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Expertenforum Mykologie / Re: Der Gyromitra-Fred
« Letzter Beitrag von Christoph am 1. Mai 2018, 17:19 »
Hallo zusammen,

ich möchte noch auf eine interessante Publikation hinweisen:

Kempton PE, Wells VL (1973): Studies on the fleshy Fungi of Alaska VI. Notes on Gyromitra. Mycologia 65: 396-400 (über cyberliber frei lesbar).

Die beiden Autoren haben von einem Fruchtkörper von Gyrmoitra esculenta, den sie im Wochenabstand "besucht" haben, jeweils ein Fruchtkörperstück entnommen und die Sporen untersucht, gemessen (usw.), um zu dokumentieren, wie die Sporenmaße und die Oberfläche vom Alter abhängen. Dies haben sie fünfmal getan, also über fünf Wochen den Fruchtkörper beobachtet.

Hierbei veränderten sich die Sporenmaße von (15,5-)18,5-20 x 9-10,5(-12,5) µm (erste Probennahme) innerhalb einer Woche zu (17,0-)18,5-24,0(-26,0) x (9-)11-12,5 µm,
bei Probennahme 3 zu (18,5-)21,5-24,5 x 11-12,5 µm ,
bei Probennahme 4 zu (20-)21,5-24,5(-27,5) x 11-13 µm
und bei Entnahme Nr. 5 schließlich blieben die Maße stabil, aber die Sporen quellten in KOH stark auf (die Messungen erfolgten in KOH 2,5% und die Sporen wurden nach der sofortigen Messung teils eine halbe Stunde in der Lauge belassen, um zu beobachten, ob sich das Perspor ablöst oder dieses aufquellt). Es wurden so nach längerem Belassen in der Kalilauge Sporenbreiten von 13-15 µm, teils bis 18,5 µm Breite festgestellt.
Das Perispor war bei Entnahme 1 unauffällig, wurde im Laufe des Alterns aber immer deutlicher sichtbar, schließlich mehr als 2 µm dick, insbesondere an den Sporenpolen. Nach den fünf Wochen löste sich das Perispor auch in Wasser ohne KOH-Zusatz ab.

Es bleibt das Problem, dass die Sporenmaße sehr stark vom Alter abhängen, was das Bestimmen schwer macht. Das gilt aber eben auch und insbesondere für die Ausprägung des Perispors und damit auch der Ornamente.

Um Vergleichbarkeit zu ermöglichen, sollten folglich für die Sporen nur sehr ausgereifte Fruchtkörper verwendet werden. Das Problem ist ja aber so oft, dass man eben die Fruchtkörper oft früher findet und man nicht immer problemlos im Wochentakt diese besuchen kann, um dann das optimale Stadium abzuwarten.

Das macht es nicht einfacher... von jungen Fruchtkörpern kann man allerdings die Finger lassen ;-). Ach ja, die Sporen der untersuchten Giftlorchel haben auch ihre Form im Lauf des Reifens des Fruchtkörpers verändert.

Den Artikel findet man übrigens hier: http://www.cybertruffle.org.uk/cyberliber/ - dort auf Journals, da dann auf Mycologia, dort wiederum auf "65" klicken und bei Seite 396 anfangen und durchblättern. Die Seiten kann man per rechter Maustaste als jpg speichern / runterladen.

Liebe Grüße,
Christoph

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Plattform für Pilzfreunde / Wie bindet man Bilder im Forum ein?
« Letzter Beitrag von Christoph am 30. April 2018, 23:42 »
Liebe Nutzer dieses Forums,

wie kann man Bilder in eigene Beiträge einfügen?

Zuerst lädt man das einzubindende Bild hoch, indem man bei "Datei anhängen" auf "Durchsuchen klickt, dann auf der Festplatte das Foto sucht, um dieses dann per Doppelklick auszuwählen. Es wird dann auf den Forenserver hochgeladen.
Will man ein zweites Bild hochladen, klickt man auf "mehr Dateianhänge" und wiederholt den Schritt.

Schickt man schließlich den Beitrag ab, so sieht man die Bilder als kleine Thumbnails (Vorschaubilder) unter dem Beitrag.

Sollen die Fotos auch in den Text integriert werden, dann klickt man auf das Vorschaufoto, das nun groß erscheint. Dann per rechtem Mausklick auf "Bildadresse kopieren" klicken und nun den Beitrag, den man geschrieben hat, editieren (oben rechts auf "Ändern" klicken.

Man kann jetzt, wo man im Text mag, folgenden Befehl eingeben (ohne Leerzeichen): [ img], direkt dahinter die kopierte Bildadresse einfügen und dann [ /img] (ohne das Leerzeichen) eintippen.

Nun den editierten Beitrag speichern und schon sieht man das Bild.

