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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffing 5: Hellsporiger Schleierling ?
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 17. Oktober 2017, 20:30 »
Servus Christoph,

merci für die Info!
Ich bin seit ein paar Tagen wieder in Uffing und gestern mit meiner Mutter im Auto meine straßennahen Plätze abgefahren:  Die normalen Hänge sind alle sehr trocken, frisches Zeug gibt es an den anmoorigen Stellen (dafür hatte ich nicht die richtigen Schuhe an). Gerade dominieren braune und Schwefel-Ritterlinge, die Cortinarien waren alle schon überständig. Von dem Geschmückten Schleimkopf habe ich nix mehr gesehen – also nächstes Jahr...

Aber in Nachbarins schattigen Garten am Achufer wächst gerade wieder massenhaft der Büschel-Rasling und der Gesäte Tintling, + Schopftintling + Glimmer(?)tintling + LBM + eine Mollisia zusammen mit orangenen Orbilchen auf einer Laubholz-Schnittfläche.

Zum Kranksein hast Du Dir aber eine ungünstige Zeit ausgesucht, mitten in der Saison. Hauptsache, es geht Dir wieder besser – Pilze gibt´s ja das ganze Jahr über... Übrigens: Anfang Oktober hatte ich UmUlmHerum schon die ersten Austern gesehen, 3 cm groß.

Liebe Grüße – Rika
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Hallo zusammen,

ich hole diesen Altfall nochmal hervor:

Zitat
Die Presseinformation erscheint in Bezug auf die Latenzzeit sehr unwahrscheinlich.

Nachdem auch im Raum Nürnberg heuer eine Muscarinvergiftung erst nach mehr als zwei Stunden Latenzzeit einsetzte (siehe http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1597.0.html), möchte ich meine Vermutung, da sei ein Fehler im Bericht, relativieren. Wennd die Pilze längere Zeit im Magen verweilen und kein Muscarin in den Dünndarm gelangt, ist das auch physiologisch nachvollziehbar...

Liebe Grüße,
Christoph
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Hallo zusammen,

ich habe selbst einen Fall einer minderschweren Vergiftung mit Kahlen Kremplingen im Nachhinein mitbekommen bzw. "betreut". Ein älteres Ehepaar (Landkreis FFB) hat erstmals eine ihnen unbekannte Pilzart verspeist, da ihre Nachbarin ihnen diese empfohlen habe "die sind sehr gut für eine Sauce und die nehme ich schon seit über 50 Jahren". Voller Vertrauen haben sie dann die Pilze - es waren Kahle Kremplinge - verwendet.

Die Kremplinge wurden 5 Minuten gegart und dann so kurz angebraten verspeist. Der Ehemann hatte keine Probleme, die Ehefrau aber anhaltende Durchfälle (die ganze Nacht). Ein Arzt wurde nicht verständigt, auch kein Pilzberater. Als es der Frau wieder besser ging, haben sie per Pilzbuch eine Bestimmung versucht und sahen, dass manche Pilze auch noch nach ein bis zwei Wochen Probleme bereiten (sie haben vermutlich etwas über Kahlköpfe gelesen). Jedenfalls wurden sie deshalb bei mir vorstellig, um die Pilze dann doch bestimmen zu lassen.

Langer Rede kurzer Sinn:
1. Der Ehemann hat trotz kurzer Kochueit die Pilze vertragen (vielleicht dünnere Stücke, die schon durch waren?!), während sie mit Durchfall (aber ohne Koliken oder Erbrechen) reagierte.
2. Es werden auch im Landkreis FFB noch Kremplinge gesammelt (z. B. die Nachbarin). Die Personen sind allesamt sog. "Einheimische".

LG
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Lactarius tuomikoskii - Erstfund für Bayern?
« Letzter Beitrag von Christoph am 17. Oktober 2017, 12:57 »
Servus Helmut,

falls es wirklich L. tuomikoskii sein sollte, wäre das wohl wirklich ein Erstnachweis für Bayern und ein zweitfund für Deutschland. Ich bin rein makroskopisch aber etwas skeptisch, auch wenn ich den original L. tuomikoskii noch nicht selbst in der Hand hatte. Dessen Haare am Hutrand müssten richtig grob zottig sein und miteinander verkleben. Es ist hier gut dargestellt: http://www.funghiitaliani.it/uploads/monthly_08_2009/post-2286-1250515234.jpg (ich füge nur den Link ein, da ich sonst theoretisch Copyrightprobleme bekommen kann).
Auch sind die Bilder, die ich von ihm kenne, anderes im Hutfarbton, also blasser, mehr ockerlich.
Die Bestimmung lässt sich aber maikroskopisch prüfen, weshalb du im Winter dann sicher mehr sagen kannst. Vom Farbton her erinnert mich das schon an L. scrobiculatus, allerdings hat er schon sehr kleine Stielgrübchen, zugegeben.

