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BMG e.V. / Re: Verwirrungen im BMG Rundbrief August 2018
« Letzter Beitrag von Peter am Heute um 08:43 »
Zitat
Die BMG erhält für die Mithilfe bei der Ausstellung eine Aufwendung, die aber für die Rückerstattung der Auslagen der Helfer (Übernachtungskosten, Fahrtkosten) wieder ausgegeben wird. Die BMG gibt die Aufwendung zu 100 Prozent an die Aktiven vor Ort weiter.

Hier verstehe ich nicht, warum ihr mit Zahlen so sparsam seid. Transparenz in einem gemeinnützigen Verein würde für mich bedeuten: "Herr Holzer hat einen Vertrag mit.... über....und die BMG erhält für ihre Unterstützung einen Betrag von....., den sie zu 100 % an die Helfer auszahlt."

BG, Peter


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BMG e.V. / Re: Verwirrungen im BMG Rundbrief August 2018
« Letzter Beitrag von Peter am Heute um 08:29 »
Danke für deine Antwort Christoph,

vielleicht liest du dir nochmal die anhängende Einladung zur MV bis inkl. Punkt % ganz am Ende durch.
Dort steht doch eindeutig, dass zwei Mitglieder nicht mehr weitermachen können und das Ersatz gesucht wird. Sollen also zwei neue Vorstandsmitglieder kooptiert werden? Dann könnte das doch auch so in der Einladung bzw. in deinem Rundbrief stehen.

BG, Peter

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Servus Renate,

jetzt kann ich auf deinen Beitrag eingehen :-)

Zitat
1. was macht der Pilzberater im Einzelfall?
2. welche Empfehlungen werden allgemein gegeben?

Ich habe diesbezüglich heute schon auf Rikas Beitrag beispielhaft skizziert, wie ich das als Pilzberater handhabe. Generell empfehle ich, nur das freizugeben, was man gut genug kennt - oder wenn man eine Allgemeinregel anwendet, ohne die Art zu erkennen (Stäublingsregel, Täublingsregel usw.), dann dies entsprechend klar zu kommunizieren und damit die Verantwortung wieder zurückzugeben. Man kann ja nicht garantieren, dass eine unbekannte Art wirklich essbar ist, sondern nur aussage, dass dies eben sehr wahrscheinlich sei.

Zitat
Zu 1: Keiner will jemand anderen einen giftigen Pilz freigeben und z. B. Beim Erlengrübling im Zweifel sagen, der schaut für einen Röhrling komisch aus, da muss ich erst nachschauen. Man muss nicht alles essen was vielleicht essbar ist. Vielleicht sprechen wir im Pilzberaterkurs nochmal drüber.

Wir werden ausführlich darüber sprechen. Den Erlengrübling gebe ich nebenbei bemerkt eh nicht frei (geschützte Art und mir zu nah mit Paxillus verwandt). Aber das ist ein gutes Beispiel - man kann ja über Umkehrschlüsse die giftigen Dickröhrlinge ausschließen, also müsste die Art theoretisch essbar sein... so rein theoretisch. Aber es wäre wieder etwas Unbekanntes (das Fallbeispiel annehmend, dass der Pilzberater die Art nicht kennt) - und da schützt man sich eben selbst, indem man Unbekanntes nicht freigibt.

Zitat
Zu 2. Viele Dinge sind „allgemeines Volkswissen“. Diese Regeln habe ich auch gelernt, sie stehen auch so in Büchern. Würde man hier eine Veränderung haben wollen, dauert das.

Das ist klar. Nur müssen die "Experten" hier teils den Büchern voraus sein - Stichwort Grünling als Beispiel. In den Büchern dauert das immer länger. "Allgemeines Volkswissen" ist eben meist ein "ungefähres Wissen".

Zitat
Problematisch ist m.E. Der Klimawandel, der uns Neuzugänge bringt. Ansonsten essen die Leute das, was schon immer gegessen wurde.

Ja, der Klimawandel bringt wirklich Probleme mit sich. "Zuwanderung" von Paralepistopsis amoenolens (Clitocybe amoenolens) ist ein Beispiel. Wer weiß, wann z.B. mit Gyroporus ammophilus der "Gifthase" bei uns nachgewiesen wird? Gerade das macht manche Regeln schwieriger, da diese ja nur regional galten.

Zitat
Sind bei den „Alten“ doch giftige dabei, so muss das der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Was die „alten“ Pilze betrifft, wird es ohne konkrete Vergiftungsfälle oder Angabe von Giften schwer sein, die Leute davon zu überzeugen, das anders zu handhaben, sie haben das von den Eltern so gelernt und geben das so weiter.

Letzteres ist klar - siehe Kahler Krempling, siehe Grünling (usw.)

Zitat
Bei den Neuzugängen werden die erfahrenen Pilzgänger sich (hoffentlich) erkundigen. Aber da kommen wir jetzt an die Grenzen.

