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Servus zusammen,

ich kann einen Fund von 2012 aus dem Zillertal beisteuern; die Pilze wuchsen direkt auf Hundsflechte:





Hier ein Link zur Doku.

Beste Grüße
Hias
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Ich zeig euch mal Bilder von meinen Gamundia-Funden, alle von der selben Stelle (ca 10m-Umkreis), etwa 2 Km außerhalb Bayerns in Nord-BW, unter Picea abies aus den Jahren 2011 bis 2016
Letztes Jahr hab ich nichts gefunden...
An/zwischen Nadeln und kleinen Zweigstücken

LG Rudi
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Hallo Zusammen,

fünf von zwölf Fundmeldungen aus Bayern haben einen eindeutigen Bezug zu Picea abies in den DB-Angaben zur Ökologie. Einmal wird auf Holzhäcksel, zweimal in der Nadelstreu und zweimal auf Borke angegeben.

Die Sammler/Bestimmer waren allesamt erfahrene Feldmykologen wie Heinz Engel, Helmut Besl, Lothar Krieglsteiner und Josef Simmel.

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ökologie wäre tatsächlich ein direkter Vergleich der Kollektionen bei Picea mit denen auf Rohboden mit oder ohne Moos/Algen interessant.

BG, Peter

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Plattform für Pilzfreunde / Re: Februarpilze
« Letzter Beitrag von Gernot am 12. Februar 2018, 15:08 »
Gewöhnliches vom Samstag.

Schöne Grüße
Gernot
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Nachtrag zur Januarexkursion - Myxomyzet
« Letzter Beitrag von Schorsch am 12. Februar 2018, 09:48 »
Korrekt und interessant. Unter Arcyria denudata ist der Schleimpilz immer noch in meinem PC abgelegt. Das war nämlich auch meine erste Diagnose nur mit Myxomycetes - Martin-Alexopoulos. Bei denen gibt’s A. affinis gar nicht. Vom rechten Weg haben mich dann Michel Poulain’s  Farbangaben abgebracht: bei Groupe II 2) Sporocarpes rose saumon, orangés, orangé jaunaâtre, pâlisant en ochracé brunâtre. Dabei habe ich die zweite Gabelung im Schlüssel übersehen: Capillitium fermement attaché sur tout le calicule.
Dieses Merkmal trifft hier zweifellos zu. Ich habs nochmal überprüft. Auch Lothar hat diese Diagnose bestätigt. Ulla und ihm sei an dieser Stelle herzlich für die Nachbestimmung gedankt.
Liebe Grüße Schorsch
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P.S.: Ich habe nochmal nachrecherchiert - damals ging es um die Ausprägung der Ixocutis. Antonin V (2004): Notes on the genus Fayodia s.l. (Tricholomataceae) — II. Type studies of European species described in the genera Fayodia and Gamundia. Persoonia 18(3): 341-364 hat die Typen beider Taxa studiert und kam ebenfalls zum Schluss, dass sie Synonym seien.
Da die ornamentierten Sporen und die Cystiden die Gattung klar definieren, habe ich mir damals offenbar keine Gedanken zur Stieloberfläche gemacht. Graue Lamellen kann G. striatula gemäß der publizierten Beschreibungen bekommen. Jedenfalls passen die glatten Stiele besser zur Originalbeschreibung (beider Namen). Insofern kann es gut sein, dass das, was ich hier als Fotos zeige, eine andere Gamundia ist.

LG
Christoph
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Servus Pablo,

cooles Foto! Danke für's Zeigen! Und interessant ist, dass bei dir die Stiele so poliert glatt und opaque sind - und die Lamellen so weiß. Die bayerischen Funde (der gezeigte und Peters aus Guglöd / BayerWald) haben mehr Grauanteil in den Lamellen und der Stiel zeigt eine Längsfaserung. Ich meine mich zu erinnern, dass ich deshalb auch auf G. pseudoclusilis statt auf G. striatula kam, muss da aber wieder nachlesen, ist zu lange her. Man muss in "kryptischer französischer Literatur" suchen, will man da was differenzieren.

Drum meine ich ja, dass man mal schauen muss, welche Fruchtkörperausprägung auf welchem Substrat gefunden wird.

Zitat
Im Mainzer Sand hatte ich zu wenig auf den Untergrund geachtet, beim nächsten Fund (hoffentlich mal hier in der Umgebung) achte ich da genauer drauf.

Ziel erreicht *hihi*.  ;D Ist die Mykologie nicht toll? Überall entdeckt man Neues. Ich finde das richtig spannend. Auch, aber nicht nur bei Überzügen auf Holz (ich bin immer noch von dem Cerocorticium rickii ganz begeistert).

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Nachtrag zur Januarexkursion - Myxomyzet
« Letzter Beitrag von Christoph am 11. Februar 2018, 23:38 »
Servus Schorsch,

ich habe eine Myxomyzetenspezialistin (Ulla Täglich) angeschrieben und sie gebeten, die Fotos mal anzuschauen und eventuell zu kommentieren. Ich habe direkt Antwort erhalten:

Zitat
nach den Fotos von Schorsch würde ich die Arcyria zu denen stellen mit fest am Becher angewachsenem Capillitium. Da fällt seine Vermutung mit A. affinis  und auch A. incarnata schon raus. Da bleibt dann A. denudata, A. minuta und A. insignis übrig. Aufgrund vor allem der Fruchtkörperfarbe und der Capillitiumskulptur dürfte es sich um Arcyria denudata handeln.

Auch hier nochmal vielen, lieben Dank, Ulla!

Liebe Grüße,
Christoph

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Hallo, Christoph!

Wenn nur nicht die Krusten am Holz so ablenken würden...
Aber stimmt ja, den wollte ich doch in den Binnendünen um Monnem rum auch mal finden. Hatte ich bisher noch nicht, kommt hier aber sicherlich auch vor.

Was die Ökologie betrifft, da fällt mir ein Fund ein aus dem NSG Itzehoe / Kremperheide vom November 2016. Die waren uns auch deshalb aufgefallen, weil sie wie Arrhenia peltigerina direkt auf Hundsflechten (Peltigera spec.) wuchsen:


Im Mainzer Sand hatte ich zu wenig auf den Untergrund geachtet, beim nächsten Fund (hoffentlich mal hier in der Umgebung) achte ich da genauer drauf.


LG; Pablo.
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Plattform für Pilzfreunde / Nachtrag zur Januarexkursion - Myxomyzet
« Letzter Beitrag von Schorsch am 11. Februar 2018, 18:40 »
Kein Schwammerl
Beim Aufräumen, als ich schon dachte alles wäre mikroskopiert, entdeckte ich auf einem Holzstück einen perfekt ausgereiften, d.h. trockenen Schleimpilz.
Ich habe ihn relativ schnell mit dem Buch Myxomycetes von Martin & Alexopoulos auf Gattungsebene geschlüsselt. Bei denen geht es dann mit Abbildungen von Mikromerkmalen weiter. L. Kriegelsteiner schreibt: „Die „roten Arcyrien“ gehören zu den schwieriger zu bestimmenden Myxomyceten.“ Das hab ich dann auch gespannt und weiter mit „Les Myxomycétes“ von Poulain et al. geschlüsselt.

Lange war ich zwischen A. denudata, A. affinis und A. incarnata hin- und hergerissen. Letztendlich habe ich mich für Arcyria affinis entschieden was offensichtlich falsch war. Siehe oben Arcyria denudata muss es heißen!
Sporocarpien rostfarben 1,5 – 2,5 mm
Sporen: Ø 7µ
Capillitium rel. fest
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