Die Abgrenzung zwischen L. scrobiculatus und L. intermedius (da du das angesprochen hast) finde ich wiederum auch makroskopisch gut nachvollziehbar. Die Stielgruben sind anders (bei L. intermedius sind es Krater in den Kratern, wie ein Monslandschaft) und der Hut ist kaum gezont und blasser beim Tannenbegleiter. Die Stielspizte ist nur selten weiß abgegrenzt (usw.)

Ich bin gespannt, was am Ende bei eurem Fund rauskommt  :)

Liebe Grüße,
Christoph
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Pilzvergiftungen / Muskarinvergiftung im Raum Nürnberg mit relativ langer Latenzzeit
« Letzter Beitrag von Christoph am 15. Oktober 2017, 15:17 »
Vor 14 Tagen kam es im Raum Nürnberg zu einer Vergiftung mit Trichterlingen, die auf einer Wiese als Nelkenschwindlinge gesammelt wurden. Die hinzugezogene Pilzsachverständige konnte mit Hilfe des Mikroskops (und der Makroskopie) der Reste als Trichterlinge mit Verdacht auf Clitocybe rivulosa bestimmen. Interessant dabei war aber, das es relativ lange gedauert hat, bis die für Muscarin typischen Symptome wie enge Pupillen, verlangsamter Puls etc. eintraten (es hat über 2 Stunden geaduert).

Dioe Informationen  habe ich durch ein Telefonat mit der den Fall betreuenden Pilzsachverständigen.

Liebe Grüße,
Christoph
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Pilzberater und PSV / Re: Die Zeit der Pilz-Apps...
« Letzter Beitrag von Christoph am 15. Oktober 2017, 15:14 »
Lieber Roland,

sorry für die lange Pause bis zur Antwort (war erst unterwegs, dann krank). Ich habe mit dem Bayerischen Rundfunk zusammen eine App getestet bzw. sie wurde von einem "Anfänger" getestet und ich habe die Bestimmungsversuche überprüft. Verwendet wurde die App "Meine Pilze", die bei einem Test der DGfM gut abgeschnitten hat: https://www.dgfm-ev.de/speise-und-giftpilze/sammeln-und-bestimmen?reattachment=bb2c0ecea669245e5c7760db4e4b54d4

Ich hatte den Anfänger auf Inocybe geophylla angesetzt, da ich neugierig war, wie die App auf einen weißhütigen Risspilz "reagiert". Natürlich hat der Anfänger keine Erfahrung in der Interpretation der Merkmale und war von der App überfordert. Vorher hatte er einen Waldchampignon, einen Holzritterling und einen Rauchblättrigen Schwefelkopf zu bestimmen versucht (und kam bei keinem auf ein passende Ergebnis), konnte aber dadurch schon recht gut und schnell die App an sich bedienen.
Jedenfalls hatte er bei dem Risspilz nichtsx eingegeben, was jetzt wirklich falsch wäre, wenn man den Pilz makroskopisch mit seinen Häkchen vergleicht.
Und was kam dann raus: Die App hat den Pilz als Behangenen Faserling bestimmt und gab zudem an, dass dieser Pilz gur für Pilzsuppen geeignet wäre. Gut, dass es nur ein Test war.
Ob der Beitrag ausgestrahlt wird, weiß ich nicht, da es sich um ein Drehprojekt im Rahmen der Ausbildung zum Regisseur, Kamerateamund Tontechnik handelte. Ich fand das Ergebnis aber interessant. Natürlich ist es nur ein Einzelfall, aber die App lag wirklich weit daneben. Anfänger, die technikgläubig sind, hätte es so erwischen können.

Zur Frage nach 123Pilze... Die Bilder sind vermutlich genauso gut oder schlecht bestimmt, wie generell Pilzbilder, die man per Suchmaschine zusammenstellt/sucht. Die Betreiber der Seite sind ja genauso darauf angewiesen, dass die Fotografen, die die Bilder dort zeigen lassen, diese richtig bestimmt haben.
Die 123-App habe ich wiederum noch nicht in der Hand gehabt oder getestet, aber ich bin (natürlich) auch da sehr skeptisch.