Und da wird es ebena uch für Pilzberater "spannend".

Zitat
Durch Tschernobyl ist ein Loch in der Wissensweitergabe Eltern - Kind gewesen.

Ich glaube, dass das mittlerweile durch das verbesserte Informationsabgeobt abgefedert wird (Foren, Internet, viele Pilzbücher...) - vielleicht ist das sogar ein kleiner Vorteil, weil man so weg kommt vom "ich erlerne drei Arten und die sammle ich in Unmengen" und dafür ein breiteres Wissen aufbaut und (hoffentlich) dadurch auch nachhaltiger - und vorsichtiger - sammelt.
Wenn ich an die Personen denke, die Stockschwammerl mündlich überliefert bekommen (ohne dass die Quelle, sprich der Großvater, den Gifthäubling kennt...).

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Borstiger Becherling?
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am Gestern um 21:13 »
Hi Christoph,
willkommen zurück im Forum!

Vor Ort und bevor ich sie angefasst hatte, bin ich auch erstmal vom Halbkugeligen Borstenbecherling ausgegangen, vor allem bei den jungen Teilen, dann kamen viele dieser völlig ausgebreiteten Apos + die Festigkeit wie von Fingernägeln dazu ... und da bin ich ins Zweifeln geraten. Die Dinger waren wirklich frisch, das Erdreich vom Bach her gut durchfeuchtet und beschattet. Beim Trocknen schrumpften sie auch ordentlich ein, rund minus 40%.

Vielleicht kommen hier ja Erfahrungsberichte über harte Formen rein – würde mich freuen!

Ob ich die Dinger noch mal anschauen kann, ist ungewiss – bei normalem Wasserstand ist der Grund sicher aufgeweicht, und ich besitze keine Fischerstiefel(-hose)...

Viele Grüße – Rika
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Expertenforum Mykologie / Re: Borstiger Becherling?
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 12:37 »
Servus Rika,

ich war ne kurze Zeit offline (August eben) - sonst hätte ich anhand der Fotos rein makroskopisch auch Humaria hemisphaeria getippt (vor dem zweiten Posting). Dass die Fruchtkörper festfleischiger als normal sind - kann das an der Dürre liegen? Humaria hemisphaeria ist meines Wissens ein Ektomykorrhizapilz. Er sollte also immer wieder dort zu finden sein - vielleicht sind sie nächstes Jahr wieder mit normaler Konsistenz?!

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Augustpilze 2018
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 12:32 »
Servus Helmut,

coooooool  :o

da freue ich mich schon richtig auf die Seminarwoche der ARGE Österreichischer Pilzberater (letzte Augustwoche) - wir sind in den Bergen (Windischgarsten) und auch der Dachstein ist nicht weit.

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Renate,

jetzt hatte ich einen ausführlichen Beitrag als Antwort auf dein letztes Posting verfasst - und dann habe ich mich vertippt und irgendeine Tastenkombi erwischt, die den Browser geschlossen hat. Ich werde daher später auf deinen letzten Beitrag reagieren und nochmal ausführlicher zu antworten versuchen  ;)

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Rika,

vielen Dank für den interessanten Link - Amanita pekeoides wird dort tatsächlich als giftig eingestuft. Inwiefern das belastbar ist, kann ich nicht abschätzen, da ich die Art nicht kenne geschweige denn Fälle von Vergiftungen nach dem Verzehr kenne. Interessant ist esd aber definitiv - ich gehe erstmal davon aus, dass die Angabe stimmt.  ;)

Zitat
Ich finde es auch schwierig zu beurteilen, tendiere aber zur "alten" Praktikabilität. Anderenfalls werden die Hürden zum Pilzberater doch sehr hoch, dann reicht sichere Artkenntniss von 200-300 Arten bei weitem nicht mehr aus.

Ja, genau das ist das Hauptproblem - wenn man als Pilzberater Scheidenstreiflinge oder auch Täublinge auf Artebene bestimmen soll, dann wäre das eine kaum überwindbare Hürde. Letzten Endes müsste ich dann auch meinen Schein zurückgeben. Unabhängig davon kann ich natürlich durchaus das eine oder andere Artenaggregat oder die eine oder andere Art an sich makroskopisch erkennen (oder glaube das zumindest). So gebe ich persönlich bei mir unbekannten Täublingen diese nur sehr ungern frei auch wenn sie mild schmecken, da ich nicht gerne Pilze zum Verzehr freigebe, die ich nicht kenne. Täublingsregel hin oder her. Das sehe ich als eine Art Kompromiss - ich mache nicht den absoluten Umkehrschluss, indem ich alle milden Täublinge als generell essbar tituliere, mache mich aber auch nicht verrückt dabei.