Ich mache es hier als Beispiel mit folgendem Bild:

[ img]http://forum.pilze-bayern.de/index.php?action=dlattach;topic=1737.0;attach=18257;image[/ img]

Ohne Leerzeichen sieht es nun so aus:


Hat man mehr Fotos hochgeladen und will diese einbauen, dann kann man die ganze Zeile kopieren und einfügen:

[ img]http://forum.pilze-bayern.de/index.php?action=dlattach;topic=1737.0;attach=18257;image[/ img]

Das nächste Bild hätte die Adresse 18259 - also dann einfach nur die Nummer das Attachments jeweils plus 2 - das nächste wäre 18261 usw.

Die Forensoftware wechselt immer zwischen Vorschaufoto und großem Foto ab, daher die Zweierschritte.

Geradzahlig oder ungeradzahlig hängt davon ab, ob z.B. eine andere Datei hochgeladen wurde (z.B. Word-Dokument, pdf - da gibt es kein Vorschaubild und daher dann nur eine neue Attachmentnummer).

Wem das alles zu komliziert war - keine Sorge, es ist wirklich leicht.

In Kurzform:
1. Bilder hochladen
2. Bild nach Abschicken des Beitrags anklicken (dann: groß) - rechte Maustaste: Bildadresse kopieren
3. Beitrag editieren und [ img]Bildaddresse[ /img] eingeben (ohne Leerzeichen nach dem "[") - Bildadresse einfach per Einfügebefehl reinschreiben...
4. Editierten Beitrag speichern

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Glyphium elatum - hübsch und auch gut bestimmbar
« Letzter Beitrag von Christoph am 30. April 2018, 23:27 »
Servus beinand,

Till Lohmeyer hat mir aufgrund dieses Threads eine alte Publikation von ihm zugeschickt. Diese enthält eine sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch wertvolle Tafel von Eckart Walsemann (leider mittlerweile verstorben). Der Artikel ist schlecht zu erhalten, wodurch diese tolle Tafel (abgesehen vom interessanten Inhalt) verschütt gegangen ist. Ich stelle den Artikel als Scan hier ein, damit jeder den Beitrag nachlesen kann.

Hier das Zitat des Artikels:

Lohmeyer TR (1985): Neue Funde von Glyphium elatum (Greville) Zogg. Mykol. Mitteilungsblatt 28(1): 51-54.









Liebe Grüße,
Christoph
54
Expertenforum Mykologie / Re: Der Gyromitra-Fred
« Letzter Beitrag von Christoph am 30. April 2018, 22:45 »
Servus beinand,

noch ein kurzes Update:

Ich habe den ursprünglichen Thread zu Gyromitra parma aufgetrennt, weil darin ein Nebenstrang zum Thema Gyromitra leucoxantha erhalten war. Jetzt sind sie getrennt und daher im Nachhinein beide Diskussionen zu den beiden Arten leichter zu finden.

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitra / Discina
« Letzter Beitrag von Christoph am 30. April 2018, 22:42 »
Servus Schorsch,

ah, ganz untern (ist mir nicht aufgefallen). Aber bei den Sporen in Wasser sind die Anhängsel kaum zu sehen und nicht eingedellt?! Die Frage war ja letzten Endes, ob du mehr als die eine in Baumwollblau gefärbte Spore mit den eingedellten Kappen gesehen hast.

Vielleicht kann Rebecca ja in ein-zwei Wochen überreife Exemplare trocknen und verschicken (an dich, an mich...)? Dann wäre alles klarer. Bei überreifen Exemplaren hat man genug definitiv reife Sporen.

Was die Originaldiagnosen angeht - ja, da ist leider manches nicht wirklich klar, was hier im Thread ja auch in der Diskussion aufgezeigt wurde. Die Beschreibung von Rahm ist ja recht klar ausgefallen, nur eben nicht, wie er die Sporen gemessen hat (und ob mit oder ohne Anhängsel). Man kann natürlich aus der Mikrozeichnung nachmessen, wenn die maßstabsgerecht ist.

Neben der Farbe (Gyromitra accumbens geht wohl schneller richtig zimtbraun und ist weniger gelblich) scheint die Form der Kappen am klarsten zu trennen. Ich würde mich nicht wundern, wenn auch Gyromitra accumbens mal eingedellte Kappen hätte (wie auf einem REM-Foto zu sehen, wobei man da aufpassen muss wegen Präparationsartefakten beim Kritisch-Punkt-Trocknen), aber das wäre dann ja wohl die Ausnahme.

Liebe Grüße,
Christoph

(P.S.: @Rebecca, wenn du noch mitliest - ein überreifer Beleg wäre wirklich super...)
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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitra leucoxantha
« Letzter Beitrag von Christoph am 30. April 2018, 22:34 »
Servus beinand,

Bernd Fellmann hat mich per Mail daran erinnert, dass (in einem Gyromitra-parma-Thread versteckt) ein Gyromitra-Fund von ihm hier schonmal zur Diskussion stand. Damals wurde das als Gyromitra leucoxantha bestimmt. Ich habe die Beiträge aus dem Ursprungsthread rausgenommen und einen eigenen Thread daraus gemacht, damit er nicht wieder untergeht.

