "Fetzen" schon genau angeschaut – und bin von "Hautabschürfungen" ausgegangen. Stelle 1 ist sicher eine "Hautabschürfungen", die Stielhaut wurde von oben nach unten abgeschält. Bei den anderen beiden Stelle 2 + 3 bin ich mir nicht sicher...

Schöne Grüße an Lothar, wenn Du ihn nochmal sehen solltest!
Eure & andere Meinungen würden mich sehr interessieren!

Gute Nacht – Rika


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Expertenforum Mykologie / Re: Lactifluus sect. Volemi - die Milchbrätlinge
« Letzter Beitrag von Christoph am 10. September 2017, 01:35 »
Servus Peter,

ja, ganz klar Lf. oedematopus. Die breite Haarbasis ist mir auch aufgefallen, weshalb man neben der Länge die Art schon beim ersten Blick ins Mikroskop erkennen kann (finde ich).

In Sachen Ökologie scheint es keine Unterschiede zwischen den Arten zu geben.

Die Kartierungsdaten müssen halt als Lf. volemus agg. verwendet werden. Zusätzlich kann man "s.str.-Karten" machen. Bei Pflanzen ist das schon lange üblich (z.B. bei Rubus). Ich habe das jahrelang angeregt, aber offenbar will man das bei den Mykologen so nicht. Man muss die Daten aber nicht wegwerfen, da auch als Aggregat die Info wichtig sein kann (z.B. wegen Rückgangstendenzen des ganzen Aggregats).

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffinger Pilze 4: Cortinarius collinitus?
« Letzter Beitrag von Christoph am 10. September 2017, 01:30 »
Servus Rika,

ich denke an Cortinarius stillatitius, aber das ist am Foto nur geraten.  8)

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffinger Pilze 4: Cortinarius collinitus?
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 10. September 2017, 01:02 »
Servus Christoph,

öhm – an der Stielbasis hab´ ich nicht gerochen  :(  (farblich geht´s auf alle Fälle schon in Honig-Richtung :D). Am durchgeschnittenen Hut habe ich schon geschnuppert: frische Fichtennadeln würde ich sagen.
Was könnte es sein – mit oder ohne Honiggeruch?

LG – Rika
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Expertenforum Mykologie / Re: Lactifluus sect. Volemi - die Milchbrätlinge
« Letzter Beitrag von Peter P. am 10. September 2017, 01:00 »
Hallo in die Runde,
da haben wir hier bisher (seit einigen Wochen) nur Lactifluus oedematopus, längste Haare um die 55 µm, allerdings bis 5 µm breit in Basisnähe. Nicht, daß da gleich wieder eine zu sequenzierende "breithaarige" Art zu erwarten ist. Langhaarige waren noch nicht dabei, es wird wohl auch schwierig werden bei den beiden Arten. Gibt es eigentlich prägnante Unterschiede in der Ökologie und wie wird eigentlich mit den tausenden Funddaten als Lactarius volemus umgegangen ?
Die beiden Lactifluusse "volemus" und "oedematopus" gab's ja schon 'mal 1891 (siehe Synonymliste aus IF), beruhte der Unterschied u.a. auch auf der Haarlänge ?
LG Peter P.

Lactarius ichoratus (Batsch) Fr., Epicr. syst. mycol. (Upsaliae): 345 (1838) [1836-1838]
Lactarius lactifluus (L.) Quél., Enchir. fung. (Paris): 131 (1886)
Lactarius oedematopus (Scop.) Mussat, in Saccardo, Syll. fung. (Abellini) 15: 185 (1901)
Lactarius testaceus (Pers.) Guég., Bull. Soc. mycol. Fr. 24: 259 (1908)
Lactarius volemus f. gracilis R. Heim, Revue Mycol., Paris 27: 143 (1962)
Lactarius volemus (Fr.) Fr., Epicr. syst. mycol. (Upsaliae): 344 (1838) [1836-1838] f. volemus
Lactarius volemus subsp. oedematopus (Scop.) Sacc., Syll. fung. (Abellini) 5: 448 (1897)
Lactarius volemus (Fr.) Fr., Epicr. syst. mycol. (Upsaliae): 344 (1838) [1836-1838] subsp. volemus
Lactarius volemus var. aberrans P. Bouchet, Bull. Trimestriel Féd. Franç. Soc. Sci. Nat. 17: 51 (1959)
Lactarius volemus var. albus Maire, Mém. Soc. Sci. Nat. Maroc. 45: 89 (1937)
Lactarius volemus var. asiaticus Dörfelt, Kiet & A. Berg bis, Feddes Repert. 115(1-2): 169 (2004)
Lactarius volemus var. bourquelotii Boud., (1976)
Lactarius volemus var. euvolemus Maire, Mém. Soc. Sci. Nat. Maroc. 45: 89 (1937)
Lactarius volemus var. flavus Hesler & A.H. Sm., North American Species of Lactarius (Ann Arbor): 165 (1979)
Lactarius volemus var. oedematopus (Scop.) Fr., Epicr. syst. mycol. (Upsaliae): 345 (1838) [1836-1838]
Lactarius volemus var. subrugatus Neuhoff, Pilze Mitteleuropas (Stuttgart): 188 (1956)
Lactarius volemus var. subrugosus Peck, Ann. Rep. N.Y. St. Mus. nat. Hist. 38: 130 (1885)
Lactarius volemus (Fr.) Fr., Epicr. syst. mycol. (Upsaliae): 344 (1838) [1836-1838] var. volemus
Lactifluus ichoratus (Batsch) Kuntze, Revis. gen. pl. (Leipzig) 2: 857 (1891)
Lactifluus oedematopus (Scop.) Kuntze, Revis. gen. pl. (Leipzig) 2: 857 (1891)
Lactifluus volemus (Fr.) Kuntze, Revis. gen. pl. (Leipzig) 2: 857 (1891)
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffinger Pilze 4: Cortinarius collinitus?
« Letzter Beitrag von Christoph am 10. September 2017, 00:49 »
Hi Rika,

die Stielbasis riecht nicht zufälligerweise honigartig süß?

Liebe Grüße
Christoph
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