Generell sollten alle zukünftigen Speisepilzsammler, die neue Arten über irgendwelche Medien kennenlernen (und essen wollen), also über Bücher, Pilzforen, Internetseiten, Apps, Videos oder was auch immer, bedenken, dass sie eine solche Art nicht kennen können. Sie lernen sie ja erst kennen. Wenn ich eine mit vorher unbekannte Art z.B. per Buch bestimme, kann ich mich ja irren. Also esse ich sie nicht. Man braucht einfach die Rückmeldung eines Experten, der einem direkt und live anhand des Pilzes die Bestimmung bestätigt. Die mündliche Trahierung bleibt daher m.E. definitiv entscheidend - also der Gang zu einem Pilzberater oder der Besuch eines Pilzkurses bei einem Fachmann / einer Fachfrau. Das betrifft Apps genauso wie Forenbestimmungen (im kulirnarischen Sinn). Dann gäbe es auch weniger Vergiftungen...

LG
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Uffing 5: Hellsporiger Schleierling ?
« Letzter Beitrag von Christoph am 15. Oktober 2017, 14:59 »
Servus Rika,

nach längerer Krankheitsabstinenz bin ich wieder da  ;) - ich selber habe ihn noch nicht gegessen, weiß aber, dass ein ehemaliger Chef des Münchner Vereins ihn regelmäßig und gern gegessen hat. Und Hias hat es ja auch auf den Punkt gebracht. Ich werde ihn auch mal probieren müssen, zumal mir auch Cortinarius varius schmeckt (manche finden ihn ja muffig). Zudem ist er leicht kenntlich. Und ergiebig. Ich bin im Moment nur zu selten im Alpenvorland.  :(

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Honiggelber Hallimasch
« Letzter Beitrag von Christoph am 15. Oktober 2017, 14:55 »
Liebe Kathy,

ein Hallimasch ist es sicherlich, aber ebenso sicherlich nicht der Honiggelbe Hallimasch. Dieser hätte auffallend basal ausdünnende, zugespitzte Stielbasen und keine "angeschwollenen Füße". Auch sind dessen Hutschuppen sehr dunkel und sehr fein und kontrastieren stark zum deutlich gelben Hutuntergrund. Den "echten" Honiggelben Hallimasch kenne ich als wärmeliebende Art.

Welcher Hallimsch deine Fotos zeigen, ist aber nicht so einfach zu sagen, jedenfalls nicht für mich. Es ist jedenfalls nicht der Dunkle Hallimasch (Armillaria solidipes = Armillaria oystoyae) und auch nicht der Honiggelbe (Armillaria mellea s.str.). Armillaria cepistipes wäre möglich, ist von meiner Seite aus aber nur geraten. Hallimaschbestimmung ist nicht einfach.

Liebe Grüße,
Christoph

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BMG e.V. / Neues Präsidium der BMG wurde gewählt
« Letzter Beitrag von Christoph am 15. Oktober 2017, 14:50 »
Liebe Pilzfreundinnen und -freunde,

gestern wurde in Zeitlarn während unserer 11. Bayerischen Mykologischen Tagung ein neues Präsidium gewählt:

Präsident: Dr. Christoph Hahn
Vizepräsidenten: Rainer Reichel und Alfred Hussong
Schatzmeister(in): Jenny Wendler
Schriftführer: Johann Rödel-Krainz
Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Andreas Höcht
Referent für Naturschutz: Christoph Wamser
Referent für Jugend: Rudi Markones

Die Übergabe der Amtsgeschäfte der ausscheidenden Präsidiumsmitglieder an die neu gewählten beginnt gerade und die neu gewählten müssen sich einarbeiten. Im November werden wir die erste Präsidiumssitzung abhalten und alle internen Aufgaben verteilen und dann "so richtig" loslegen.

Soweit als erste Kurzinfo :-)

Liebe Grüße,
Christoph

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Plattform für Pilzfreunde / Honiggelber Hallimasch
« Letzter Beitrag von Kathy am 11. Oktober 2017, 10:01 »
Liebe Pilzfreunde,
ist dies ein honiggelber Hallimasch??
Guten Gruß
Kathy

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