Insbesondere in Bezug auf den Ehrwalder Fund ist das wieder aktuell.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Metamorphose eines Morchelwalds
« Letzter Beitrag von Schorsch am 30. April 2018, 22:10 »
Sehr traurig.  >:( :'( :'( :o
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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitra / Discina
« Letzter Beitrag von Schorsch am 30. April 2018, 22:07 »
Naja, sind doch welche in KOH und Wasser zum Vergleich abgebildet.
Irgendwie bin ich jetzt an meine Grenzen gekommen.
Es wäre interessant zu wissen, ob die Unterschiede nur durch unterschiedliche Messmethoden zustande gekommen ist. Mir hat sich nicht erschlossen, wie die Original-Diagnosen G. leucoxantha und G. accumbens zustande gekommen sind. Frisch- oder Herbarmaterial, KOH oder Wasser. Peric beschreiben die Untersuchungsmethoden ja ziemlich genau. Bei den Schlüssel ist das nicht so nachvollziehbar.
Jetzt ist erst mal Mikroskopierpause. Familie und Steuererklärung müssen auch zu ihrem Recht kommen.
Servus beinand
Schorsch
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Servus beinand,

nach der traurigen Metamorphose meines Lieblingsmorchelwaldes hier eine eher schöne Metamorphose:


Gestern noch im Wald, dann auf den Dörrex, heute wieder eingeweicht und...


ab in die Pfanne, rein ins heiße Öl...


Mit Weißwein ablöschen (daher der Dampf), Platte runterdrehen und in aller Ruhe einköcheln lassen...


... Bärlauch dazu, Küche nach Saison...


... etwas Sahne - gerade so viel, dass die Säure des Weins nicht zum Ausflocken der Sahne führt - Salz, Pfeffer, etwas Muskatnuss...


... und rauf auf den Teller... als Unterlage Bandnudeln, al dente gekocht... es hat gemundet!

Liebe Grüße,
Christoph



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Plattform für Pilzfreunde / Metamorphose eines Morchelwalds
« Letzter Beitrag von Christoph am 29. April 2018, 23:08 »
Liebe Freunde des edlen Gemörchs,

ich weiß ja nicht, wie es euch ergeht, aber ich war am Samstag (28. Mai 2018) in meinem ertragreichsten und schönsten Morchelwald zum Morchelsuchen. Ich wurde - wie jedes Jahr - mehr als fündig, obwohl ca. 3/4 der Morcheln die trockene Hitze nicht ausgehalten hat (ich war etwas zu spät dran, obwohl die Saison heuer später anfing).

Mich hatte eigentlich schon 2016 fast der Schlag getroffen, als die Baumfällarbeiten losgingen. Mittlerweile hat die Sukzession voll eingesetzt - Licht fällt auf den Boden, Brombeeren wuchern, alles wird dicht und grün, kein Durchkommen mehr... oder es wurde ganz freigeräumt.

Hier ein paar (traurige) Fotos (per Handy)...


Hier ist die Welt noch in Ordnung... ganz viele Morcheln auf engem Raum - so sieht es hier normalerweise immer zur rechten Zeit aus, man weiß nicht, wie man laufen soll, alles gelb...


Und so sahen alle Morchelbecherlinge aus (oder schlimmer) - die kommen hier immer vor den Speisemorcheln schon raus und sind jetzt natürlich absolut hinüber.


Die Morcheln wachsen hier auch gerne in Nestern...


Und so sieht es aus, wenn ich nicht in den letzten Resten meines ehemaligen Lieblingsmorchelwald bin - die Eschen sind weg...


Hier sind noch ein paar der Eschen - aber man sieht auch hier: sonst nix mehr, alles andere wurde schon entfernt (und bald sind wohl auch diese Eschen dran?)


So sieht es dann ohne Eschen aus... (mit viel Brombeere, schön stachelig)


Dieser Stumpf ist der Rest einer großen Esche, an deren Wurzeln ganz besondere Morcheln waren - kleine, braune Speisemorcheln, standorttreu, jedes Jahr in Massen fruktifizieren und so ganz anders aussehend, als die großen Gelben, die in der restlichen Umgebung wachsen.


Das Bild etwas weiter weg - der Punkt, von dem aus ich das Foto gemacht hat, war früher eine zweite große Esche, ebenfalls Wirt der braunen Morcheln - jetzt ist da nix mehr. Ich habe die letzte Braune Morchel dort 2015 gesehen.


Und das ist dann der Endzustand der Metamorphose - wo früher Auwald war ist jetzt keiner mehr.

Ach ja, wo ist das ganze zu finden? Am Lech südlich von Augsburg...

Liebe Grüße,
Christoph


Liebe Grüße,
Christoph

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