Konkretes Beispiel: ein Sammler bringt drei Täublingsarten mit zur Kontrolle, die ich nicht kenne. Ich erkläre ihm die Täublingsregel, nehme mir als Beispiel einen Ledertäubling aus dem Korb, erkläre, dass es zu jedem der Ledertäublinge eine ähnliche scharf schmeckende, giftige Art gibt und erkläre die allgemeine Täublingsregel. Dann bestätige ich, dass alle Pilze im Korb Täublinge sind (nach Sichtung derselben natürlich), gebe noch den Tipp, dass die Arten, die auffallend fruchtig riechen meist eh scharf schmecken. Am Schluss rate ich ihm ab, Täublinge zu sammeln, die man nicht auf Artebene kennt, da man ja auch auf Einzelarten emfpindlich reagieren kann (individuelle Unverträglichkeit), weshalb es schon allein deshalb hilfreich wäre, die Arten zu kennen, die man gegessen hat. Dann gebe ich noch den Tipp, welche essbaren Täublinge man gut makroskopisch erkennen kann - mit dem Rat, diese bei geführten Exkursionen sich nochmal zeigen zu lassen - und gebe ihm den Korb mit den Täublingen zurück.

Ich selber weigere mich, in jeden reinzubeißen, dann erzähle ich wahrheitsgemäß, dass ich manche "scharfen" als mild empfinde, da ich sehr gerne Chillies esse und überlasse es seiner Verantwortung, ob er alle Täublinge kosten will oder die Pilze hier lässt und das sammelt, was er zu kennen meint (und wieder vorlegt).

So - grob umrissen - mache ich es jedenfalls. Natürlich erkläre ich auch, wie man Kostproben nimmt, aber in den Vordergrund stelle ich, dass dies nur der letzte Test sein soll, ob die Art, die man zu kennen meint, nicht doch eine scharfe, giftige Art ist. Würde man in jeden Täubling beißen, brennt die Zunge recht bald und dann schmeckt erstmal alles scharf - geht also eh nicht wirklich.

Wie gesagt, es muss ja alles praktikabel bleiben. Bei Scheidenstreiflingen bekomme ich meist eh nur Amanita fulva in die Beratung, manchmal auch A. submembranacea. Die meisten Streiflingssammler gehen vermutlich nicht zur Pilzberatung.

Liebe Grüße,
Christoph

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BMG e.V. / Entwirrungen von Verwirrungen
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 12:00 »
Servus Peter,

ich weiß nicht, woraus du ableitest, dass Neuwahlen anstünden. Das aktuelle Präsidium wurde für drei Jahre gewählt - das bedeutet, dass 2020 Neuwahlen anstehen. Sollte während der Amtszeit jemand aus dem Präsidium aussteigen oder sollte für einen Posten niemand bei der Wahl gefunden werden, so kann das Präsidium hierfür intern Nachfolger kooptieren. Das Procedere ist dir ja bekannt. Erst wenn drei Mitglieder des Präsidiums zurücktreten würden, müsste neu gewählt werden. Ich kann daher die Verwirrung leider nicht nachvollziehen und sehe auch keinen Grund für einen neuen Rundbrief, der dann nur nochmal enthalten würde, dass 2018 nicht nei gewählt wird (auch keine Einzelposten).

Zur Transparenz der Ausstellung im Bayerischen Wald - ich lasse es in diesem Thread, da es ja beides um den Rundbrief geht. Es stimmt, ich hätte besser Träger statt Trägerverein schreiben sollen - sorry, war keine Absicht.
Die BMG erhält für die Mithilfe bei der Ausstellung eine Aufwendung, die aber für die Rückerstattung der Auslagen der Helfer (Übernachtungskosten, Fahrtkosten) wieder ausgegeben wird. Die BMG gibt die Aufwendung zu 100 Prozent an die Aktiven vor Ort weiter.

Es geht hier auch nicht darum, Geld zu erwirtschaften, sondern die Möglichkeit, den Baumwipfelpfad als Ausstellungsort zu nutzen, da man so auch viele Touristen ansprechen kann, die auch ohne Pilze den Pfad besuchen würden. Insofern finde ich die Ausstellung eine tolle Sache und habe da keine finanziellen Aspekte für die BMG im Hinterkopf. Die Vorplanung erfolgte durch Heinrich Holzer, nicht durch mich, sodass ich hier nur entsprechend oberflächlich antworten kann.

Die Führungen erfolgen kostenlos - die interessierten Touristen und andere Besucher sollen dafür nicht extra zahlen. Es geht um eine für uns als BMG ehrenamtliche Tätigkeit. Dass der Träger hierbei Werbung für sich machen kann, finde ich nicht problematisch - es ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Liebe Grüße,
Christoph

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BMG e.V. / Tagungsprogramm zur BMG-Tagung 2018 in Pfronten
« Letzter Beitrag von Johann am Gestern um 10:56 »
Hallo zusammen,

hier das Tagungsprogramm.

Viele Grüße

Johann
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